Archiv der Kategorie: Prävention

Besuch am „Ort des Todes“

Abschlussklassen der OTS besichtigen Gedenkstätte Buchenwald

Gute Laune und Gelächter herrschten noch im Reisebus. Hier wurde dem Klassenkameraden ein amüsantes Video auf dem Smartphone gezeigt und dort wurden süße Naschereien herumgereicht. Eine gute Stimmung zeichnete den bisherigen Tagesverlauf der Klassen 10 Ga, 10 Rb, 10 Ra und 9H der Ohmtalschule aus. Doch diese wurde durch die Worte von Lehrer Herbert Kress, dass links der Ettersberg samt Holocaust-Denkmal zu sehen ist, in eine bedrückende Stille überführt. Am Ziel ihrer Reise angekommen erwartete die Schüler ein Anblick, den sie so rasch nicht wieder vergessen: Die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der zynische Spruch „Jedem das Seine“ steht am Tor, das den Zugang zu einem Ort gewährt, der für viele tausende von Menschen einen qualvollen Tod bedeutete. Ein Spruch, welcher im eigentlichen Sinne recht wenig Spielraum für Interpretationen bietet. Für die Nationalsozialisten barg er jedoch allem Anschein nach ein perverses, halluziniertes Recht, jedes Individuum, das nicht Teil ihres Weltbildes ist, restlos auszulöschen. Zwar fehlen die Baracken, in denen die Häftlinge aufs Menschenunwürdigste zusammengepfercht wurden heute, jedoch zerrte dies nicht an dem Bild des Schreckens, das den Besuchern vermittelt wurde. Andere wichtige Lagerteile hingegen, wie zum Beispiel das Krematorium oder Teile des Zoos blieben original erhalten. Letzterer war ein beliebtes Freizeitvergnügen für den Lagerkommandanten Karl Otto Koch, seine Kinder und Gattin Ilse Koch, welche als „Hexe von Buchenwald“ in die Geschichte einging.

Die OTS-Schüler auf dem Weg zum Krematorium der Gedenkstätte Buchenwald.

Ein paar Meter links hinterm Eingang befindet sich eine Trauertafel aus Edelstahl: das „Denkmal an ein Denkmal“, welches von Horst Hoheisel und Andreas Knitz errichtet wurde. Auf ihr wurden sämtliche Nationalitäten und Volksgruppen eingraviert, denen die ungefähr 56.000 Todesopfer angehörten. Aus Angst jedoch, dass eine Nationalität vergessen werden könnte, wurde noch ein bestimmtes Element in die Tafel eingebaut. Die Stadtwerke Weimar beheizen die Tafel auf exakt 37 Grad – die Körperwärme eines Menschen, die uns allen gemeinsam ist. Ein Andenken der besonderen Art, das den gleichen Wert eines jeden symbolisiert.

An den ehemaligen Unterkünften der Lagerführung vorbei, verabschiedeten sich die Schüler von einem Ort, der von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Besuch als „Ort des Todes“ bezeichnet wurde. Nach einer sehr informativen Filmvorführung samt Rundgang setzten einige Schüler ihre bedrückte und nachdenkliche Miene eine Zeit lang nicht mehr ab.

Buchenwald ist, wie alle anderen Konzentrationslager auch, mehr als eine historische Gedenkstätte. Es ist ein Mahnmal der Schande. Ein Zeugnis der Verbrechen der deutschen Geschichte und des tiefsten Abgrunds der menschlichen Seele. Es soll als Beispiel dienen, für Generationen, die weder vergessen noch verzeihen können und sollten, dass sich eine derartige Tragödie abspielte.

