Hellwach auch in dunklen Zeiten

Projekttage gegen Ausgrenzung – Zeitzeuge „Sonny“ appelliert an OTS-Schüler

Ausgrenzung, Rassismus, Radikalisierung – noch immer sind diese Themen überall im Alltag präsent, auch im Leben vieler Jugendlicher. Leider. Doch was kann man dagegen tun? Wie kann man Schüler dafür sensibilisieren, diesen Dingen entschieden entgegenzutreten? Nicht wegzusehen oder wegzuhören, wenn Menschen in ihrem Umfeld diskriminiert werden?

Diese Fragen stellten sich OTS-Powi-Lehrer Phillip Künz und „Respekt Coach“ Sophia Löwe und organisierten ein ganz besonderes Zeitzeugengespräch. Niemand anderes als der bekannte, über 90-jährige Helmut „Sonny“ Sonneberg aus Frankfurt/Main, Überlebender des Konzentrationslagers Theresienstadt, sollte den Homberger Schülern von seinen schrecklichen Kindheitserinnerungen berichten, als er als „Juddebub“ unter den Nazis aufs Schlimmste angefeindet und fast ermordet worden wäre.

Sonny während des Videodrehs mit OTS-Schülern in Frankfurt. Bild: Hauer

Sonny, eingefleischter Fan der Frankfurter Eintracht und inzwischen dank mehrerer TV-Auftritte weit über die Grenzen der Mainmetropole bekannt, hatte bereits im Mai dem Homberger Lehrerkollegium gut zwei Stunden lang im Frankfurter Stadion Rede und Antwort gestanden. In breitestem Frankfurter Dialekt, ohne Punkt und Komma, ohne Blatt vor dem Mund, wie eine Naturgewalt, alle Zuhörer sofort in seinen Bann ziehend. Klare Kante zeigen, immer und überall, lautet seine Devise. Und die macht er sehr deutlich. Er sei sein ganzes Leben lang Pazifist gewesen, aber wenn heute einer käme und den Holocaust leugne, dann „haue ich dem aufs Maul“. Er hat sie gesehen, die ausgemergelten Körper und übereinandergestapelten Leichen, damals, als er aus dem KZ kam und als Jugendlicher gerade noch 27 Kilogramm wog.

Die Ohmtalschüler und ihre Begleiter im Stadion der Frankfurter Eintracht.

All das und noch viel mehr wollte Sonny den Ohmtalschülern berichten – doch seine Gesundheit lässt derart anstrengende Reisen leider nicht zu. Also fuhren zwei Dutzend OTS-Schüler mit Aufnahmetechnik kürzlich an den Main und drehten ein gut 40-minütiges Video, in dem die Schüler dem Zeitzeugen jede Mengen Fragen stellen durften, die sie zuvor in ihren Klassen erarbeitet hatten. Trotz seiner angegriffenen Gesundheit beantwortete Sonny alle Fragen, sprach über seine eigene leidvolle Kindheit, über die Jahre, an denen er im Waisenhaus leben musste, nicht auf die Straße gehen durfte, weil das zu gefährlich war, angespuckt wurde von anderen Kindern und wie ein Aussätziger behandelt. Und über seine Zeit im KZ.

Die Homberger Gruppe besuchte auch das Eintracht-Museum.

Diese Video wurde während zweier Projekttage allen Klassen der Jahrgangsstufen 7 bis 10 in der Aula gezeigt, eingebettet in einen Vortrag zum Thema Ausgrenung und in eine lebhafte Diskussion zum Thema. Phillip Künz und Sophia Löwe informierten über Gründe, warum Menschen sich heute noch radikalisieren, wobei es um „Push“- (fehlende Zugehörigkeit, Ängste) und „Pull“- Faktoren (Gemeinschaftsgefühl) ging, die entweder dafür sorgen, dass man in eine radikale Richtung geschoben oder gezogen wird. Zudem wurden die Unterschiede zwischen Radikalisierung und Extremismus behandelt. Zuletzt wurde darüber geredet, welche Anzeichen es geben kann, dass eine Person im eigenen Umfeld sich radikalisiert, zum Beispiel ein geschlossenes Weltbild entwickelt, sich zurückzieht, sich verändert oder sich gar aggressiv verhält. Die sich anschließende Diskussion, bei der Schüler von eigenen Erfahrungen berichteten, zeigte, wie vielfältig Ausgrenzung sein kann: aufgrund des Geschlechts, der sexuellen Orientierung, der eigenen Meinung, des Aussehens, einer Behinderung usw. „Seht nicht weg, wenn jemand ausgegrenzt wird, wehrt euch, setzt euch ein“, appellierte Künz an die Schüler.

