Sehr gute Leistung gezeigt

Abgangsschüler erzielen Traumnote Eins in ihren Prüfungen

Viele Wochen intensiver Vorbereitung liegen hinter den Abgangsschülern der Ohmtalschule (OTS). Sowohl die Realschüler der Klasse 10R als auch die Hauptschüler der 9. Klassen haben viel Zeit investiert, um eine Hürde zu nehmen, die wichtiger Bestandteil ihres Abschlusses ist: Die Präsentationsprüfung für die Realschüler und die Projektprüfung für die Hauptschüler. 
Umso schöner, dass schließlich alle bestanden haben und einige Schüler sogar mit sehr gutem Erfolg. Lia Zimmermann erreichte als einzige in allen drei Prüfungsteilen im Bereich Hauptschule die Traumnote „sehr gut“, letzteres gelang ebenfalls den acht Realschülern Maboba Ahmadi, Semih Akbaba, Zlata Dzyhunska, Pascal Göbel, Collin Helm, Addison Herzog, Ruhab Saeed und Jonas Stanzel. 


„Die Prüfungen in diesem Jahr haben wieder einmal gezeigt, wie selbstständig, engagiert und medienkompetent unsere Schülerinnen und Schüler ihre selbst gewählten Themen vorbereiten und präsentieren. Ganz besonders aufgefallen sind die Jugendlichen, die mit hervorragenden Leistungen die Note Eins erreicht haben. Ihre Präsentationen waren fachlich sehr tiefgehend und klar strukturiert. Vor allem durch ihr detailliertes Wissen zum Thema konnten sie die Prüfungskommission sehr beeindrucken“, lobt der stellvertretende Schulleiter Jörg Leifhelm. 

Alle Kandidaten hätten ein sehr großes Fachwissen und eine sehr hohe Medienkompetenz bewiesen und ein souveränes Auftreten vor der Prüfungskommission gezeigt, betont auch Jörn Ludwig, Leiter des Haupt- und Realschulzweiges. „Zudem haben die Klassen- und die betreuenden Fachlehrer die Schülerinnen und Schüler sehr gut bei der Vorbereitung gecoacht. Ein herzliches Dankeschön gilt daher auch den Kolleginnen und Kollegen, die mit ihrer Anleitung und Beratung solch tolle Ergebnisse erst möglich gemacht haben“, so Ludwig.


Wie schon in den Vorjahren waren die Prüfungsthemen der Realschüler häufig privat motiviert. Mal ging es um Krisenerlebnisse oder die Profession der Eltern, mal um Erkrankungen, Kriege/Konflikte oder historische und biologische Themen. Ein breites Spektrum spannte den Bogen von Frauenrechten unter den Taliban und E-Sport über Genetik und Kalter Krieg bis hin zum Bushido-Ethos oder Julius Cäsar. 
Im Bereich Hauptschule lieferte der direkte Bezug zwischen Praktikum und Projektprüfung insgesamt tolle Inhalte und leistungsstarke Prüfungen. 

Unser Bild zeigt die erfolgreichen Prüflinge mit Jörg Leifhelm (rechts) und Jörn Ludwig (links) von der Schulleitung sowie dem Klassenlehrer der 10R, Martin Linke (2. v.l.).

Bild: Stefan Falk

Text: Silvia Simon


Zauberhafte Vorweihnachtszeit in der Bibo

Eine ganz besondere Überraschung erlebten kürzlich Schülerinnen und Schüler der Grundschule in Homberg Ohm: Das Biboteam der Ohmtalschule lud zu einer stimmungsvollen Erzähltheaterlesung (Kamishibai) in die Bibliothek ein. In der gemütlich vorbereiteten Leseecke der Bibo erwarteten die Grundschüler vier Kamishibais, die für leuchtende Augen und Begeisterung sorgten.

Teilgenommen haben die Klassen 2a mit ihrer Klassenlehrerin Frau Javan und die 2b mit ihrer Klassenlehrerin Frau Waap, für die dies eine willkommene Abwechslung vom Schulalltag und eine schöne Einstimmung auf Weihnachten war. Die Schülerinnen und Schüler des Biboteams hatten sich im Vorfeld viel Mühe gegeben und gleich vier verschiedene Kamishibais vorbereitet.

