50.000 fleißige Mitarbeiterinnen an der OTS

Imker AG wird Schulfirma: „Honig-Dealer“ können sich vor Nachfrage kaum retten

An der Ohmtalschule wird ab sofort „gedealt“. Ganz legal selbstverständlich, und mit einem äußerst gesunden und schmackhaftem Stoff: Honig. Seit 2018 eine Imker AG an der OTS ins Leben gerufen wurde, findet das leckere „Stöffche“ reißenden Absatz. Mehrere Völker arbeiteten in den vergangenen Jahren bienenfleißig auf den schuleigenen Blühwiesen, die von Frühjahr bis Herbst eine wahre Augenweide sind. Nun beschlossen die Teilnehmer der Imker AG, eine Schulfirma namens „Die OTS-Honig-Dealer“ zu gründen.

Hannah Schrader vom OTS-Presseteam sprach mit der Initiatorin des Projektes, Biologielehrerin Vanessa Franz.

War von Anfang an geplant, dass die Imker AG zur Schulfirma wird?

Vanessa Franz: „Nein, von Anfang an war das nicht geplant. Wir haben ausprobiert, ob es sich gut anbieten würde und das hat es.“

Wer kam auf die Idee, eine Schülerfirma aus der Imker AG zu machen? Sie oder die Schüler?

Vanessa Franz: „Na ja, die Schüler haben so ein wenig rumgeblödelt und dann kam auf einmal der Vorschlag ,Wir könnten den Honig ja auch im Internet verkaufen’. Im Endeffekt war das dann eben eine Gemeinschaftsentscheidung und die Schulfirma kam dabei heraus. Wir sind nun keine AG mehr, sondern eine GbR mit zwei Schülern als Geschäftsführern.“

Wussten Sie, wie all das funktioniert? Das Konzept zum Beispiel…?

Vanessa Franz: „Wir hatten Hilfe von Frau Dören aus dem Ausbildungs-Zentrum für Natur- und Umweltbildung im Vogelsbergkreis (AZN Kirtorf). Sie kam vorbei und hat mit uns die Frage geklärt, was denn eine nachhaltige Schulfirma ausmacht und hat auch Tipps gegeben, die wir natürlich gerne angenommen haben. Es wurde alles geprüft und dann haben wir das Ok erhalten.“

Wie läuft das Geschäft?

Vanessa Franz: „Sehr gut! In diesem Jahr haben wir knapp 30 Kilo von einem Volk verkauft. Wir waren komplett ausverkauft! Die Nachfrage ist mindestens dreimal so hoch. Ein großes Glas kostet 5 Euro, ein kleines 2,50 Euro. Dazu kommt noch 1 Euro Glaspfand.“

Man spricht ja eigentlich nicht über Geld, aber: Wird der Gewinn auf die Schüler aufgeteilt oder machen sie das „ehrenamtlich“? Bekommt die Schule das Geld?

Vanessa Franz: „Der Gewinn wird in neue Anschaffungen, wie zum Beispiel eine manuelle Schleuder, investiert. Also einfach erst einmal in die Sachen, die nötig sind und die die Arbeit erleichtern.“

Wie viele Bienen haben die „OTS-Honig-Dealer“ ungefähr?

Vanessa Franz: „Wir haben ein großes und ein kleines Volk. In einem großen Volk sind immer rund 30.000 und in einem kleinen circa 20.000 Bienen. Insgesamt haben wir also ungefähr 50.000.“

Wie ist das Gruppenklima in der Firma? Ist alles gut oder gibt es manchmal auch persönliche Probleme?

Vanessa Franz: „Also in der Firma sind zwölf Schüler von der sechsten bis zur zehnten Klasse und die verstehen sich zum Glück sehr gut!“

Wie oft trefft ihr euch, um die Firma aufrechtzuerhalten?

Vanessa Franz: „Momentan treffen wir uns noch einmal die Woche. Also wie bei anderen AGs auch. In der Hauptsaison (Mai) werden wir uns allerdings vermutlich öfter treffen müssen.“

Wissen Sie, ob die Schule auch noch andere Firmen gründen würde? Wie zum Beispiel eine Firma, die Gemüse verkaufen würde?