Oder wie es Sonny formulieren würde: „Passt auf, bleibt wach! Hellwach!“

Text: S. Simon, E. Schwarz

Fotos: M. Hauer

(Presse-Team)


Wenn Engel reisen

Homberger Schüler zu Gast in Thouaré

Vor kurzem kamen die Schüler und Schülerinnen der Ohmtalschule, die am Frankreichaustausch teilnehmen, aus der Partnerstadt Thouaré sur Loire zurück. Mitgefahren sind dieses Jahr 27 Jugendliche. Die Zeit in Frankreich war sehr schön und das Wetter jeden Tag gut, weswegen die sechs Tage gut ausgefüllt werden konnten.

Am frühen Samstagmorgen brach die deutsche Schülergruppe mit ihren Begleiterinnen Antje Weiß, Karin Fei sowie der Vorsitzenden des Städtepartnerschaftskomitees, Friederike Feyh, in Richtung Thouaré auf. Ihnen bestand eine 13- bis 14-stündige Busfahrt bevor. In Thouaré angekommen war die Aufregung groß. Für einige schon Routine, für andere ein ganz neues Erlebnis: die Austauschpartnern/in und die Gastfamilie kennenlernen. Im „Salle de Homberg“ wurden die Jugendlichen von ihren Gastfamilie begrüßt und mit nach Hause genommen. Der darauffolgende Sonntag stand zur freien Verfügung. Dieser Tag wurde von vielen zum Beispiel dafür genutzt, um Ausflüge ans Meer oder nach Nantes zu unternehmen.

Am Montag traf sich die Gruppe in der Salle du Val de Loire (im Rathaus), wo sie nach dem Empfang der städtischen Abgeordneten zum typisch französischen Frühstück eingeladen wurden. Daraufhin wurde für den Abschlussabend geprobt. Mit dem Bus fuhr die Gruppe anschließend nach St. Nazaire, wo sie bewundernswerte Graffiti begutachten konnte und die Möglichkeit hatte, an den Strand zu gehen. Am Dienstag fuhren die Schüler nach Pornic in eine Steingutfabrik: „La Faiencerie de Pornic“, In einem Workshop durften sie ihre eigenen Porzellan-Schalen anfertigen, sogenannte „bols à oreilles“ (Schalen mit integrierten Griffen). Während die eine Hälfte der Schüler an ihren Schalen arbeitete, verbrachte die andere Hälfte die Zeit am Strand von Pornic, später wurde gewechselt. Da die selbst gemachten Kunstwerke noch gebrannt werden müssen, werden die Austauschschüler aus Frankreich, die im Februar 2023 nach Homberg kommen, die Schalen mitbringen. Am Nachmittag war noch Zeit zum Shopping in Pornic, um schöne Souvenirs zu besorgen.

Am Mittwoch besuchten die Austauschschüler die Schulen der Franzosen. Im „Collège des sables d‘or“ in Thouaré wurden die deutschen Schüler vom Direktor empfangen, danach sangen die Thouaré-Schüler, die gerade Deutsch lernen, den Jugendlichen das deutsche ABC mit einer kleinen Vorstellung vor. Zusätzlich gab es in der Schule eine Ausstellung über die deutsch-französische Städtepartnerstadt, die sich die deutschen Schüler gemeinsam mit ihren Austauschpartnern anschauten. Da Mittwoch der einzige Tag ist, an dem die Franzosen keinen Nachmittagsunterricht haben, war der Rest des Tages zur freien Verfügung.

Am Donnerstag trafen sich die deutschen Schüler morgens, um für den Abschlussabend zu üben. Mittags fuhren sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Großstadt Nantes, wo sie sich den Eléphant de Nantes ansahen und das traditionelle Gruppenfoto machten. Im Anschluss hatten die Schüler viel Zeit, sich in der Stadt umzuschauen. Sie nutzten die Gelegenheit, einen Blumenstrauß für die Gastfamilie auszusuchen, da dies eine weitere Tradition des Schüleraustausches ist. Am Abend, zurück in Thouaré, fing dann die „soireé d‘au revoir“, der Abschlussabend, an. Es wurden Reden gehalten, z.B. von Martine Oger, der Bürgermeisterin von Thouaré, von Friederike Feyh sowie von Alain Morvant. Daraufhin sangen die Homberger ein Lied, zudem führten Schülerinnen einen Gardetanz auf. Der Abend wurde mit einem französischem Buffet beendet.

