Endlich wieder gemeinsam lachen und feiern

Abgangsklassen der OTS feierlich verabschiedet – Große Leistung der Schüler gewürdigt

Es gibt eine Zeit im Schuljahr, die fällt Lehrern und Schülern immer besonders schwer. Klar, vor den Sommerferien… irgendwie ist die Luft raus, es gibt unendlich viel zu tun und alle stöhnen nicht nur wegen der Hitze. Alle Arbeiten müssen korrigiert, alle Noten eingetragen, alle Konferenzen abgehalten, alle Zeugnisse gedruckt und anschließend noch Ordnung in der und um die Schule herum gemacht werden. Aber noch schwieriger als all das ist die Tatsache, dass irgendwann der Tag des Abschiedes naht. Irgendwann gehen sie, und zwar diesmal für immer, die lieben Abgänger… und dieser Abschied fällt Schülern und Lehrern meist gleichermaßen schwer.

So auch jetzt wieder an der Ohmtalschule (OTS), als die Klassen 10 R, 10 G sowie diejenigen Schülerinnen und Schüler der Verbundklassen 9a und 9b, die mit einem Hauptschulabschluss abgehen, in die große Freiheit namens Leben feierlich entlassen wurden. Endlich wieder gemeinsam im großen Rahmen in der Stadthalle, endlich wieder alle gemeinsam, mit tollen Kleidern und Anzügen, vielen persönlichen Reden, mit Lachen, Weinen und Familie.

Schulleiter Carsten Röhrscheid erinnerte daran, was die beiden Corona-Jahre der Schulgemeinde alles abverlangt haben. Distanz-Unterricht, monatelanges Zuhausehocken für die älteren Schüler, ständiges Maskentragen und Testen, dauerndes Lüften usw… Er erinnerte auch an zwei Besonderheiten des diesjährigen Jahrgangs: Die 10. Gymnasialklasse mit Klassenlehrerin Ute Tondar war die erste Ipad-Klasse der OTS, also die Pioniere für das Lernen mit Tablet, die völliges Neuland betraten. Und die 10 R mit ihrem Klassenlehrer Björn Skrzypek war die erste Verbundklasse der Schule, also die erste Klasse, in der Haupt- und Realschüler gemeinsam lernten und nur in den Hauptfächern verschiedene Kurse besuchten.

Schulleiter Carsten Röhrscheid erinnerte daran, was die Corona-Jahre der Schulgemeinde abverlangt haben.

Röhrscheid lobte die Schüler für ihre gute Arbeit: „Ihr habt es geschafft, in dieser schweren Zeit euren Abschluss zu erwerben! Was für eine Leistung!“ Und er nannte einige Zahlen:

– zehn Schülerinnen und Schüler erhalten einen Hauptschulabschluss, davon neun sogar den qualifizierenden

– 18 Schülerinnen und Schüler erreichten den Mittleren Abschluss, davon 13 den qualifizierenden

– 23 sind in die gymnasiale Oberstufe versetzt

Nach zwei Jahren Pandemie forderte der Schulleiter die Abgänger auf, etwas zu unternehmen: „Treibt Sport, macht Musik, spielt Theater, bereist die Welt, lernt fremde Kulturen kennen und vor allen Dingen feiert gemeinsam! Genießt das Leben!“

Hombergs Bürgermeisterin Simke Ried begann indes mit einem Zitat von H.D. Thoreau: „Was vor uns liegt und was hinter uns liegt, ist nichts im Vergleich zu dem, was in uns liegt. Und wenn wir das, was in uns liegt, nach außen in die Welt tragen, geschehen Wunder.“ Auch sie erinnerte an die Herausforderungen, die zwei Jahre Corona mit sich brachten. Die Schüler hätten all das toll gemeistert und die Schule hätte ihnen in dieser schwierigen Zeit Normalität und Stabilität geboten.

Kirtorfs Bürgermeister Andreas Fey verwies darauf, dass das Handwerk tatsächlich zurzeit einen „goldenen Boden“ habe und lud herzlich dazu ein, die Wortes des Schulleiters in die Tat umzusetzen und zur Kirmes nach Kirtorf zu kommen. Fey endete mit der Aufforderung, Botschafter der Demokratie zu sein und die Gesellschaft fair und demokratisch mitzugestalten.