Vanessa Franz: „Die Schulleitung überlegt noch, ob man eventuell eine Kooperation mit dem Schulgarten starten könnte. Dann müsste man natürlich auch schauen, wie sich das verkauft. Sicher ist aber noch nichts. Außerdem muss man dann natürlich auch schauen, wie es nächstes Jahr mit Corona aussieht.“

Wie läuft das eigentlich mit der Werbung? Macht ihr schon welche und wenn nicht, ist es geplant?

Vanessa Franz: „Im Winter wird die diesjährige Ernte verkauft, wodurch man ja zwangsweise auch auf unsere Firma aufmerksam wird. Später ist dann eventuell noch geplant, dass wir auf der Homepage Werbung machen.“

Text: Hannah Schrader (OTS Presseteam)

Bilder: privat

Das Gruppenbild zeigt die “Honig-Dealer” mit den Biologielehrerinnen Vanessa Franz (3.v.r.) und Sabine Bachorz (ganz rechts).


MASKENPFLICHT AN DER OTS

Die hessische Ampel zeigt ROT (Inzidenz > 50)

Steigende Fallzahlen auch im Umfeld der Schule und ein 7-Tage-Inzidenzwert von mehr als 50 im Vogelsbergkreis veranlassen uns, die allgemeine Maskenpflicht auszusprechen. Mund-Nase-Schutz muss nun grundsätzlich auf dem Schulgelände, im Schulgebäude und während des Unterrichts getragen werden.

Die einzige Ausnahme bildet der Sportunterricht. Masken müssen dort nicht getragen werden, jedoch wird auf Übungen verzichtet, bei denen Kontakte entstehen.

Wir sind bemüht, schulischerseits alles Mögliche zu tun, um einen erneuten Lockdown zu verhindern. Die Selbstdisziplin der Schülerinnen und Schüler, der Lehrkräfte und Bediensteten ist sehr hoch. Die Hygieneregeln werden in der Schulzeit sehr gut eingehalten. Wir appellieren aber an alle, dies auch außerhalb der Schule zu tun. Nur so können wir uns und andere schützen.


Bibliothek online

Die gemeinsame Stadt- und Schulbibliothek ist nun auch online unter der Internetadresse https://0010.hebib.de erreichbar.

Auch als nicht-registrierter Nutzer kann man den aktuellen Bestand von Büchern, DVD’s, Zeitschriften, Spielen, Audio’s und Hörbüchern erfragen. Darüber hinaus bietet die Internetseite die Möglichkeit zum Stöbern – auch neu eingetroffene Titel lassen sich anzeigen.

Nur registrierte Benutzer*innen können sich einloggen und z.B. die Ausleihzeit verlängern. Sprechen Sie dazu Frau Jende beim nächsten Besuch der Bibliothek an, sie teilt Ihnen die Lesernummer und das Kennwort mit.


Informationen zum Schuljahresbeginn

Die Schule beginnt wieder am Montag, dem 17. August 2020:

• Klassen 6 und 7: Unterricht von 7.55 – 12.20 Uhr

• Klassen 8 bis 10: Unterricht von 8.40 – 13.05 Uhr

Unterricht am Dienstag, dem 18. August 2020:

• Klassen 6 bis 10: 7.55 – 12.20 Uhr

Einschulung der “neuen” 5. Klassen am Dienstag, dem 18. August 2020:

14 Uhr, Begrüßung in der Ohmtalschule, “Roter Platz”

14.30 – 16.00 Uhr, Klassenlehrerunterricht in den Klassenräumen

16 Uhr, Abholung durch die Eltern

Hygienehinweise

  • Alle Schülerinnen und Schüler müssen verpflichtend eine ausreichende Anzahl von Mund-Nase-Schutz- Masken und ein Handtuch mitbringen und in den Bussen sowie im Schulgebäude auf den Wegen und auf der Toilette tragen. In den Klassen kann dieser abgenommen werden.
  • Der offene Anfang für die Klassen 5 -7 gilt weiterhin ab 7.30 Uhr.
  • Die Klassen 8 -10 können das Schulgebäude ab 7.45 Uhr betreten.
  • Die Pausen finden im Regelfall im Außenbereich statt; angemessene Kleidung ist mitzubringen.
  • Alle weiteren Hygieneregelungen werden den Schüler/innen am kommenden Montag mitgeteilt.

Die Schulleitung wünscht allen Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, Eltern und Bediensteten einen guten Start ins neue Schuljahr! Bleiben Sie gesund!


Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

Zwei „Urgesteine“ verlassen die OTS: Herbert Kress und Karl-Heinz Biere in Ruhestand verabschiedet

Zwei „Urgesteine“ im positivsten Sinne des Wortes verlassen die Ohmtalschule (OTS): Die Lehrer Herbert Kress und Karl-Heinz Biere wurden mit Beginn der Sommerferien in den Ruhestand verabschiedet. Ein Abschied, der allen schwer fällt. Den künftigen Pensionären, Schulleitung und Kollegen, Schülern und Eltern. Entsprechend emotional fiel die Verabschiedung aus, trotz Corona-Abstand, der auch die Ohmtalschule nach wie vor beherrscht.

„Es ist schwer vorstellbar, wie das alles hier weitergehen soll ohne euch“, sagte Schulleiter Carsten Röhrscheid und erinnerte an die vielen Stationen der beiden „Abgänger“, die das Schulleben stark geprägt haben.

„Es war mir eine Ehre, hier zu arbeiten“, sagte Herbert Kress, der in den vergangenen 35 Jahren in Homberg ganze Generationen von Schülern durch ihre Schulzeit an der OTS begleitet und stets ein offenes Ohr für sie hatte. Er übernahm zunächst die Aufgaben der Leitung des Realschulzweiges und später bis zu seiner Pensionierung die Leitung der Förderstufe. Über einen langen Zeitraum war er zudem für die pädagogische Organisation verantwortlich, betreute die studentischen Praktikanten und war langjähriger Personalratsvorsitzender, als solcher vertrat er Schule und Kollegen auch in schweren Zeiten. Die Liste der Aufgaben von Herbert Kress ist lang. An oberster Stelle jedoch – denn damit verbinden ihn die meisten – steht die Musik. Kress hat sich über die Grenzen der OTS hinaus den Ruf eines begnadeten und passionierten Allround-Musikers erworben, der auf vielen Schulveranstaltungen begeisterte. Er inszenierte zweimal ein großes „Tabaluga“-Musical in Homberg. Auf zahlreichen Zeugnisverleihungen und Schulfesten „haute“ er am Flügel in die Tasten, obgleich er zu seiner eigenen Verabschiedung ein eher leiseres Stück von Brahms spielte. Stellvertretend für Generationen von Schülern, denen Kress nicht nur Deutsch, sondern auch das Einmaleins der Musik, des Rhythmus’ und des Gesangs beibrachte, sangen der Lehrerchor und der Mädchenchor „Die Töffels“, um dem langjährigen Mentor als Überraschung einen musikalischen Gruß mit auf den Weg zu geben. Und ein ehemaliger Referendar, der längst als Musiklehrer an einer anderen Schule arbeitet, sang und spielte „Let it be“ am Flügel.

Auch Karl-Heinz Biere blickt auf ein bewegtes Schulleben zurück. Jahrezehntelang unterrichtete er Schüler in Mathematik und Sport, engagierte sich im Personalrat und als Fachbereitsleiter Mathematik. Unzählige Abschlussklassen tragen seinen Namen auf ihren Abschlusspullis, zumal dieser stets eine Steilvorlage war für selbstironische feucht-fröhliche Anspielungen à la Klasse 10 G: 29 Flaschen und ein Bier(e)“. Und unzählige Schüler dürften sich noch an den Muskelkater erinnern, der auf anstrengende Radtouren mit dem passionierten Tischtennisspieler folgte.

„Es war eine schöne Zeit“, bilanzierte Biere, für den sich an seinem letzten Schultag ein Kreis schloss: Kurioserweise verbrachte er seine allererste und auch seine letzte Schulstunde an der OTS in einer 5. Gymnasialklasse und das auch noch im exakt selben Raum. „Ich hoffe, ich gehe jetzt wirklich in Rente“, scherzte er, „denn der Rentenbescheid fehlt immer noch.“

Es war kein Abschied für immer, dass machten beide Ruheständler deutlich: „Nach Corona“ soll es noch ein Grillfest für die Kollegen geben. „Ein Abschied, wo man sich auch mal drücken kann,“, so Biere.

„Ich wünsche euch allen, dass viele positive Erinnerungen an die Schule zurückbleiben, wie ich sie habe“, sagte Herbert Kress und schloss mit dem berühmten Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse.