Mit viel Engagement und Kreativität trugen sie „Die kleine Schusselhexe“, „Das kleine Gespenst“, „Das kleine Wir“ und „Als die Raben noch bunt waren“ vor. Dabei beschränkten sie sich nicht nur auf das Vorlesen: Mit verstellten Stimmen, lebendiger Erzählweise und viel schauspielerischem Talent zogen sie ihr junges Publikum schnell in den Bann.

Besonders schön war, dass die Grundschulkinder in die Geschichten einbezogen wurden. Sie durften Fragen stellen, aufstehen, mitmachen und somit aktiv am Kamishibai teilnehmen. Fleißig meldeten sie sich, hörten aufmerksam zu und verfolgten gespannt die liebevoll gestalteten Bilder im Erzähltheater. Die Begeisterung war deutlich spürbar – leuchtende Kinderaugen und fröhliches Lachen erfüllte die Bibliothek.

In der warmen, gemütlichen Atmosphäre der Leseecke entstand eine ruhige und zugleich fröhliche Stimmung, die perfekt zur Vorweihnachtszeit passte. Die Kamishibai-Lesung schenkte allen Beteiligten – Grundschülern, Lehrerinnen und Biboteam – eine besondere Zeit voller Fantasie, Gemeinschaft und Freude.

Vielen Dank an Emma, Aurelia, Emilia, Sophie, Ina, Marie, Johann, Jakob, Maja, Molly, Clara, Bianca, Larissa, Julika und Malte aus dem Biboteam: Ihr habt uns alle verzaubert!

Text und Fotos: S. Loogen-Leifhelm


Schöne Weihnachten!

Feierlichkeiten in der Adventszeit an der Ohmtalschule

In der Adventszeit fanden an der Ohmtalschule (OTS) mehrere schöne und gemeinschaftliche Veranstaltungen statt, die für eine festliche Stimmung sorgten.

Höhepunkt war ein großer gemeinsamer Weihnachtsmarkt von OTS und Pestalozzischule, der in der Pausenhalle, der Aula und auf dem Hof davor veranstaltet wurde.

Dort gab es zu weihnachtlicher Musik an wunderschön dekorierten Ständen viele verschiedene Leckereien, zum Beispiel Waffeln, Plätzchen, Sandwiches, alkoholfreie Cocktails, Kinderpunsch, Kuchen und vieles mehr, sodass niemand hungrig nach Hause gehen musste. Darüber hinaus wurden zahlreiche lustige Spiele angeboten, zum Beispiel Dosenwerfen. Zudem hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, in kleinen Weihnachtskärtchen Grußworte an andere zu schreiben und so Freude zu verschenken, oder aber in der Foto-Box witzige Bilder in witzigen Verkleidungen zu machen. Auch schöne kleine Geschenke wurden verkauft.

Der Erlös des Weihnachtsmarktes war nicht nur für die Klassenkassen bestimmt, sondern ein großer Teil der teils beträchtlichen Einnahmen wurde gespendet. Unterstützt wurden unter anderem krebskranke Kinder sowie Tiere in Not. Damit zeigte die Schulgemeinschaft einmal mehr großen Zusammenhalt und soziales Engagement.

Weitere besondere Programmpunkte waren ein Spiele-Nachmittag mit den Pädagoginnen Nicole Grün und Stefanie Walter und das Adventslesen in der Bibliothek, an dem Schülerinnen und Schüler der Ohmtalschule sowie der Pestalozzischule teilnahmen.

Gemeinsam wurde die Adventszeit gefeiert, indem täglich ein Türchen aus dem „Was ist Was”-Adventskalenderbuch geöffnet wurde. Das Adventslesen fand ab dem 1. Dezember jeden Tag in der zweiten Pause statt. Die Teilnehmenden erwarteten spannende Fakten und eine gemütliche Adventsstimmung, die zum Zuhören und Mitmachen einlud.

„Die Idee dahinter ist, dass Schüler einfach mal durchatmen und zur Ruhe kommen können im hektischen Schulalltag. Natürlich darf jeder, der möchte, auch selbst vorlesen“, erklärte Stefanie Walter. Laut einer Schülerin ist es entspannend zuzuhören oder auch selbst vorzulesen. Wer mochte, konnte sich einen Tee zubereiten. Das gemeinsame Lesen soll im neuen Jahr fortgesetzt werden.

Zum Abschluss des Jahres 2025 gab es am letzten Schultag vor den Ferien noch den traditionellen Austausch der Wichtel-Geschenke in den einzelnen Klassen bei einem gemütlichen Frühstück sowie eine kleine Andacht für die jüngeren Schüler in der Aula zum Thema „Frieden“.