Die Klassenlehrer Ute Tondar, Björn Skrzypek und Florian Rahn lobten die Schüler für ihr Engagement und Durchhalten, wobei sich die erkrankte Frau Tondar leider nur per Telefon an ihre Schüler wenden konnte. Ihre vorbereitete Rede wurde von Carolin Hartmann, Leiterin des Gymnasialzweigs, vorgetragen und gab den Abgängern folgenden Ratschlag mit auf den Weg: „Es gibt viele Wege zum Glück. Einer davon ist aufhören zu jammern.“ (Albert Einstein)

Auch die Schüler bedankten sich bei ihren Lehrern und überreichten kleine Präsente. Die Schule sei in den vergangenen Jahren auch eine Art Zuhause geworden, lobten sie, bevor alle gemeinsam das Abschlusslied sangen.

Für besondere Leistungen und besonderes Engagement wurden geehrt:

– Bastian Greb und Jessica Gliga (Klasse 9 H), jeweils Note 1,8

– Daniel Losert (10 G), Note 1,9

– Leni Jantosca (10 R), Note 1,4

– Jessica Gliga (9b), Streitschlichterin und soziales Engagement

– Hannah Schrader (10 G), Engagement für die Schülervertretung

– Sydney Grün und Sarah Wiegand (10 G), Schulsprecherinnen

Besonders betont werden muss auch das Engagement des Teilhabeassistenten Jakub Wszelaczynski, der einen Schüler sechs Jahre lang Tag für Tag begleitete, ihm so einen möglichst normalen Schulalltag ermöglichte und sich durch seine souveräne und freundliche Art den höchsten Respekt der Schulgemeinde erarbeitete.

Die für besondere Leistungen Geehrten.

Die Abgänger:

10 R: Hannah Berben, Aylin Bernhard, Marcus Danzeisen, Sven Feidengruber, Emily Firnys, Mariell Fuchs, Catherine-Shakira Gottwald, Diana Grün, Leni Jantosca, Emily Koch, Luke Köhler, Charlotte Rechmann, Maximlilian Reeh, Matteo Reichhardt, Emilia Schäfer, David Schönhals, Marie Starke, Cem Jerome Timpert, Sindi Vasic

Die Klasse 10 R mit ihrem Klassenlehrer Björn Skrzypek.

10 G: Cansu-Naz Atasoy, Hendrik Frick, Leon Friedrich, Annamaria Frischkorn, Shoshana Garweg, Kilian Gaub, Sidney Grün, Leonard Frederik Hauer, Hamide Mehlika Kanal, Till Jakob Lang, Elias Löchel, Daniel Losert, Shazim Irfan Malik, Jan Paul Metz, Joshua Leo Pior, Mia Joceline Prekatsounakis, Jamie Owen Roberton, Yunus Sahin, Giuliano Domenico Sanzone, Lara Schlosser, Hannah Schrader, Sarah Wiegand, Dean Wolf, Pedro Benito Wolf

Die Klasse 10 G leider ohne ihre Klassenlehrerin Ute Tondar, die erkrankt war.

Klasse 9 (aus 9a und 9b): Florian Appelt, Constantin Gold-Käss, Tim Guth, Christian Reinhardt, Ayleen Rinnert, Jessica Gliga, Bastian Greb, Alexander Klaus, Annemarie Koch, Elias Kraft, Simon Schneider, Alexander Marian Wagner, Lena Müller

Die Abgänger aus den Klassen 9a und 9b mit den Lehrkräften Janine Keiner, Aldona Wasik und Florian Rahn (v.r.).

Text: S. Simon, K. Gloth

Bilder: S. Falk


Zwei „gute Seelen“ verlassen die OTS

Marlies Schmidt und Harald Wiegand in den Ruhestand verabschiedet

Wenn sich das Schuljahr dem Ende zuneigt, ist meist auch im Kollegium Zeit Abschied zu nehmen. So auch diesmal wieder an der Ohmtalschule. Gleich zwei „gute Seelen“ verlassen die OTS, an der sie sich viele Jahre lang für die Schulgemeinde engagierten.