Text: Julian Arnold (Presse AG)

Bilder: Julian Arnold, Emma Puley


Wenn Torben mit Lenni Stress hat…

ist das ein Fall für die Streitschlichter – Projekt Schüler helfen Schüler seit Jahren erfolgreich an der Ohmtalschule

(SK) Torben hat Stress mit Lenni. Dauernd klaut der in der Pause seinen Fußball oder wirft sein Mäppchen durch die Klasse. Jetzt reicht es! Torben beschimpft Lenni so laut, dass es alle hören, und schubst ihn. Der Streit ist kurz davor zu eskalieren. Klarer Fall für die Streitschlichter, die seit vielen Jahren auch an der Ohmtalschule (OTS) aktiv sind.
Hier werden sie von den Lehrkräften Aldona Wasik und Janine Bausch sowie der Sozialpädagogin Nicole Grün betreut. In der AG arbeiten die Schüler Leonie Schmitt, Till Hubel, Anna Schneider, Mariella Nuhn, Cora Metz, Luana Bonu, Markus Gorr und Alina Feldbusch aus den Jahrgangsstufen 7 bis 10. Ihre Aufgabe besteht darin, Schülern zu helfen sich zu vertragen, wenn sie Streitigkeiten miteinander haben. Wie z.B. Torben und Lenni. Meist geht es um längere Konflikte, nicht nur kurze Auseinandersetzungen.
Warum machen sie das? „Weil es uns Spaß macht“, sagt Mariella Nuhn aus der 9 R. Und wie genau funktioniert das? Die Streitschlichter haben einen eigenen Raum in der Schule, in dem sie für Schüler mit Streitigkeiten ansprechbar sind, jeden Tag in der zweiten Pause, spontan oder nach Verabredung außer freitags. Sie versuchen dann den Schülern zu helfen, sich wieder zu vertragen, ohne einen Schuldigen zu finden. „Natürlich können wir nicht jeden schlichten und deswegen schicken wir – wenn nötig – auch mal einen Schüler wieder weg, wenn er sich schlecht benimmt“, meint Luana Bonu, ebenfalls aus der 9 R.
Die Streitschlichter machen mit den betroffenen Schülern einen Termin aus und wenn es notwendig ist, sogar mehrere. Jeder Vorfall und jedes Gespräch werden protokolliert. Nicht jeder Schüler darf jeden anderen schlichten. Die Streitschlichter sind unparteiisch, deswegen dürfen Geschwister oder Freunde sich nicht gegenseitig schlichten. Außerdem müssen die Schlichter älter sein als die, die geschlichtet werden. „Wir sind kein Gericht, wir vergeben keine Strafen, dafür helfen wir bei der Lösungsfindung.“, sagt Sozialpädagogin Nicole Grün. 2018 wurden bisher schon sechs Schlichtungen in den Pausen erfolgreich durchgeführt. Derzeit sind zehn neue Streitschlichter in Ausbildung.
Die Streitschlichter haben es nach mehreren Terminen endlich geschafft, die beiden Streithähne Lenni und Torben zu einer Lösung zu bringen: Sie vertragen sich mittlerweile wieder so gut, dass man denkt, sie wären schon seit Jahren miteinander befreundet. Sie sitzen nebeneinander und verbringen jede freie Minute damit, Witze zu reißen.

Text: Samira Köhler


Den Überblick beim Geld nicht verlieren

Ohmtalschule und Sparkasse sind nun Bildungspartner

(sim). Online-Banking, Bezahldienste per Mausklick, einfache Kontenführung – der richtige Umgang mit Geld will gelernt sein. Das wissen auch die Ohmtalschule und die Sparkasse Oberhessen, die nun den Grundstein dafür gelegt haben, Schüler mit dem notwendigen Wissen auszustatten. Schulleiter Carsten Röhrscheid und Stefan Georg, Vertriebsdirektor der Sparkasse Oberhessen in Homberg, unterzeichneten jetzt einen Vertrag, mit dem eine Bildungspartnerschaft besiegelt wurde. Mit der Gesamtschule Mücke wurde ebenfalls ein solcher Vertrag geschlossen.