Freitag war dann auch schon der Tag der Abreise. Die Austauschschüler verabschiedeten sich von ihren Austauschpartnern und Gastfamilien. Aber Grund zur Trauer gibt es nicht, denn schon im Februar 2023 kommen die französischen Austauschschüler nach Homberg, und dort werden sich dann alle wiedersehen.

Text: Leony Hottinger (Presse-Team)

Bilder: Karin Fei / OTS


Eisbaden und Polarlichter

Norwegen-Austausch: OTS-Schüler begeistert von dreiwöchigem Aufenthalt im hohen Norden

Nachdem kürzlich einige norwegische Schüler zu Gast in Homberg waren, reisten nun auch wieder Schüler der Ohmtalschule (OTS) im Zuge des Norwegen-Austausches zum Gegenbesuch nach Skandinavien. Sie kehrten mit einem ganzen „Koffer“ voller neuer und wunderschöner Eindrücke und Erlebnisse zurück, wie Livia Hubel, Schülerin der Klasse 10Gb, berichtet:

Wie in jedem Jahr kamen die Teilnehmer des dreiwöchigen Austausches für diese Zeit bei ihren Gastfamilien in Afjord und in der Umgebung unter. Der Austausch mit den norwegischen Schüler/innen begann für uns schon ein halbes Jahr, bevor man sich wirklich traf. Wir waren acht Deutsche und acht Norweger/innen. Wir tauschten uns mit unseren Partnern täglich über die sozialen Netzwerke aus. Schon früh merkten wir, dass sich alle gut verstanden und wie kontaktfreudig und offen die Jugendlichen sind. Drei Wochen, nachdem wir eine tolle Zeit mit den Norwegern hier in Deutschland hatten, reisten wir zusammen mit Carolin Hartmann von der Schulleitung nach Norwegen. Wir hatten eine sehr lustige Reise, die sich für die meisten nicht mal sehr lange angefühlt hat, obwohl wir den ganzen Tag lang unterwegs waren.

In Norwegen sind wir mit unseren Austauschpartnern zusammen in die Schule gegangen. Dort ging es sehr anders vor sich als in den deutschen Schulen. Der Unterricht ist viel lockerer und spielerischer. Schüler sprechen ihre Lehrer mit Vornamen an, es wird gemeinsam gekocht und gebacken und es gibt Obst für alle Schüler. Außerdem werden Hausschuhe oder bloß Socken im Gebäude getragen. Nicht alle deutschen Schüler waren auf der selben Schule, jedoch wurde es uns ermöglicht, mindestens zweimal in der Woche zusammen in der Schule zu sein. Außerdem sah man sich an den Wochenenden bei den gemeinsamen Aktivitäten mit allen Norwegern und ihren Austauschpartnern.

Glücklicherweise hatten wir sehr schönes Wetter. Auch wenn es kalt war, schien meist die Sonne und es war selten bewölkt. So konnten wir bei den Wanderungen am Wochenende die wunderschöne Natur genießen. Nach unseren Wanderungen machten wir Essen in der Natur. Das schönste Erlebnis, das wir jedoch gemeinsam hatten, war das Eisbaden. Vom Dach einer kleinen Sauna sprangen wir in das vier Grad kalte Meerwasser. Sofort eilten wir in die Sauna oder in die Wanne, die draußen mit heißem Wasser gefüllt war. Als einige von uns gemeinsam in der Wanne saßen, tauchten Polarlichter am Himmel auf. Insgesamt durften wir dieses atemberaubende Naturwunder dreimal während unseres Besuchs in Norwegen miterleben.

Die meisten von uns besuchten auch Trondheim, eine größere Stadt in der Nähe von Afjord. Dort gingen wir shoppen und aßen etwas. Auch im Privaten wurde sich zusammen verabredet und getroffen, um Eis laufen oder schwimmen zu gehen. Einige von uns nahmen auch an einer der Zumba-Stunden teil, die eine Mutter gab. Das war für alle lustig.