Marlies Schmidt arbeitete 15 Jahre lang in der Cafeteria der Schule. Mit viel Freude und Spaß, wie sie betonte, und einem Lächeln auf dem Gesicht auch im größten Stress, wenn viele hungrige Mägen nach Essen verlangten. Dafür dankten ihr OTS-Schulleiter Carsten Röhrscheid und Eva Satorius, die Leiterin der Grundschule, ganz herzlich. „Du hast auch für unsere Kinder gekocht und ich denke, das kann man als gelebte Pädagogik bezeichnen“, sagte Satorius augenzwinkernd.

Auf sage und schreibe 19 Dienstjahre an der OTS bringt es Hausmeister Harald „Harry“ Wiegand, der „erste Mann an der Schule“, wie Röhrscheid lachend betonte. „Du konntest alle Türen aufschließen und hattest dein Büro direkt am Eingang, damit warst du vielleicht der wichtigste Mann hier.“ Röhrscheid erinnerte daran, dass Wiegand viele kostengünstige Lösungen für den Schulbetrieb gefunden hat – und dabei auch nicht davor zurückschreckte, den Vertretern des Landkreises die Meinung zu sagen, wenn er dachte, etwas laufe nicht gut.

Das OTS-Kollegium verabschiedete seinen „Harry“ derweil mit einem lustigen Quiz, bei dem allerlei Interessantes über den langjährigen Hausmeister zu Tage kam. Etwa, dass er gelernter Elektroinstallateur ist, nunmehr 50 Arbeitsjahre hinter sich hat, im Personalrat der Kreisbehörde saß, als ehrenamtlicher Schöffe arbeitete, Ortsvorsteher in Nieder-Ofleiden war, das Grundschul-Logo entwarf und zu den schlimmsten Zeiten auf 500 bis 600 Überstunden kam. Welche „Sonderaufgabe“ er besonders gerne übernahm? Frühstück holen! Und der häufigste Aufenthaltsraum, wenn Harry mal wieder nicht aufzufinden war? Natürlich der Heizungskeller, wobei dies sicherlich nur für die kalte Jahreszeit galt.

Gleich drei Hausmeister sollen Wiegands Nachfolge antreten: in erster Linie Markus Lanz, der langjährige Grundschul-Hausmeister, außerdem noch Frank Förtsch und Markus Schlitt, die mit einigen Stunden an die OTS abgeordnet sind.

Ebenso wie Röhrscheid dankten auch die Schulleiterinnen Eva Satorius und Antje Reinmuth-Kaut von der Pestalozzischule Harald Wiegand für alles, was er für die Schulen geleistet hat. Dazu gab es allerlei Geschenke, etwa ein OTS-T-Shirt mit „Tschüss“-Aufdruck oder ein Handtuch fürs künftige Reservieren von Sonnenliegen. 🙂

Und der Geehrte selbst? Freute sich nach eigener Auskunft riesig über die kleine Abschiedsfeier, auch wenn das ganze Gewese um seine Person eigentlich gar nicht so sein Ding ist. Ein klitzekleines Tränchen der Rührung im Augenwinkel zeigte aber, dass es ihm zumindest nicht egal war…

Text: Silvia Simon

Bild (Stefan Falk): Schulleiter Carsten Röhrscheid (2.v.l) sagt im Auftrag des gesamten Kollegiums leise “Tschüss” zum Abschied von Harald Wiegand (r.).


Schokolade und Applaus für eine Top-Leistung

Eamon Vimr sehr erfolgreich beim Mathematikwettbewerbs 2022

An der Ohmtalschule (OTS) gibt es sehr gute Rechner. Der Schüler Eamon Vimr aus der Klasse 8b hat die ersten zwei Runden des Mathematikwettbewerbs 2022 im Bereich Hauptschule gewonnen. Auch die dritte Runde des Wettbewerbs mit den Siegern des Kreisentscheides bestand Eamon erfolgreich und wurde einer der Landessieger. Insgesamt belegte der Ohmtalschüler am Ende den sechsten Platz unter allen Hauptschülern aus ganz Hessen.

Zu diesem Erfolg gratulierten ihm seine Klassenlehrerin Aldona Wasik und Schulleiter Carsten Röhrscheid ganz herzlich. Röhrscheid überreichte als Geschenk einen Chemiebaukasten, da Eamon sehr an Chemie interessiert ist, und Schokolade. Auch die Klasse 8b überreichte Schokolade und applaudierte für ihren Mitschüler.