„Wir wollen mit diesem Unterrichtsangebot die Basis für den richtigen Umgang mit Geld bei Jugendlichen legen“, teilten die Kooperationspartner mit. Wenn es um Geld gehe, hätten die Eltern der meisten Teenager noch die Hände im Spiel. Dennoch sollten die Jugendlichen lernen, mit Geld umzugehen und sich ein alltagstaugliches Wissen über Finanzen aneignen. Egal, ob im Internet oder in der Bankfiliale vor Ort, beim Umgang mit elektronischem Geld dürfe der Überblick nicht verloren gehen.

Und so gibt es nun speziell auf dieses Thema zugeschnittene Unterrichtsstunden, teilweise sogar mit kleineren Tests. Moderne Zahlungswege, mögliche Schuldenfallen und auch die Zukunftsvorsorge werden im Unterricht praxisnah behandelt. „Unsere Schulen sollen keine Inseln sein. Das Wissen von Fachleuten aus der Wirtschaft bietet den Schülern eine gute Orientierung“, sind sich Schule und Sparkasse einig.


Defibrillator an der Ohmtalschule

Übungspuppen zur Wiederbelebung und Defibrillator gewährleisten Erste Hilfe im Notfall

(SEM/DRL) Dank einer großzügigen Spende der VR Bank Hessenland verfügt die Ohmtalschule seit Beginn des Jahres über einen Defibrillator, der im Notfall bei sachgemäßer Handhabung über Leben und Tod entscheiden kann, sowie über einen Klassensatz an Übungspuppen zur Wiederbelebung und Herzdruckmassage, einschließlich eines Übungs-Defibrillators.

Defibrillator an der Ohmtalschule
Defibrillator an der OTS (Photo: Falk)

 

Schulleiter Röhrscheid, Schülerinnen mit Übungspuppe und Defibrillator
Schülerinnen mit Übungspuppe und Defibrillator, Schulleiter Röhrscheid (Photo: Falk)

Der Schulsanitätsdienst der Ohmtalschule, geleitet von Frau Seim, der im Rahmen des Sozialpraktikums wieder aktiv ist, bedankt sich für die Unterstützung durch die VR Bank Hessenland. Nun unabhängig von der Ausleihe des Übungsmaterials durch das DRK, konnte in mehreren Übungsstunden Wiederbeatmung und Herzdruckmassage geübt werden, ebenso die sachgemäße Handhabung des Übungs-Defibrillators.

Dankeswerterweise erklärte sich der Förderverein der Ohmtalschule bereit, die finanziellen Mittel für das notwendige Verbrauchsmaterial zur Verfügung zu stellen. VR Bank Hessenland und Förderverein tragen somit zum Erfolg der Aktion „Retten macht Schule“ bei, denn durch die Einführung von Wiederbelebungskursen in ganz Deutschland könnten selbst bei vorsichtiger Schätzung jährlich mehrere Tausend Menschen durch rechtzeitige Wiederbelebung zusätzlich gerettet werden.


10 Jahre HalbZeit an der Ohmtalschule

(JRS) An der Ohmtalschule feierte man dieses Jahr das 10-jährige Bestehen der „HalbZeit“. Die HalbZeit ist ein Projekt der kirchlichen und kommunalen Jugendarbeit und bietet Schülerinnen und Schülern in den großen Pausen die Möglichkeit, Spiele zu spielen und sich auszutoben. Vor zehn Jahren wurde das Projekt gestartet, zunächst mit nur einem geöffneten Wochentag. Das Angebot wurde rege genutzt und sei deshalb stetig gewachsen, sagte Holger Schäddel von der evangelischen Jugendarbeit. Nun wurde das Jubiläum gefeiert, mit Tischtennis, Jenga, selbstgemachten Waffeln und vielem mehr. Holger Schäddel bedankte sich beim HalbZeit-Team, beim Förderverein, der viele Anschaffungen erst möglich gemacht hatte und den Schülern, die die HalbZeit am Leben erhalten.