Es gibt noch so viele tolle Erlebnisse und Aktivitäten, die wir erleben durften. Ich denke, ich spreche für alle, wenn ich sage, dass diese Zeit ein einmaliges Erlebnis war, das ich für den Rest meines Lebens in meinem Herzen halten werde. Wir haben tolle neue Menschen kennengelernt und Freundschaften geschlossen. Auch wir Deutschen haben untereinander neue Freundschaften geschlossen und sind als Gruppe unfassbar zusammengewachsen. Diese Zeit werden wir immer in unserer Erinnerung behalten.“

Text und Bilder: Livia Hubel (10Gb)


Honig und Kerzen made by OTS

Ohmtalschule als „Umweltschule“ – Engagement von Bienen- und Gärtner AG gewürdigt

Zurzeit sieht man sie häufig in der Pausenhalle der Ohmtalschule (OTS): Die Mitglieder der Bienen-AG, die sich als „Honigdealer“ längst einen Namen gemacht haben. Seit geraumer Zeit stellen sie Kerzen, Bienenwachstücher, also quasi wiederverwertbare Frischhaltefolie, Insektenhotels und Honig her und verkaufen dies alles. Zum Beispiel auf dem Stadtfest in Homberg, auf ihrer Instagram-Seite oder eben in der Pausenhalle, wo sich dann jeweils viele Kaufinteressenten um den kleinen Verkauftisch drängen.

Während der Auszeichnung in Lauterbach…

Über hundert Kerzen wurden allein auf dem Stadtfest und über die Instagram-Seite verkauft. „Wir freuen uns, dass unsere Produkte so gut ankommen“, sagt Lehrerin Vanessa Franz, die die Bienen-AG und damit auch die erfolgreiche Schülerfirma Honigdealer einst ins Leben rief.

…und auf dem Homberger Stadtfest.

Für die sehr gute Arbeit der Bienen AG und der Gärtner AG, welche sich unter Leitung von Biologielehrerin Sabine Bachorz um den schön gestalteten Schulgarten der Ohmtalschule kümmert, wurde die OTS kürzlich mit neun anderen Schulen in der Adolf-Spieß-Halle in Lauterbach als „Umweltschule“ ausgezeichnet. Laut Katharina Schlitzer, Beraterin der Umweltschulen im Vogelsbergkreis, sei der Vogelsbergkreis nun „der Landkreis mit der höchsten Dichte an Umweltschulen bezogen auf die Schülerzahl. Während der Veranstaltung in Lauterbach stellten sich die ausgezeichneten Schulen mit einer Ausstellung vor. Vorgestellt wurden Bilder und Produkte, von einem Stück Moor über Insektenhotels bis hin zu Marmelade oder Honig alles, was man sich unter dem Begriff „Nachhaltigkeit“ vorstellen kann. Honig und weitere Waren können über die Instagram-Seite gekauft werden. @ots_honigdealer

Text: Elias Schwarz (Presseteam)

Bilder: Moritz Hauer (Presseteam) / OTS


Informationen für Eltern von Grundschulkindern

Liebe Eltern der Grundschulkinder aus dem Raum Homberg (Ohm),

Sie und Ihr Kind können die Ohmtalschule als weiterführende Schule nach der 4. Klasse im November auf unterschiedliche Weise kennenlernen.

Für die Schulkinder der 4. Klassen veranstalten wir am 15./16. November im Vormittagsbereich Schnuppertage. Die kooperierenden Grundschulen sind darüber informiert.

Für die Eltern veranstalten wir am

Donnerstag, den 17. November um 19.30 in der Aula der OTS

einen Elterninformationsabend mit anschließender Schulführung, die in Kleingruppen stattfinden wird. Hier haben Sie dann auch zusätzlich die Gelegenheit, Fragen zu unserer Schule mit ihren Bildungsgängen zu stellen.

Die Eltern erhalten vorab über die Grundschule eine Informationsbroschüre.

Für Eltern, die nicht an dem Infoabend teilnehmen können, haben wir zusätzlich einen 30-minütigen Film vorbereitet, in dem wir die wichtigsten Informationen für Sie und Ihr Kind zusammengestellt haben. Bitte nehmen Sie sich die Zeit und schauen diesen Film an, dies wird Ihnen sicherlich bei der Entscheidungsfindung über die Wahl der weiterführenden Schule helfen.