Bild (OTS): Schulleiter Carsten Röhrscheid gratuliert Eamon Vimr zu seinem Erfolg und überreicht einen Chemiebaukasten.


Gegen Mobbing und Rassismus

Caritaszentrum nimmt Teil am Programm „Respekt Coach“Unterstützung für OTS-Schüler

Lass uns reden“ ist das Motto des Programms „Respekt Coach“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und wird seit 2018 an Schulen erfolgreich umgesetzt. Mittlerweile sind es mehr als 270 Standorte in Deutschland.

Seit Anfang des Jahres arbeitet Sophia Löwe beim Caritaszentrum im Projekt „Respekt Coach“ im Vogelsbergkreis. Das Bundesprogramm ist ein Angebot des Jugendmigrationsdienstes (JMD), welcher schon viele Jahre beim Caritaszentrum angesiedelt ist. Ziel des Programms liegt in der primären Prävention, um junge Menschen vor Extremismus in all seinen Erscheinungsformen, Rassismus sowie gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu schützen.

„Ich unterstütze Schülerinnen und Schüler dabei, ihren eigenen Standpunkt zu finden, sich selbst im Diskurs mit anderen zu positionieren und mit unterschiedlichen Auffassungen umzugehen. Gemäß dem Programm-Motto „Lass uns reden! Reden bringt Respekt“ geht es um gegenseitiges Zuhören, Haltung entwickeln und positive Erfahrungen durch einen respektvollen Umgang miteinander“, berichtet Löwe. „Ich selbst kannte das vom Bund finanzierte Projekt vorher nicht, aber ich merke immer wieder, wie gut mein Studium zu all den Themen passt“, so Löwe weiter, die in Kiel Pädagogik und Politikwissenschaft studiert hat.

„Voraussetzung für die Umsetzung ist eine Kooperation mit einer oder mehreren Schulen. Wir sind sehr froh, dass sich der Direktor der Ohmtalschule, Carsten Röhrscheid, und die Direktorin der am Schulstandort verbundenen Förderschule Pestalozzischule, Antje Reinmuth-Kaut, auf eine Kooperation eingelassen haben“, erläutert Renate Loth, Bereichsleiterin des Caritaszentrums.

Direktor Röhrscheid betont, dass es mehr als notwendig ist, dass für die Schüler*innen diese wichtigen Themen bearbeitet werden. Auch Direktorin Reinmuth-Kaut begrüßt die Bezuschussung des Bundesministeriums für diese wichtige Arbeit.

„Der nächste Schritt ist nun mit den relevanten Akteur*innen der Schulen zusammen ein Präventionskonzept zu entwickeln, dessen Schwerpunkte primärpräventive Ziele der zu planenden Workshops und Gruppenangebote sein sollen“, informiert Löwe.

Die Gruppenangebote und Workshops werden entweder von der Fachkraft selbst durchgeführt oder es werden geeignete Referent*innen gesucht. Dabei können und sollen viele unterschiedliche Themen in den entsprechenden Angeboten behandelt werden. Möglich sind u.a. Angebote zu Themen wie: Anti-Mobbing, Selbstwirksamkeit, Konfliktlösung, politische Bildung oder auch Diskriminierung. „Das Motto: `Lass uns reden` ist keine Floskel, sondern gelebte Praxis. In den Workshops kann es durchaus vorkommen, dass aus einem geplanten Format ein offener Diskurs entsteht“, berichtet Löwe. Sie freue sich schon sehr auf die Arbeit mit den Schulen und Jugendlichen und geht davon aus, dass diese in einem noten- und bewertungsfreien Raum eher und offener über ihre Probleme, die häufig Mobbing, Rassismus oder auch Queer-Feindlichkeit beinhalten, sprechen werden.

Kontakt: Sophia.loewe@caritas-giessen.de

Text: Sophia Löwe

Bild (OTS): Antje Reinmuth-Kaut, Sophia Löwe, Renate Loth und Carsten Röhrscheid (von links) freuen sich über die Kooperation.