Unter Mitarbeit von Eden Reich und Linus Ruckelshauß (beide Presse AG).

Bilder: Stefan Falk


Große Sache für kleine Leser

Rebecca Schmidt gewinnt Vorlesewettbewerb an der Ohmtalschule

Man könnte sagen, es war wie bei ,,The Voice of Germany”: Anspannung und Nervosität waren groß, als sich die Jury des diesjährigen Vorlesewettbewerbs an der Ohmtalschule (OTS) zur Beratung zurückzog. Wer würde diesmal das Rennen machen? Wer hat sich am besten geschlagen, als es darum ging, einer vollbesetzten Aula vorzulesen? Die Jury tat sich wieder einmal schwer, schließlich hatten alle vier Teilnehmerinnen eine gute Leistung abgeliefert. Da aber nun mal nur eine Siegerin in die nächste Runde geschickt werden kann, hieß es am Ende: Rebecca Schmidt ist eine Runde weiter!

Lehrkraft Silke Loogen-Leifhelm, die den Vorlesewettbewerb mal wieder bestens vorbereitet hatte, erinnerte daran, dass diese Veranstaltung eine „große Sache“ in Deutschland sei. Seit 66 Jahren gebe es den Wettbewerb bereits, er sei einer größten Schülerwettbewerbe überhaupt. „Vielleicht werdet ihr ja heute inspiriert, ein Buch zu kaufen oder auszuleihen, bei den vielen tollen Büchern, die euch gleich vorgestellt werden“, sagte sie.

Dann durften die vier Klassensiegerinnen der vier 6. Klassen auch schon ihren gewählten Text vorlesen: Lea-Sophie Zajac las aus Mel Wallis de Vries‘ „Da waren´s nur noch zwei“), Wiktoria Hadrys aus Mina Teickerts „Ich wollt, ich wär ein Kaktus“, Amelie Senftner aus B.Gröschl/K.-P.Wolfs aus „Die Nordseedetektive“ und Rebecca Schmidt aus Chen Jiatongs „White Fox – Der Ruf des Mondsteins“. Alle vier lasen ihren Text gut mit viel Betonung und mit guter Geschwindigkeit vor.

Die Klassen hatten Plakate dabei, um ihre Klassenkameradinnen anzufeuern und Mut zu machen. Natürlich waren alle Klassen sehr fair und applaudierten für alle Vorleserinnen.

Dann ging es zum Fremdtext, den Silke Loogen-Leifhelm ausgewählt hatte und den die Teilnehmerinnen vorher nicht kannten: Helen Coopers „Das Museum der sprechenden Tiere“. Es gab ein paar schwierige Wörter und manche brauchte noch ein wenig Unterstützung, aber letztlich schlugen sich alle gut trotz Nervosität.

Die Jury, bestehend aus Elisa Kertzscher („Die Buchhandlung” Homberg), Ariana Jende („Gute Seele” der Stadt- und Schulbibliothek), Lehrkraft Katrin Gloth (seit Jahren feste Größe in der Jury), Deutschlehrerin Silvia Simon und Vorjahres-Siegerin Julika Stumpf, bewerteten Lesetechnik, Interpretation, Textstellenauswahl beim eigenen Text und das Vorlesen des Fremdtextes. Sie befanden: Rebecca Schmidt machte das Rennen. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg!

Das Bild zeigt die Teilnehmerinnen des diesjährigen Vorlesewettbewerbes mit der Jury und Organisatorin Silke Loogen-Leifhelm.

Text: Eden Reich

Bild: Linus Ruckelshauß

(beide Presse AG)


Welche Ausbildung ist die richtige?

Vocatium Messe: Schülerinnen und Schüler der Ohmtalschule auf Entdeckungstour

Kürzlich machten sich 26 Schülerinnen und Schüler der Ohmtalschule auf den Weg zur Vocatium Messe, einer Ausbildungs- und Berufsmesse in Gießen. Begleitet von den Lehrkräften Aldona Wasik und Martin Linke erhielten die Jugendlichen wertvolle Einblicke in zahlreiche Berufsfelder und Ausbildungsmöglichkeiten.