Ihre Rückfragen sind uns wichtig, nehmen Sie daher Kontakt mit uns unter den angegebenen Kontaktmöglichkeiten auf. Wir melden uns zurück!


carsten.roehrscheid@schule-homberg.de

carolin.hartmann@schule-homberg.de

Wir würden uns freuen, wenn wir Ihr Kind und Sie zu Beginn des nächsten Schuljahres an unserer Ohmtalschule begrüßen dürfen.

Das Schulleitungsteam der Ohmtalschule wünscht Ihnen und Ihrer Familie – vor allem für die nächsten Monate – alles Gute, bleiben Sie gesund!


Düstere Zukunft mit seltsamen Wesen

Tanztheater in Mücke – „Klima X“ beeindruckt OTS-Schüler*innen

Kürzlich ging es für die Schüler und Schülerinnen der OTS aus Klasse 8 bis 10 nach Mücke in die alte Turnhalle. Grund dafür war die Theater-Aufführung der Frankfurter Theatergruppe „Antagon“, die den Schüler*innen das 50-minütige Stück „Klima X“ vorspielte.

Man denkt wohl bei dem Titel, dass es sich um ein einfaches Stück über das Klima handelt, es war aber viel mehr als nur das. Hinter dem Stück steckt auch die wichtige Message „fallen und wieder aufstehen“. Das Stück handelt laut Bernhard Bub, dem Gründer von Antagon, von Zeiten der Schwierigkeiten, Klimawandel und Konflikten auf der Welt. Auf die Idee dieses Stücks kam Bernhard Bub vor zwei Jahren, ungefähr am Anfang der Corona-Pandemie 2020.

Besonders an dem Stück ist, dass es ein physisches Theater ist, was bedeutet, dass es sehr wenig bis keinen Text gibt und man viel mehr Wert auf die künstlerische Performance der Schauspieler*innen legt. Das Stück fängt mit Live-Musik von der Theater Band an, die die Schauspieler*innen während der gesamten Show begleiten. Dann wird das Licht verdunkelt und nur ein paar Scheinwerfer erleuchten, was sich auf der Spielfläche ereignet. Während des Stücks kommen immer wieder Schauspieler*innen dazu, die außergewöhnliche Kostüme tragen. So kommen zum Beispiel Personen in Schutzanzügen oder mit Gasmasken, Menschen, die zerrissene und verschmutzte Kleidung tragen, Wesen, die sich auf Stelzen fortbewegen und man kann kaum beschreiben, was sie darstellen sollen, und noch viele weitere Figuren vor. Was das Publikum außerdem fasziniert, sind die sehr professionellen und bemerkenswerten Tanzkünste jedes einzelnen Darstellers.

In dem Stück kann man außerdem häufige Auseinandersetzungen beobachten, so wird beispielsweise Leid sehr oft thematisiert, indem man die verschiedenen Schauspieler*innen sehen kann, wie sie von anderen verletzt, verjagt oder ausgeschlossen werden oder versuchen sich dagegen zu wehren oder sich mit anderen zusammenzutun. Auch Themen wie Macht, Krieg, Ausbeutung, Mut, Willenskraft und viele weitere wurden in dem Stück verkörpert. Laut Schüler*innen, die sich das Stück angeschaut haben, ist es sehr sehenswert und es wird empfohlen, sich das Stück anzuschauen, um sich selbst von diesem erstaunlichen Erlebnis ein Bild zu machen.

Über die Theatergruppe lässt sich sagen, dass sie international ist und die Mitglieder aus verschiedensten Ländern stammen. So sind zum Beispiel englische, französische, italienische und brasilianische Schauspieler in ihrer Gruppe. Ein weiterer Fakt ist, dass die Gruppe in einer sogenannten „Theater Kommune“ lebt, was bedeutet, dass sie nicht nur zusammen trainieren, sondern auch zusammen wohnen und leben, deswegen reden sie untereinander auch hauptsächlich Englisch.