Käpten Schisshose auf großer Fahrt

Kurs „Spaß am Theater“ der Ohmtalschule führt Theaterstück auf

Käpten Schisshose, ein – wie der Name schon sagt – nicht sehr mutiger Pirat, wird mit schrecklichen Nachrichten konfrontiert. Seine geliebte Tante Gitta, die beste Waffelbäckerin überhaupt, wurde vom bösen Karl Krönig entführt. Mit Hilfe seiner Mannschaft, bestehend aus Jens Ruderblatt, dem Flotten Fred, der Frechen Fanny, Fiete und dem ewig Fischbrötchen mampfenden Manni macht sich der Käpten auf die Suche nach seiner Tante, um diese zu retten. Während Fred und Fanny gemeinsam mit ihrem Käpten auf die Knocheninsel fahren, um Karl Krönig zu überwältigen, halten Fiete, Jens und Manni auf dem Schiff die Stellung, um wenig später aber doch auf die Knocheninsel zu reisen. Nachdem Krönig in einem spannenden Duell sein Geheimnis offenbart und sich Tante Gitta mit ihrem Krückstock zur Flucht verhilft, geht es am Ende für alle gut aus.

Der Wahlpflichtunterricht-Kurs „Spaß am Theater“ der 5. und 6. Klassen der Ohmtalschule konnte nach zwei Jahren Coronapause endlich wieder ein Stück auf die Bühne bringen. Unter der Leitung von Lehrerin Carolin Hartmann wurde das ganze Schuljahr über an „Käpten Schisshose“ gearbeitet. Auf Grundlage eines Kindertheaterstückes von Michaela Knospe entstanden durch Improvisationen und großen Ideenreichtum der Schülerinnen und Schüler viele Szenen und neue Figuren. Diese wurden mit großer Spielfreude zum Leben erweckt.

Vor vielen Zuschauern in der Aula der Ohmtalschule gaben die kleinen Schauspielerinnen und Schauspieler alles und konnten das Publikum vollends überzeugen. Ein langer Applaus für alle Darstellerinnen und Darsteller war der Lohn für die vielen Mühen. Ein Fischbrötchen aus Fruchtgummi lag anschließend als kleine Überraschung für alle in der Schatztruhe.

Es spielten: Lilly Boß (Käpten Schisshose), Jens Ruderblatt (Maria Schmidt), Fiete (Baran Tahsin Ilhan), Freche Fanny (Gabriela Hadhit Perez Troncoso), Flotter Fred (Louisa-Elisabet Freiin Schenck zu Schweinsberg), Karl Krönig/ Mampfender Manni (Krzysztof Zimkiewicz), Tante Gitta (Inna Schwarz), Pirat: Stefanie Walter.

Text: Carolin Hartmann


Eintauchen ins Alltagsleben der römischen Oberschicht

Nach zwei Jahren Pause endlich wieder Studienfahrt nach Trier

Nach zwei Jahren Corona-Pause konnte an der Ohmtalschule endlich wieder die traditionelle Studienfahrt ins schöne Trier angeboten werden.

Gemeinsam mit den Lateinlehrkräften Carolin Hartmann und Lukas Eschenbrenner machten sich 29 Schülerinnen und Schüler der Klassen 10G, 9Ga und 9Gb auf den Weg in die älteste Stadt Deutschlands, die vor über 2000 Jahren von den Römern gegründet wurde.

Gleich nach der Ankunft unternahm die Gruppe einen kleinen Bummel zur Porta Nigra, dem Wahrzeichen der Stadt, und besuchte im Anschluss die Erlebnisshow „Die letzte Schlacht um Rom“ in der Pauluskirche. Besonders beeindruckend war für alle die Mischung aus Multimediashow und Live-Schauspiel in einer nicht mehr für Gottesdienste genutzten Kirche.

Nach dem Abendessen blieb für alle noch genügend Zeit, bei herrlichstem Sommerwetter durch die Moselstadt zu schlendern und Eis zu essen.

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Schüleraktivität. Ein nur kurz angedachter Besuch im Rheinischen Landesmuseum dauerte aufgrund der vielen Schülerfragen zur Freude der Lehrkräfte sogar etwas länger als geplant. Die berühmte Gräberstraße, das Stadtmodell und die kunstvollen Mosaike riefen großes Interesse hervor.