Die Vocatium Messe ist eine zentrale Anlaufstelle für junge Menschen, die Orientierung für ihre berufliche Zukunft suchen. In diesem Jahr nahmen zahlreiche namhafte Institutionen und Unternehmen teil, darunter die Bundeswehr, das Deutsche Rote Kreuz (DRK), das Universitätsklinikum Gießen-Marburg, die Justus-Liebig-Universität sowie der Industriekonzern Schunk und viele weitere. Alle diese Aussteller boten den Schülerinnen und Schülern die Chance, sich in persönlichen Gesprächen über berufliche Ausbildungswege zu informieren und Fragen zu stellen.

Die Schülerinnen und Schüler, die bald die 9. bzw. 10. Klasse abschließen, nutzten die Messe, um sich gezielt über die nächsten Schritte ihrer beruflichen Laufbahn zu informieren. Besonders gefragt waren Gespräche über duale Ausbildungsmöglichkeiten, Studiengänge und die Einstiegschancen bei großen Unternehmen. Viele Schülerinnen und Schüler zeigten Interesse an einer Kombination aus Theorie und Praxis, wie sie etwa bei der Bundeswehr oder bei Schunk angeboten wird.

Die Veranstaltung ist somit ein wichtiger Baustein der Berufsorientierung.

Text: Matin Linke & Aldona Wasik

Foto: Aldona Wasik


Jede Menge Ausflüge und Lektionen in Deutsch

Erneut norwegische Schüler zu Gast in Homberg 

Dieses Jahr kamen zum 21. Mal Schüler aus Norwegen an die Ohmtalschule (OTS) zum Austausch und erlebten hier drei ereignisreiche Wochen. 

Die sechs Mädchen und Jungs aus Åfjord wurden nach ihrer Landung am Frankfurter Flughafen mit einem deutschen Picknick am Homberger Schloss empfangen. Sie wohnten bei ihren Austauschpartnern, erlebten mit ihnen spannende Dinge und lernten viel deutsche Kultur kennen. So machten sie unter anderem eine Actionbound Tour durch das „märchenhafte Marburg“ mit anschließendem Tretbootfahren auf der Lahn, einen Tagesausflug in den Kletterwald Gießen, eine Wanderung auf der Schächerbachtour, einen Besuch im Deutschen Filmmuseum und einen Ausflug an die Drachenschlucht in Eisenach inklusive einer Tour durch die Wartburg. 

Die norwegischen Schüler mit ihren Austauschpartnern. Bild: Geisel

Einen Tag vor der Abreise gab es eine Abschlussfeier mit einem norwegischem Buffet und anderen Köstlichkeiten. Außerdem nahmen die norwegischen Jugendlichen von der Schule aus an einem Bakterienprojekt im Forschungszentrum Neu Ulrichstein teil und besuchten Point Alpha, den „heißesten Punkt im Kalten Krieg“. Das Lernen kam natürlich auch nicht zu kurz, denn die Schüler nahmen am Unterricht ihrer Austauschpartner teil und erhielten zudem Deutschunterricht. 

Organisiert wurde der Austausch wie in jedem Jahr von den OTS-Lehrkräften Carolin Hartmann und Jan Brosig sowie auf norwegischer Seite Arnhild Saltbones, die leckere Schokolade für das Kollegium aus den hohen Norden mitbrachte. 

Text: Inna Schwarz (Presse AG)


Aus Äpfeln wird Saft – ein gelungenes Schulprojekt

Apfelkelter-Aktion an der OTS

Die OTS verwandelte sich jetzt für einen Tag in eine kleine Mosterei: 30 Schülerinnen und Schüler der MuKu-Kurse „Natur“ und „Werken“ kelterten gemeinsam mit ihren Lehrern, Martin Linke und Florian Rahn, frischen Apfelsaft. Viele der Äpfel stammten aus den Gärten der Schülerinnen, Schüler und deren Familien.

Das Projekt zeigte den Kindern nicht nur, wie viel Arbeit in jedem Glas Apfelsaft steckt, sondern förderte auch Teamarbeit, handwerkliches Geschick und ein Bewusstsein für nachhaltige, regionale Lebensmittel. Die Schülerinnen und Schüler waren von Anfang an mit großer Motivation dabei und hatten viel Spaß, obwohl die Aktion sehr arbeitsintensiv war.

Die Herstellung von Apfelsaft umfasst mehr Arbeitsschritte, als man zunächst denkt! Zuerst wurden die Äpfel gewaschen und von Schadstellen befreit. Dann entstand aus den Früchten mit der Obstmühle eine Maische, die anschließend in der Obstpresse zu frischem Saft gepresst wurde.