Die Theatergruppe bedankte sich auch bei Carsten Röhrscheid, dem Schulleiter der Ohmtalschule, und bei Esther Becker, der Schulleiterin der Mücker Gesamtschule, dafür, dass sie die Chance hatten, für die Schüler- und Lehrer*innen zu spielen. Die OTS übernahm den Eintritt, das Busunternehmen Philippi stellte kostenlos fünf Reisebusse für die Fahrt nach Mücke zur Verfügung, sodass den OTS-Schülern keinerlei Kosten entstanden.

Am Ende lud die Theatergruppe das Publikum zu einem „Open Training“ nach Frankfurt am Main ein. Dort kann man zum einen sehen, wie die Schauspieler*innen für ihre Auftritte üben, oder es ist möglich an einem Training teilzunehmen. Mehr Informationen dazu findet man auf der Webseite www.antagon.de.

Text: Leony Hottinger

Bilder: Moritz Hauer

(beide Presse Team)


Von der Steuer bis zur Explosion

Bewerbertag an der OTS – Zahlreiche Firmen stellen sich vor

Für Unternehmen wird es zunehmend schwerer, genügend geeignete Bewerber zu finden. Und viele Schüler tun sich schwer, den für sie optimalen Ausbildungsberuf auszuwählen. Natürlich helfen Schulpraktika weiter bei dem Versuch, das Terrain zu sondieren. Doch letztlich ist es immer gut, beide Seiten zusammenzubringen, damit diese ganz ungezwungen miteinander ins Gespräch kommen können.

Diese Gelegenheit ergibt sich alle Jahre wieder, wenn der Fachbereich Arbeitslehre an der Ohmtalschule (OTS) zum so genannten Bewerbertag lädt. Zum nunmehr 14. Mal präsentierten sich jetzt zahlreiche Unternehmen in der Ohmtalschule und stellten dabei mehr als 40 Berufe und Studienmöglichkeiten vor. Dabei gab es viel zu sehen und zu erkunden: Präsentationen über einzelne Firmen, Filme über Ausbildungsberufe, praktische Übungen wie das Zusammenschweißen eines Kunststoffwürfels, Rollenspiele (zum Beispiel zum Ablauf einer Retourenannahme), Werksführungen, Werkstücke, die in der Ausbildung gefertigt wurden, Interviews mit Azubis usw. Ein voller Erfolg, da waren sich alle Beteiligten schnell einig.

„Die beteiligten Unternehmen haben die gute Organisation und das Interesse der Schüler gelobt“, teilt Petra Ebert mit, die den Fachbereich Arbeitslehre an der OTS leitet und für den Bewerbertag wieder einmal alles möglich gemacht hat. „Insgesamt nahmen gut 120 Schüler teil, darunter auch Schüler der Pestalozzischule.“ Diese hatten die Möglichkeit, ihre Bewerbungsmappen direkt vor Ort abzugeben. Selbstredend wurden die Mappen vorab fachmännisch und -fraulich begutachtet, damit sich die Schüler auch wirklich optimal präsentieren konnten.

Als besonderes „Schmankerl“ wurde zudem eine Werksführung bei der MHI-Gruppe am Standort Nieder-Ofleiden angeboten. Diese fand im Nachgang des Bewerbertages für interessierte Schüler und Schülerinnen statt. Dabei wurde der Ablauf von der Sprengung im Basaltsteinbruch bis zum fertigen Asphaltprodukt gezeigt, außerdem wurden die unterschiedlichen Ausbildungsmöglichkeiten vorgestellt. Die Führung dauert ca. drei Stunden. „Die teilnehmenden Schüler waren sehr beeindruckt; einer von ihnen möchte sich dort um einen Praktikums- bzw. Ausbildungsplatz bewerben“, berichtet Petra Ebert. Zum Abschluss gab es für alle Teilnehmer eine Powerbank als Abschiedsgeschenk.

Folgende Unternehmen waren beim Bewerbertag 2022 vertreten:

– Agentur für Arbeit

– Seipp & Kehl

– Geibel & Hotz

– Kamax

– Marburger Tapetenfabrik

– Rößner Maschinenbau

– Balzer GmbH Großhandel

– Finanzamt Gießen

– Raiffeisen Waren GmbH

– Schottener Soziale Dienste

– MHI-Gruppe

– VR Bank

– Hürner (HLU)

– DRK Rettungsdienst Mittelhessen

Text: Simon

Foto: Ebert


Dem Vogelsberger aufs Maul geschaut

Komödiant Dietrich Faber zu Gast in der OTS – Schüler kreieren „Hessische Tapas“

Der Gießener Schriftsteller, Komödiant und Musiker Dietrich Faber war zu Gast in der Aula der Ohmtalschule. Er zog das Publikum in seinen Bann, indem er es am Leben des Polizisten Henning Bröhmann aus Nidda-Salzböden teilhaben ließ.