Im Anschluss an den Museumsbesuch begaben sich die Schülerinnen und Schüler in Gruppen auf eine Stadtrallye, die sie ins Amphitheater, die Kaiserthermen, die Konstantinbasilika, in den Dom und natürlich auch nochmal an die Porta Nigra führte. Da die Aufgaben für die Gruppen an den einzelnen Stationen unterschiedlich waren, entstanden viele verschiedene Arbeitsergebnisse. Beeindruckt hat die Lehrkräfte die Ernsthaftigkeit, mit der die Jugendlichen sich an den Aufgaben abgearbeitet haben. So sind zum Beispiel sehr kreative Kurzfilme entstanden, in denen einzelne Bauwerke vorgestellt wurden. Auch die Freizeitgestaltung kam nicht zu kurz – die eine oder andere Tüte mit den neuesten Sommertrends dürfte in die Koffer gewandert sein.

Nach dem gemeinsamen Essen traf sich die ganze Gruppe mit den Lehrkräften abends am Moselufer, um bei Knabberzeug, kühlen Getränken und lustigen Gesprächen bis weit nach Sonnenuntergang zusammen zu sitzen.

Vor der Heimfahrt am Mittwoch stand noch eine Erlebnisführung in der römischen Villa Borg in Perl im Saarland an. In der nach archäologischen und historischen Erkenntnissen exakt rekonstruierten Villa sollte das Alltagsleben der römischen Oberschicht illustriert und nahe gebracht werden. Leider gestaltete sich die Führung als recht langatmig und wenig erlebnisorientiert. Sie wurde jedoch von den Schülerinnen und Schülern geduldig ertragen und sorgte dennoch für einen Wissenszuwachs.

Nach einem längeren Stopp bei einer bekannten Fastfood-Kette (Danke an unseren supernetten Busfahrer Wolfgang.) traf die Schülergruppe am späten Nachmittag wieder an der Ohmtalschule ein.

Text: Carolin Hartmann


Crêpes schmecken auch im Sommer

Gäste aus der französischen Partnerstadt Thouaré in Homberg

Das erste Mal seit Bestehen des Jugendaustausches fand der Besuch der Gäste aus der französischen Partnerstadt Thouaré in Homberg im Sommer statt. Die Besucher genossen die sommerlichen Temperaturen und das entsprechende Programm und freuten sich, Homberg einmal unter veränderten Vorzeichen kennenzulernen.

Nach der Ankunft gab es für einige bereits eine Einstimmung auf die Woche mit dem Schlossfest. Der darauf folgende Tag wurde individuell von den Gastfamilien gestaltet. Am Montag standen Projekte in der Ohmtalschule auf dem Programm, ehe Bürgermeisterin Simke Ried zusammen mit dem Ersten Stadtrat Michael Rotter die offizielle Begrüßung im Familienzentrum vornahm. Nachmittags ging es zur Abkühlung ins Homberger Freibad. Der Dienstag stand ganz im Zeichen einer Stadtrallye in Marburg, bei der sich deutsche und französische Jugendliche gemeinsam unterstützten.

Das Museum Schloss Freudenberg in Wiesbaden mit seinem Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne war am Mittwoch das Ziel. Dieser Aufenthalt wie auch der Besuch des Hessenparkes am Donnerstag wurden sehr genossen. Der Hoherodskopf mit seiner Sommerrodelbahn brachte am Freitag nochmal Spaß und Action, ehe am Abend die Verabschiedung anstand.

Die jungen Leute aus Thouaré ließen ihr künstlerisches Talent aufblitzen mit Beiträgen am Klavier, an der Gitarre, mit einem Sketch und einem Liedvortrag, jeweils angekündigt von einem Einradfahrer. Das durch die Gastgeber gut bestückte Buffet, traditionell ergänzt durch Crêpes und Galettes von Busfahrer Dominique, milderte den Abschied etwas ab. Denn am Samstag in aller Frühe wurde bereits wieder die Rückreise angetreten.

Sehr lange müssen die Teilnehmer nicht auf ein Wiedersehen warten, denn der Gegenbesuch in Thouaré findet vom 15. bis 21. Oktober 2022 statt.

Text: Friederike Feyh


Zauberhaft sauberhaft!