Hermann Hesse: „Stufen“ (Auszug)

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Text: Simon

Foto (Falk): Die künftigen Pensionäre Herbert Kress und Karl-Heinz Biere mit Schulleiter Carsten Röhrscheid (von links).


Als kolumbianische Gastschülerin in Zeiten von Corona

Antonia in Homberg, 8. Februar bis 27. Juni 2020

Ich bin Antonia Gonzalez Pinzon, bin 15 Jahre alt und komme aus Bogotà, Kolumbien. Ich war in Deutschland seit Februar, weil ich einen 5 monatigen Schüleraustausch machen wollte.

In Kolumbien sprechen wir Spanisch, aber ich gehe in eine deutsche Schule und dort lerne ich Deutsch schon seit 11 Jahren. Ich wohne mitten in Bogotà, der Hauptstadt von Kolumbien, und dort leben 7,4 Mio Einwohner. Deshalb war mein Leben in den letzten 5 Monaten sehr viel anders, als ich es von zuhause her gewohnt war.

Meine Gastgeber, die Familie Zieger, lebt in Appenrod, einem Stadtteil von Homberg, dort wohnen rund 200 Menschen. Die älteste Tochter Lina war meine “Gastschwester”, mit ihr zusammen besuchte ich die Ohmtalschule in Homberg. Das heißt alles war ganz anders, als ich es von Bogotà her kenne. Alles war hier sehr leise, es gab kein Verkehrschaos, die Luft war besser, man hörte und sah viele Tiere, man war mitten in der Natur und die Leute kannten sich alle untereinander.

Ich bin hier in Deutschland Anfang Februar angekommen, als noch niemand so wirklich an Corona und seine Folgen gedacht hatte. Mitte März wurde es auf einen Schlag komplett anders.  Durch den “Lock down” durfte ich nicht mehr in die Schule gehen und das Leben beschränkte sich nur noch auf die Gastfamilie.

Aber aus der Not machten wir alle gemeinsam eine Tugend: Wir wanderten fast täglich, es wurde viel gebacken, getöpfert und gemalt. Bei schönem Wetter machten wir mit den Pferden und dem Hund Ausflüge in die Umgebung, fuhren Fahrrad oder sprangen auf dem Trampolin. Meine Familie zuhause in Kolumbien beneidete mich in dieser Zeit sogar, weil wir hier auf dem Lande sehr viel mehr Freiheiten genießen konnten, als sie in der Großstadt, wo sie nur zum Einkaufen vor die Tür gehen durften. Auch in Sachen Sicherheit fühlte ich mich sehr gut aufgehoben. In Bogotà gehen Kinder niemals alleine aus der Wohnung.

Der Austausch war auch wegen Corona bedingt mit der Gastfamilie sehr intensiv. Wir kochten viel gemeinsam, auch einige kolumbianische  traditionelle Gerichte wie “Arepas” (eine Art Maismehlpfannkuchen) oder “Tortilla de huevo con arroz “(Reistortilla mit Ei). Bei der deutschen Küche hatten mir am besten Kartoffel- oder Linsensalat, Schnitzel,  oder Lauchkäsesuppe gefallen. Ihr Deutschen esst deutlich mehr Wurst und Kartoffeln als wir  Kolumbianer.

Weitere Unterschiede waren mir noch bezüglich der Mülltrennung, der Ordnungsliebe und dem Organisationsbestreben der Deutschen aufgefallen.

Auch habe ich den Übergang der Jahreszeiten sehr genossen. Bei uns in Bogotà gibt es diese nicht, bei uns herrscht immer das gleiche Klima, in Deutschland sah ich im Februar das erste Mal in meinem Leben Schnee und erlebte erstmalig den Frühling und den Übergang in den Sommer.

Mir hat meine Zeit in Deutschland sehr gut (“muy bien!”) gefallen, obwohl wir durch Corona nicht reisen durften, wie wir das vorher geplant hatten. Ich liebe Deutschland, eure Kultur, euer Essen und eure Natur. Ich habe vor, auf jeden Fall wiederzukommen.       Saludos, muchos gracias!              Antonia Gonzàlez Pinzòn


Die Katze auf der Tastatur

OTS ruft zu Wettbewerb „Wir bleiben zu Hause“ auf – Schüler präsentieren originelle Beiträge – Förderverein spendet Preise

Äußerst unterhaltsame und interessante Einblicke in ihr Privatleben in Zeiten von Corona haben Schüler der Ohmtalschule (OTS) nun gewährt. Da wird für Bewohner des Seniorenheims Goldborn gebastelt und gemalt, es werden anspruchsvolle Gedichte verfasst, lustige Experimente gemacht oder Videos gedreht, wie die „Postbotin“ per Bobbycar und mit viel Abstand ein Paket zustellt. Alles sehr gelungen, alles sehr originell.