In einem Querschnitt aus den sechs Bröhmann-Krimis konnte jeder Zuschauer Parallelen zum eigenen Leben entdecken – sei es die pubertierende Tochter, die ihren Vater fast in den Wahnsinn treibt, Helikopter-Eltern im Kindergarten, Gartenpartys mit Grillfreaks oder Treffen mit übermotivierten „Holzfällern“. Dabei schlüpfte Faber in verschiedene Figuren aus seinen Krimis, zum Beispiel den Fast-Kumpel Ulf oder den Alleinunterhalter Opa Willi, der mit seinen ,mitreißenden’ Darbietungen von Hits wie „Atemlos“ oder „Highway to Hell“ die Aula rockte.

Auch das Vogelsberger Urgestein Manni Kreutzer (Mitglied der Band „Die Oberhesse“), der mit irrem Blick und Gitarre seine Weisheiten zum Besten gab, ließ das Publikum nicht aus dem Lachen herauskommen, zumal es aus einer großen Fangemeinde bestand, die die meisten Lieder schon kannte und mitsingen konnte. Da wunderte es auch kaum, dass die ortsansässigen Bibliothekarin Ariana Jende ein Plakat mit der Aufschrift „Manni, wi law ju“ sehr zur Freude aller in die Höhe streckte.

Dem vergnügten Abend setzte ein Bufett vom Feinsten dann noch die Krone auf. Der Wahlpflichtkurs 10R Hauswirtschaft mit den beiden Lehrerinnen Vanessa Franz und Silke Loogen-Leifhelm verwöhnte die Gäste mit „Hessischen Tapas“: Handkäs mit Musik und Brot, Laugengebäck, Wurstsalat, Salzekuchen, Grüne Soße mit Ei, Stulle mit Spundekäs und als Desserts Apfeltiramisu, Himbeer- und Honigdessert. Alles mit viel Liebe in der Schulküche hergestellt. Das kam bei den Besuchern derart gut an, dass es sehr viel Lob gab sowie jede Menge Anfragen, ob man das schulische Catering auch für andere Veranstaltungen engagieren könne.

Im Anschluss gab es dann noch die Möglichkeit mit Dietrich Faber zu sprechen und sich Bücher signieren zu lassen, bevor satte und zufriedene Lesungs-Gäste in die Nacht entlassen wurden.

Text: A. Venediger, S. Loogen-Leifhelm


Informationen zum Schuljahr 22/23 – Schulstart

Die Schule beginnt wieder am Montag, dem 5.9.:

• Klassen 6 und 7: Unterricht von 7.55 – 12.20 Uhr

• Klassen 8 bis 10: Unterricht von 8.40 – 13.05 Uhr

• Intensivklasse NDHS: Unterricht von 7.55 – 12.20 Uhr


Bitte am ersten Schultag mitbringen:
– unterschriebenes Zeugnis
– Schreibutensilien und IPAD


Der offene Anfang für die Klassen 5 -7 gilt weiterhin ab 7.30 Uhr.
Die Klassen 8 -10 können das Schulgebäude ab 7.45 Uhr betreten.


In der ersten Schulwoche findet Unterricht bei den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern statt.



Einschulung der 5. Klassen am Dienstag, dem 6.9.:

11 Uhr, Einschulungsgottesdienst in der kath. Kirche St. Matthias

13.00 – 16.00 Uhr, Einschulungsfeier in den Räumen der Ohmtalschule: Begrüßung und Unterricht im Klassenraum

Die Eltern erhalten bis 16 Uhr die Möglichkeit, wichtige Unterlagen zum Datenschutz und dem Schulnetzwerk IServ auszufüllen.

16 Uhr, Abholung durch die Eltern


Weitere wichtige Hinweise zu dem Umgang mit Corona erfolgen in den kommenden Tagen.


Die Schulleitung wünscht allen Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, Eltern und Bediensteten einen guten Start ins neue Schuljahr! Bleiben Sie gesund!


Gesamtschule des Vogelsbergkreises

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