Schüler sammeln bei landesweiter Aktion etliche Kilo Müll ein

Homberg ist eigentliche eine sehr saubere Stadt. Diesen Eindruck hatte zumindest die Klasse 7b, als sie jetzt im Rahmen der hessenweiten Aktion „Sauberhafter Schulweg“ auf den Straßen unterhalb der Ohmtalschule (OTS) Müll einsammelte. Hier mal eine Kippe, dort ein bisschen Plastik, und dann mal wieder die – so scheint es – inzwischen offenbar unvermeidliche alte Maske. Gut, dass alle Handschuhe trugen. Die „Ausbeute“ war nach zwei Stunden Müllsammeln überschaubar: Gerade einmal fünf Kilo Unrat sammelten die Siebtklässler, weil mehr einfach nicht zu finden war.

Auch in diesem Jahr beteiligte sich die OTS an der Aktion, bei der Schülerinnen und Schüler in Hessen immer am Dienstag vor den Sommerferien Umweltschutz hautnah erleben: Hunderte Schulklassen sammeln rund um ihre Schulen Abfälle ein. Sie sollen dabei erfahren, dass man ohne viel Aufwand viel für die Umwelt tun kann und schnell zum Vorbild für andere werden kann. Denn die Botschaft „Dinge in die Natur oder auf die Straße zu werfen, geht gar nicht, auch keine Kaugummis, Zigarettenkippen oder Bonbonpapierchen“ kommt ziemlich schnell an. Und vielleicht beherzigen die Schüler dies auch, bevor sie das nächste Mal Abfall einfach so entsorgen. Der „Sauberhafte Schulweg“ feierte in diesem Jahr 20-jähriges Jubiläum, nach Auskunft der Landesregierung beteiligten sich landesweit mehr als 32.000 Kinder und Jugendliche aus 306 Schulen.

An der OTS sammelten alle 5. bis 8. Klassen an drei verschiedenen Tagen in einem Radius von etwa zwei Kilometern rund um die Schule Müll ein. Gut 300 Schülerinnen und Schüler machten sich trotz hochsommerlicher Temperaturen an die Arbeit, im Durchschnitt betrug ihre Sammelmenge fünf Kilo pro Klasse, eine schaffte sogar acht Kilo. Dafür gab es im Anschluss vermutlich nicht nur für die Klasse 7b ein wohlverdientes leckeres Eis.

Bilder: OTS

Text: Silvia Simon


OTS packt an – United for Ukraine

Schüler sammeln Spenden für Kriegsopfer – Firmen unterstützen die Aktion

Seit dem 24. Februar, also seit bereits vier Monaten, findet in der Ukraine ein Krieg statt, der vielen Menschen unendliches Leid zufügt. Mittlerweile gibt es offiziell annähernd 10.000 Tote, von denen viele keine Soldat*innen waren, daneben wurde in zahlreichen Städten die zum (Über-)Leben wichtige Infrastruktur zerstört. Viele Menschen sind ohne Zuhause und ihnen fehlen die einfachsten Dinge zum Leben. Annähernd 16 Millionen Menschen in der Ukraine selbst benötigen nach Angaben der UN humanitäre Hilfe und Schutz. Mehr als fünf Millionen Menschen haben ihr Heimatland auf der Suche nach Schutz verlassen. Mehr als 850.000 Flüchtlinge aus der Ukraine haben sich mittlerweile in Deutschland registriert. Auch die Ohmtalschule (OTS) hat in den vergangenen Wochen mehr als zehn Kinder und Jugendliche aus der Ukraine aufgenommen.

Natürlich wurde das Thema Krieg auch im Unterricht besprochen. In zahlreichen Klassen der Ohmtal- sowie der im selben Gebäude untergebrachten Pestalozzischule informierten sich Schüler über Kriegsgründe und das Kriegsgeschehen und diskutierten, wie man den Menschen in der Ukraine sowie den – nach Deutschland – Geflüchteten helfen kann.

Um die Menschen, die noch in der Ukraine ausharren, in die angrenzenden Länder geflüchtet sind oder aber in ihr Heimatland zurückgegangen sind, zu unterstützen, rief Powi-Lehrer Björn Skrzypek gemeinsam mit seiner Klasse die Sammel-Aktion „OTS packt (an)“ ins Leben.