Die OTS-Schüler waren aufgerufen, im Rahmen des Schulwettbewerbs „Wir bleiben zu Hause“ witzige Situationen oder den Alltag zuhause darzustellen oder darüber zu berichten, wie sie die Zeit im Moment verbringen. Wichtig war, dass der Beitrag Mut macht in dieser sehr ungewöhnlichen Situation und humorvoll ist. „Seit Wochen hat sich unser Schulleben sehr gewandelt. Dem Coronavirus ,verdanken’ wir es, dass wir jetzt zu Hause arbeiten dürfen. Diese besondere Situation hat uns veranlasst, einen kleinen Wettbewerb zum Thema auszuschreiben“, erklärt Schulleiter Carsten Röhrscheid.


Die Kriterien Mutmachen und Witzigsein hat das Video des Gewinners Lucas Gröb aus der Klasse 5b voll und ganz erfüllt. Man sieht Lucas, wie er backt und kocht, Hausaufgaben macht trotz Katze auf dem Schoß und auf der Tastatur, seinem Vater beim Renovieren hilft, mit seiner Schwester „Motorrad“ fährt, Gemüse anbaut oder technische Experimente macht. Stubenkoller wegen Corona? Nicht bei Lucas. Dem Video nach zu urteilen ist Lucas während der vergangenen Wochen keine Sekunde lang langweilig gewesen.
„Meine Mutter hat sich einen Plan gemacht, was wir in der Coronazeit machen könnten als Familie, damit uns nicht langweilig wird“, erklärt der Fünftklässler. „Dann kam das mit dem Wettbewerb und da ich nicht singen kann und mir auch kein Gedicht eingefallen ist, habe ich gedacht, wir könnten ein Video machen über das, machen was wir gemacht haben. Wir haben eine App gefunden, die das automatisch zusammenschneidet als Film. Das mit den Gummibären hat mir am besten gefallen und geschmeckt“, sagt Lucas.

Förderverein spendet Gutscheine im Wert von 220 €

Weil auch die anderen Wettbewerbsbeiträge so toll waren, hat sich die Jury – bestehend aus Lehrern und Schulleitung der OTS – entschlossen, neben dem ersten nur noch zweite Preise zu vergeben. Diese erhalten: Julian Geretzky (10R), Sarah Wiegand (8G) und Jasmin Hamid (7Gb), Sophie Firnys (5a) und Emily Firnys (8), Amelie Zoe Leng (6Gb), Tom Honig (6a), Johannes Giersfeld (6b), Jonah Knerr (5b).
Der Erstplatzierte Lucas Gröb erhält „Ohmtaler“ – den regionalen Einkaufsgutschein des Homberger Gewerbevereins, der in vielen Geschäften eingelöst werden kann – im Wert von 40 Euro. Alle anderen erhalten „Ohmtaler“ im Wert von 20 Euro. Herzlichen Glückwunsch!

Text: Silvia Simon Bild: Lucas Gröb


Einkaufen in CORONA-ZEITEN

Ein Beitrag von Alina Köhler (9G) zum Leben in schwierigen Zeiten.

Der Parkplatz scheint förmlich vor Autos überzuquellen. Einen zu finden, wird für uns zu einer Herkulesaufgabe, aber schließlich entdecke ich nach vier Rundfahrten, in denen wir nach jeder Runde noch genervter und angespannter wurden, ganz hinten in einer Ecke noch ein Plätzchen, das wir (zu unserem Glück) ergattern können. Nachdem ich mein Ticket in den Supermarkt in Form meines Einkaufswagens gelöst habe, gehe ich hinein und sofort steigt mir der beißende Geruch von Desinfektionsmittel in die Nase. Mit daraufhin gerümpfter Nase blicke ich mich erst einmal um. Überall diese Schilder, die auf den erforderlichen Mindestabstand von 2 Metern hinweisen, überall die Schlangen, welche die Gänge einzunehmen scheinen, überall diese Distanz zwischen den Menschen. Alles ist irgendwie überwältigend und ich bin langsam verwirrt, wo ich wann was machen darf.