Insgesamt verarbeiteten die Schülerinnen und Schüler etwa 175 Kilogramm Äpfel und gewannen rund 120 Liter Apfelsaft. Der frisch gepresste Saft kam bei der gesamten Schulgemeinde gut an und konnte gegen einen kleinen Unkostenbeitrag probiert werden. Auch die Schülerinnen und Schüler durften einen Teil ihres Saftes mit nach Hause nehmen.

Ein besonderer Dank geht an die Justus-Liebig-Universität, die die Obstmühle und -presse zur Verfügung stellte, sowie an die Stadt Homburg (Ohm) für die Erlaubnis, einen Teil der städtischen Apfelbäume zu nutzen. Ohne diese Unterstützung wäre das Projekt nicht möglich gewesen.

Die Apfelkelter-Aktion war ein voller Erfolg und wird im nächsten Jahr sicher wiederholt. Die Schülerinnen und Schüler werden künftig Apfelsaft mit ganz anderen Augen sehen – und wissen nun, was es bedeutet, wenn es heißt: „Frisch gepresst!“

Text: Martin Linke

Foto: Florian Rahn


14 Betriebe stellen sich vor

Bewerbertag an der Ohmtalschule – Schüler lernen Berufe kennen

Kürzlich fand an der Ohmtalschule (OTS) erneut der „Bewerbertag“ statt, ein vielseitiger und praxisnaher Berufsinfo-Tag, der bei allen Beteiligten auf großes Interesse stieß. Rund 45 Mitarbeiter aus 14 regionalen Betrieben waren vor Ort, um den Schülerinnen und Schülern von OTS und Pestalozzischule verschiedene Ausbildungsberufe vorzustellen und Einblicke in die Arbeitswelt zu ermöglichen.

Die Veranstaltung wurde zunächst durch die Schulleitung eröffnet. Im Anschluss daran hatten die Schüler in drei 45-minütigen Slots Gelegenheit, teilnehmende Betriebe näher kennenzulernen. Dabei standen vor allem Ausbildungsberufe und Karrierewege im Mittelpunkt der Präsentationen.

Was die Veranstaltung besonders machte: Viele Unternehmen hatten Mitmachangebote vorbereitet, die es den Jugendlichen ermöglichten, Berufe „hautnah“ zu erleben. So konnten die Teilnehmenden unter anderem eine elektrische Wasserwaage selbst bauen,

Kunststoffscheiben bearbeiten, einen Kommissionierungsvorgang mit Bestellung, Verpackung und Versand simulieren, mit 3D-Brillen einen Betrieb virtuell besichtigen, Arbeitskleidung anprobieren, eine Ausstellung realer Produktionsteile begutachten, eine Betriebsbesichtigung live vor Ort erleben, einen Einstellungstest ausprobieren oder einen Rettungswagen von innen besichtigen.

Der Tag bot nicht nur spannende Aktivitäten, sondern auch viel Raum für persönlichen Austausch. Die Schüler konnten in Gesprächen mit Ausbildern, Azubis und Fachkräften wertvolle Informationen über Berufsbilder, Ausbildungsinhalte und Karrierechancen sammeln. Den informativen und offenen Austausch empfanden beide Seiten als sehr gewinnbringend.

Zum Abschluss trafen sich die Vertreter von Schule und Betrieben zum gemeinsamen Mittagessen, bei dem in entspannter Atmosphäre über den gelungenen Verlauf des Tages gesprochen wurde.

Folgende Betriebe waren vertreten:

    •    Marburger Tapetenfabrik

    •    Kamax

    •    Nordfrost

    •    Bender

    •    Finanzamt Alsfeld-Lauterbach

    •    Schottener Soziale Dienste

    •    Bundeswehr

    •    Geibel und Hotz

    •    Agentur für Arbeit / Berufsberatung

    •    DRK Rettungsdienst Mittelhessen

    •    MK Versuchsanlagen und Laborbedarf

    •    Balzer

    •    Hürner Luft- und Umwelttechnik

    •    Mitteldeutsche Hartsteinindustrie

Fazit: Der Bewerbertag war ein voller Erfolg – dank der engagierten Beteiligung der Unternehmen, der Neugier und Offenheit der Schülerinnen und Schüler sowie der gelungenen Organisation. Die OTS bedankt sich herzlich bei allen Partnern für ihre Mitwirkung und freut sich bereits auf eine Wiederholung im kommenden Jahr.