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Schüler und Lehrer trafen sich, um das 10-jährige Bestehen der HalbZeit zu feiern


Mädchen-Mannschaften der OTS siegten beim Ohmtal-Cup

(SCM). Am vergangenen Donnerstag konnte man in der Sporthalle der Ohmtalschule spannende Fußballspiele sehen, denn der Fachbereich Sport lud zum 12. Ohmtal-Cup. Schulmannschaften der Jungen und Mädchen spielten in fairer Manier um den Turniersieg. Nach spannenden und hart umkämpften Spielen setzte sich bei den Jungen die Gesamtschule Mücke durch. Die großen sowie die kleinen Mädchen der Ohmtalschule sicherten sich in ihrer Altersklasse souverän den Turniersieg. Alle drei Siegermannschaften erhielten einen Pokal mit Urkunde und einen Fußball.

Mädchenmannschaft der Klassen 8-10 der OTS
Mädchenmannschaft der Klassen 8-10 der OTS
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Mädchenmannschaft der Klassen 5 – 7

Sportlehrer und langjähriger Schulsportleiter Gerhard Knerr wurde für seine Organisation der bisher zwölf Ohmtalcup-Turniere von Direktor Carsten Röhrscheid geehrt.

 

Abschlusstabelle Jungen

  1. Mücke II
  2. Stadtallendorf
  3. Mücke I
  4. Homberg I
  5. Homberg II
  6. Mücke III

Abschlusstabelle Mädchen (5.-7. Klasse)

  1. Homberg I
  2. Homberg II
  3. Mücke I
  4. Mücke II

Abschlusstabelle Mädchen (8.-10. Klasse)

  1. Homberg I
  2. Mücke I
  3. Homberg II

Fotos des Turnieres werden nachgereicht.


Theateraufführung am Freitag

(DRL) Die Theatergruppe der Jahrgänge 5 und 6 führt am morgigen Freitag das Theaterstück “Der Fischer und seine Frau” auf. Das Märchen der Brüder Grimm wurde in Idee und Rollenbuch von Frau Gans bearbeitet. Wer kennt nicht den Ruf des Fischers an den Butt

Manntje, Manntje, Timpe Te,
Buttje, Buttje in der See,
myne Fru de Ilsebill,
will nich so, as ik wol will.
Lassen Sie sich überraschen, wie die Theatergruppe das Märchen interpretiert und den Wunsch nach Mehr auf die Bühne bringt.
Einlass ab 19 Uhr, Beginn der Aufführung um 19:30
Theateraufführung

“Shishas-to-go” – An der Ohmtalschule verboten!

Seit kurzer Zeit sind sogenannte „Shishas-to-go“ bei den Jugendlichen in Mode gekommen. Diese „Shishas-to-go“ sind den E-Zigaretten in Funktion und Aufbau sehr ähnlich. Es werden Flüssigkeiten verdampft, die durch den Nutzer inhaliert werden. Die zu verdampfenden Flüssigkeiten bestehen aus verschiedenen Inhaltstoffen. Meistens sind den Flüssigkeiten Aromaten beigemischt, die für eine bestimmte Geschmacksnote sorgen.  Auch wenn meistens kein Nikotin oder andere suchtgefährdenden Stoffe diesen Flüssigkeiten beigemischt sind, so sind sich die Lehrkräfte der Ohmtalschule dennoch einig, dass die „Shishas-to-go“ an einer Schule nichts „verloren“ haben. Die Gesamtkonferenz hat hierzu am 24.03.2014 einen entsprechenden Beschluss gefasst.

Als Grund für das Verbot wird folgendes angeführt:

  1. Es ist nicht möglich zu kontrollieren, welche Inhaltsstoffe mittels der „Shishas-to-go“ inhaliert werden. Hierbei könnten auch suchtgefährdende Substanzen eine Rolle spielen.
  2. Völlig unklar ist, welche gesundheitlichen Risiken durch die Inhalation der Substanzen gegeben sind.
  3. Das Nutzen von „Shishas-to-go“ kann den Einstieg in das Rauchen von Zigaretten begünstigen.

Aus den genannten Gründen sollten Eltern dahingehend auf Ihre Kinder einwirken, dass diese auch außerhalb der Schule die sogenannten „Shishas-to-go“ nicht nutzen.