Langsam taste ich mich in dem Menschengewirr voran und mir wird zunehmend unwohl zumute. Jedes Mal, wenn mir jemand entgegenkommt, denke ich, dass die beiden breiten Einkaufswagen unmöglich in dem engen, langen Gang aneinander vorbeikommen können, ohne die Regale im wahrsten Sinne des Wortes abzuräumen. Das Einkaufen im Supermarkt gestaltet sich mehr und mehr zu einem nicht mehr zu enden scheinenden Parcours. Ich fühle mich eingeengt, alles wird mir zu viel, die Luft scheint plötzlich beißend zu sein… Ich atme einmal tief ein und aus, beruhige mich wieder und gehe langsam wie ferngesteuert auf das Regal zu, das eigentlich mit Klopapier und Küchenrolle gefüllt sein sollte.  Apropos abgeräumt … Natürlich streckt sich mir stattdessen eine gähnende Leere entgegen. „Im Anfang (in unserem Fall der Pandemie) war alles wüst und leer“ trifft hier den Nagel wirklich auf den Kopf. Nur hoffentlich ist das bald nicht mehr der Fall. Man starrt förmlich Löcher in das kahl und kühl wirkende weiße Regal, statt Klopapier kaufen zu können, was in Deutschland momentan zum neuen Salz wird. Wir befinden uns schließlich in Zeiten von Corona, in denen schon Witze über die Hamsterkäufe der Deutschen (besonders über den Klopapierkonsum) gemacht werden!

Nervös und irgendwie auch ein bisschen wütend schlängele ich mich weiter durch die engen Durchgänge und mein Blick bleibt an der riesigen Eisauswahl hängen. Zwischen den vielen verschiedenen leckeren Sorten fällt es mir schwer zu entscheiden … Während ich überlege, welches Eis wohl sowohl meiner kleinen Schwester als auch mir schmecken könnte, kommt eine Frau heran. Sie ruft jubelnd auf: „Endlich! Da freut sich die Kleine endlich mal wieder!“, als sie ihre so sehr ersehnte Beute ergreift. In diesem Moment ist es, als ob ein Glücksgefühl mich von innen heraus aufwärmen würde und ich freue mich sehr mit der Frau und ihrem Kind über diese eigentlich für uns so selbstverständliche Sache, sodass ich anfange zu lächeln. Es lässt mich aber auch nachdenklich werden und ich realisiere zum ersten Mal aktiv, wie diese globale Pandemie unser ganzes Leben auf den Kopf stellt. Aber es lässt uns gleichzeitig auch viel dankbarer werden für jene Dinge, die wir für „normal“ halten, wie z. B. den Genuss des Lieblingseises. Corona, was auf Spanisch „Krone“ heißt, lässt uns auch unsere eigenen Kronen absetzen, um anderen Menschen in Not zu helfen, und öffnet so unsere Herzen. Als ich schließlich durch eine Markierung, die knallrot wie … ja, wie ein Gummiboot (Er hat ein knallrotes Gummiboot…;-) natürlich habe ich jetzt wieder diesen Ohrwurm …) aufleuchtet, darauf aufmerksam gemacht werde, dass ich dort stehen bleiben muss, um den Sicherheitsabstand auch an der überfüllten Kasse einzuhalten, werde ich von den geöffneten Herzen abgelenkt.

Durch das kräftige Rot, das für mich wie ein großes unüberwindbares Stoppschild für Träumereien über das, was besser wird, wirkt, fühle ich mich, als ob ich gegen gerade dieses Schild gelaufen wäre und so auf schmerzhafte Art und Weise wieder mit der Realität mit dem vielen Schlechten, was zurzeit passiert, konfrontiert werden würde. Die Schlangen scheinen, gerade durch die Abstände zwischen den einzelnen Käufern, unendlich, wie in die Länge gezogen zu sein. Ungeduldig werdend tippe ich mit dem Fuß auf und ab. Endlich bin an der Reihe und bezahle meine unter großen körperlichen und vor allem seelischen Anstrengungen erworbenen Lebensmittel. Ich werde förmlich mit dem Menschenstrom hinausgedrängt und bin erleichtert, als die strahlende Sonne mir als kleiner Lichtblick in dieser doch sehr düsteren Zeit ins Gesicht scheint. Frische Luft weht mir dabei entgegen und nach diesem anstrengenden Einkauf kann ich im wahrsten Sinne des Wortes wieder aufatmen.