Text: S. Simon

Bild: OTS


Gegen Hass und Hetze im Netz

Digital Native“: Polizei informiert Schüler über Gefahren der digitalen Welt

Wie schnell ein Handy zur Waffe werden kann, erlebt Diana Kalbfleisch ständig. Die Kriminalhauptkommissarin arbeitet im Bereich Prävention des Polizeipräsidiums Osthessen und sieht tagtäglich, was Hass, Hetze und pornografische Darstellungen im Internet anrichten können. „Die Fälle sind in den vergangenen Jahren enorm angestiegen“, so Kalbfleisch, als sie jetzt Schülern der Ohmtalschule die drastischen Auswüchse und Folgen dieser Art der Kriminalität deutlich vor Augen führte.

Da werden Siebtklässler von Erwachsenen mit sexuellen Absichten über Online-Spiele angeschrieben, 14-jährige Mädchen unter dem Vorwand, einen gut aussehenden 16-Jährigen zu treffen, nach Frankfurt gelockt und dort sexuell missbraucht, oder aber ein 15-Jähriger über Monate hinweg mit dem Bild seines Penis erpresst, das er naiverweise an eine vermeintlich Gleichaltrige geschickt hat, die die „Bewertung von Genitalien“ im Internet anbietet. 

Immer wieder appellierte die Polizistin, die seit 33 Jahren im Dienst ist, an die Kinder und Jugendlichen in der Aula, nicht zu viel von sich im Netz preiszugeben und Unbekannten nicht zu schreiben oder siegar zu treffen. „Mit euren Daten können andere ganz viel Mist anstellen“, so die Jugendkoordinatorin, die im Rahmen von „Digital Native“ Eltern, Lehrkräfte und Schüler über Gefahren der digitalen Welt aufklärt. Dazu hat sie speziell auf Jugendliche zugeschnittene Videos mitgebracht, die sie während ihres 90-minütigen Vortrags zeigt. Vieles löste bei den Schülern in der OTS-Aula betroffenes Schweigen aus. Einige berichteten sogar, bereits selbst von Unbekannten übers Netz angeschrieben worden zu sein. 

Cybercrooming (gezielte Manipulation Minderjähriger sowie junger Volljähriger übers Internet), Upskirting (heimliche Aufnahmen unter Röcken), Downblousing (heimliche Aufnahmen von Ausschnitten) oder auch heimliche Ton- oder Bildaufnahmen aus dem Klassenraum – jeder sollte sich heutzutage der ständig lauernden Gefahr bewusst sein, betont Diana Kalbfleisch. Seit 2018 seien die Fälle von sexuellem Missbrauch extrem angestiegen, die Hälfte der Fälle sei von Jugendlichen selbst verursacht durch gedankenloses Weiterleiten von Bildern zum Beispiel. Die Zahlen von Kinder- und Jugendpornografie hätten sich im selben Zeitraum sogar verzehnfacht! Die Gründe dafür seien vielfältig: zunehmende Verrohung innerhalb der Gesellschaft, sinkende Hemmschwelle, fehlendes Wissen über Verbote und fehlendes Unrechtsbewusstsein. Ebenso stark gestiegen seien auf der anderen Seite die Zahl pyschischer Erkrankungen und damit einhergehende Klinikaufenthalte und Suizide, so Kalbfleisch. Wer selbst betroffen sei, und beispielsweise ein anstößiges Foto zugeschickt bekomme, solle sich umgehend mit der Polizei in Verbindung setzen, gerne auch anonym. Das Foto zu löschen reiche nicht aus und keinesfalls dürfe es weitergeleitet werden, auch nicht an Eltern oder Lehrer zum Beispiel, so Kalbfleisch. Handys von Minderjährigen gehörten rechtlich gesehen den Eltern und wenn solche Bilder erst einmal auf den Servern gelandet seien, seien diese innerhalb weniger Tage bei Polizei und BKA. Dann werde gegen die gesamte Familie ermittelt und die Polizei durchsuche die gesamte Wohnung und nehme ALLE internetfähigen Geräte mit, auch Dienstrechner von Eltern zum Beispiel. „Wenn diese etwa ein Jahr später an die Besitzer zurückgegeben werden, sind sie auf Werkseinstellungen zurückgesetzt und alle Daten, auch die schönen Urlaubsbilder, sind weg“, erklärte die Kommissarin. 

Kontakt: praevention.ppoh@polizei.hessen.de. Telefon 0661/105-2043

Text und Bild: S. Simon


Gesamtschule des Vogelsbergkreises