Schüler aller Jahrgangsstufen kauften fleißig ein oder brachten Vorräte von Zuhause mit, sodass schließlich von allen Klassen insgesamt 29 Kartons (!) mit haltbaren Lebensmitteln wie Knäckebrot, Dosenfisch oder Haferflocken gepackt werden konnten. Diese wurden dann dem Global Aid Network (GAIN) übergeben, einer Organisation, die mehrmals wöchentlich Lebensmittellieferungen in die Ukraine sowie die benachbarten Länder bringt.

Um Menschen, die auf der Flucht nach Deutschland oftmals nur mit dem Allernötigsten hier ankamen, zu helfen, wurde außerdem eine Kleidersammlung durchgeführt, an der sich auch Lehrer und andere Mitarbeiter der OTS, der Grundschule Homberg und der Pestalozzischule beteiligten. Hierbei kamen insgesamt 10 Kartons mit Kleidungsstücken, Schuhen sowie Kinderspielzeug zusammen, die der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung (HEAE) für Flüchtlinge des Landes Hessen in Gießen übergeben wurden, welche oftmals der erste Anlaufpunkt für die Menschen aus der Ukraine (und anderen Ländern) ist.

Neben materiellen Spenden gingen die Überlegungen weitergehend dahin, auch durch finanzielle Mittel zu helfen. Unter dem Slogan „Grillen für den Frieden“ wurden daher von einer Klasse sogenannten „Peace-Würste“ an Schüler und Lehrer verkauft und damit 118,30 Euro eingenommen. Darüber hinaus erbrachte der Verkauf von sogenannten „Soli-Bändchen“ – handgeflochtenen Armbändern in den gelb-blauen Landesfarben der Ukraine – 84,50 Euro. Außerdem versuchten die Schüler, Homberger Betriebe in dieses Projekt einzubinden, gingen los und baten um Spenden.

Im Folgenden eine Übersicht der spendenden Betriebe, bei denen wir uns auf diesem Weg ebenso bedanken möchten wie bei den Spender, die namentlich nicht genannt werden möchten.

Spendenübersicht

Raiffeisen Bau Gartenmarkt Homberg 100 Euro

Vogel Karosserie + Lack 50 Euro

Weber Schreinerei GmbH & Co. KG 50 Euro

Garten und Landschaftsbau Manfred Eder 40 Euro

Autohaus Ohmtal 20 Euro

Schuhhaus Seibert 20 Euro

Frankfurter Hof 20 Euro

Metzgerei Haupt & Danzeisen 20 Euro

Friseursalon Ulrike’s Haarstübchen 10 Euro

Linker Innenausbau 10 Euro

Felsen-Apotheke 10 Euro

Gans Architekten Part mbB 10 Euro

Scholl & Hoffrichter GbR 10 Euro

Flora-Creativ 5 Euro

Sonstige Spender*innen 693,75 Euro

Darüber hinaus spendete die Schülervertretung (SV) der Ohmtalschule 135,45 Euro aus dem Verkauf von Kuchen, der zum Beispiel bei letzten Elternsprechtag angeboten wurde, sodass insgesamt eine Summe von 1.407 Euro gesammelt werden konnte.

Diese beachtliche Summe soll zu je 50 Prozent für die „Nothilfe für geflüchtete Menschen aus der Ukraine“ der UNO-Flüchtlingshilfe sowie für „Medizinische Hilfslieferungen für die Ukraine“ der Action medeor, welche Schmerzmittel und Antibiotika, aber auch Verbandsmaterial, weiteres medizinisches Material und auch Medizintechnik in die Ukraine transportieren, gespendet werden.

Ein besonderes Dankeschön geht an alle Schüler*innen, die sich mit großem Eifer und Engagement beteiligt haben.

Einem Menschen zu helfen mag nicht die ganze Welt verändern,

aber es kann die Welt für diesen einen Menschen verändern.“

(Unbekannt)

Bild (Skrzypek): Schülerinnen der Klasse 10R helfen, die vielen im Klassenraum gestapelten Lebensmittelkartons auf den Weg zu bringen.


Gesamtschule des Vogelsbergkreises

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