OTS hilft in Corona-Zeiten

3D-Drucker druckt Bauteil für Gesichtsvisiere – Interessenten bitte melden

Seit Corona ist alles anders. Die Ohmtalschule (OTS) engagiert sich auf außergewöhnliche Weise für den Schutz von Bediensteten im Gesundheitswesen. Seit zwei Wochen druckt der 3D-Drucker der OTS unermüdlich ein Bauteil für Gesichtsvisiere, die vor Coronainfektion schützen sollen. Bisher konnten über 50 Visiere, darunter auch an vier Ärzte und Ärztinnen aus der Region, verteilt werden.

Gießener Gesundheitsinstitutionen wie Krankenhäuser, Pflegedienste und Arztpraxen haben ja bekanntlich zurzeit einen sehr großen Bedarf an Gesichtsvisieren. Die Zukunftswerkstatt Magie-Makerspace in Gießen hatte sich in einem Rundschreiben auch an die Ohmtalschule gewandt und um Soforthilfe gebeten. Der Förderverein der Ohmtalschule hat kurzerhand eine Spendenaktion organisiert und konnte bislang über 500 Euro Spenden sammeln.

„Damit kann der Materialbedarf und der Ersatz von Verschleißteilen am Drucker finanziert werden“, teilt Peter Drößler, Mitglied der Schulleitung und des Fördervereins, mit. Ein Unternehmen übernimmt nun die Produktion der Visiere.

Trotzdem möchte die Ohmtalschule auch weiterhin diese Teile drucken und die Gesichtsvisiere den regionalen Pflegediensten und Arztpraxen aus dem Raum Homberg, Gemünden und Kirtorf zur Verfügung stellen.

Sie können per Mail an gesichtsvisiere@schule-homberg.de Kontakt mit der Schule aufnehmen.

Die Gesamtschule ist dank des Fördervereins seit 2018 im Besitz eines 3D-Druckers, mit dem Schülerinnen und Schüler im normalen Schulunterricht des 10. Jahrgangs eigentlich selbst konstruierte Modelle wie Kickerfiguren, Autos oder Schachfiguren ausdrucken.

Fotos: Drößler


NOTBETREUUNG AN DER OTS

Aktualisiert am 04. Mai um 15:30Uhr

+++Der Schulleiter informiert über Not-Betreuung +++

Der Besuch der Ohmtalschule ist nur noch für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 erlaubt, wenn ein Erziehungsberechtigter in sogenannten kritischen Infrastrukturen tätig ist oder alleinerziehend und berufstätig ist.

Lesen Sie auch weiter unter:

https://kultusministerium.hessen.de/schulsystem/umgang-mit-corona-schulen/fuer-eltern/haeufig-gestellte-fragen#Gilt%20die%20Notbetreuung%20auch%20in%20den%20Osterferien?

Sollten Sie in einem der genannten Berufe tätig oder alleinerziehend sein und benötigen eine Betreuung, so nehmen Sie bitte rechtzeitig Kontakt mit uns auf und senden uns die entsprechenden Formulare ausgefüllt zu. Ist der Bedarf für Sie planbar, so kontaktieren Sie uns möglichst 2 Tage vorher:

per Email:

notfallbetreuung@schule-homberg.de

oder sprechen Sie zu jeder Tageszeit auf den eigens dafür eingerichteten Anrufbeantworter der Ohmtalschule :

06633-911 0 815

oder wenden Sie sich im Notfall, falls keine Verbindung mit der Ohmtalschule zustande kommt, an die “Notrufnummer” des Schulamtes Gi/VB (täglich von 8 – 18 Uhr):

0151 – 282 886 82

Die Dokumente im Download:

Bestaetigung Fuer Erziehungsberechtigte In Berechtigten-berufen240428
Bestaetigung Fuer Erziehungsberechtigte In Berechtigten-berufen240428
bestaetigung_fuer_erziehungsberechtigte_in_berechtigten-berufen240428.pdf
276.9 KB
95 Downloads
Details

Der Schulleiter, Homberg (Ohm), den 04.05.2020


Gesamtschule des Vogelsbergkreises

Login

Lost your password?