Alle Beiträge von Silvia Simon

Infos zu Studium und Beruf

Bewerbertag an der Ohmtalschule: 40 Ausbildungen und Studiengänge vorgestellt

(si). Warum muss ein Rettungssanitäter körperlich fit und kräftig sein? Warum muss jemand, der bei der Stadtverwaltung arbeitet, stets ein offenes Ohr für Anliegen von Bürgern haben? Und was hat es mit dem räumlichen Vorstellungsvermögen bei Einstellungstests auf sich?
Antworten auf Fragen wie diese gab es beim diesjährigen Bewerbertag an der Ohmtalschule (OTS). Zum nunmehr zehnten Mal begrüßte die Schule insgesamt 13 Firmen und Betriebe in ihrem Haus, die den Abgängerklassen und Schülern der Pestalozzi-Schule 40 Ausbildungs- und Schulmöglichkeiten vorstellten. 

„Der heutige Tag ist eine sehr gute Möglichkeit, mit Firmen ins Gespräch zu kommen. Dabei hat sich schon so manches Ausbildungsverhältnis angebahnt“, gab Schulleiter Carsten Röhrscheid den Schülern mit auf den Weg. „Ich hoffe, dass ihr an diesem Tag weiterkommt in eurer Entscheidung. Das ist eine tolle Chance, nutzt sie“, sagte Röhrscheid und erinnerte daran, dass die Schüler heutzutage in der Regel in einer komfortablen Situation sind: Da es in den vergangenen Jahren immer weniger Schüler gegeben habe, sei es für die Betriebe zunehmend schwieriger, Auszubildende zu finden. Auch deswegen nutzen die Unternehmen gerne die Möglichkeiten, sich und ihre vielfältigen Angebote, Produkte, Aufgaben und Tätigkeiten in der Schule vorzustellen, betont Petra Ebert, Leiterin des Fachbereichs Arbeitslehre an der OTS, die den Bewerbertag von Anbeginn an mit viel Engagement organisiert.  
Vorgestellt wurden diesmal unter anderem die Bereiche Duales Studium, Freiwilliges Soziales Jahr, Rettungssanitäter, Verwaltungsfachangestellter, Mechatroniker, Chemie-/Biologielaborant, Kaufmann, Industriemechaniker, Fachinformatiker, Soldat und zivile Ausbildung, Elektroniker, Biologisch-technischer Assistent sowie Duales Studium. Dabei waren Stadtverwaltung Homberg, Seipp & Kehl, Kamax, Schottener Soziale Dienste, Forschungszentrum Neu-Ulrichstein, AOK, VR Bank Hessenland, Raiffeisen Waren GmbH, Agentur für Arbeit, Bundeswehr, Geibel & Hotz, DRK Rettungsdienst Mittelhessen und Marburger Tapetenfabrik. Kollegen der Eisengießerei Fritz Winter kamen zwei Tage später ebenfalls in die Schule, um in allen Abgangsklassen für den Tag der Ausbildung und für eine Ausbildung in ihrem Unternehmen zu werben. MHI Mitte wird interessierten Schülern  im Oktober eine Führung im Steinbruch anbieten.

Fotos (Simon): Impressionen vom Bewerbertag


Ohmtalschüler „erlaufen“ 11.000 Euro Spenden

Großer Sponsorenlauf der Schülervertretung rund ums Homberger Schloss

Rund 400 Schülerinnen und Schüler von Ohmtalschule und Pestalozzischule gingen an den Start, um ein ganz besonderes Projekt der Schülervertretung (SV) der Ohmtalschule zu verwirklichen: Die Neuauflage des Sponsorenlaufes, bei dem Geld für die Verschönerung von Schule und Pausenhalle gesammelt wurde.

In den Wochen vor dem Lauf suchten sich die Schüler selbstständig Sponsoren im Familien-, Bekannten- und Freundeskreis, darüber hinaus konnten die engagierten Organisatoren der Schülervertretung zahlreiche Unternehmen als Unterstützer gewinnen: Kamax, Egro, Weber CNC-Zerspanung, Fahrschule Bernhard, Finanz Service Oberhessen und die Sparkasse Oberhessen ließen es sich nicht nehmen, bei dem ambitionierten Vorhaben mitzuhelfen. Was die Schüler dann jedoch leisteten, überstieg das Erhoffte um ein Vielfaches: Insgesamt rund 3300 Mal liefen die Schüler der Klassen 5 bis 10 sowie einige Lehrer und Schulleiter Carsten Röhrscheid die 500 Meter lange Strecke rund um das Homberger Schloss, was einer Gesamtlaufstrecke von über 1650 Kilometern entspricht. Und da die Sponsoren für jede gelaufene Runde zahlten, kam die Rekordsumme von mehr als 11.000 Euro zusammen.

Bei langsam, aber sicher besser werdendem Wetter herrschte auf der Laufstrecke ab 9 Uhr starker „Betrieb“, der bis zur Mittagszeit anhielt. Am Startpunkt der Strecke, im Vorhof des wunderschönen Homberger Schlosses, hatten die Läufer Gelegenheit, sich mit einem Becher Mineralwasser zu stärken und sich jede Runde abstempeln zu lassen. Für Verpflegung in Form von Bratwurst und Kuchen war durch Verkaufsstände der Schülervertretung bestens gesorgt. Die Schlosspatrioten hatten dankenswerterweise das Areal des Schlosses zur Verfügung gestellt, was sich als wahrer Glücksfall erwies. Denn so mussten keine Straßen gesperrt werden und die Schüler konnten im Grünen ihre Runden drehen.

Text: Leonard Morneweg (Schulsprecher), Silvia Simon

Bilder: Simon


Da waren’s nur noch sechs

Dem Theaterkurs der OTS kam ein Zwerg abhanden – Viel Applaus für Bühnenauftritt

(ch). Am Dienstag der letzten Schulwoche stellten die Kinder des Theaterkurses der fünften und sechsten Klassen der Ohmtalschule ihre Produktion „Schneewittchen und die sechs Zwerge“ vor. Ein kleiner Ausschnitt war bereits am Tag zuvor beim „Bunten Abend“ der Schule aufgeführt worden.

Nach dem Tod von König Wilhelm und Königin Hedwig (Nasly Scholz und Maja-Sophie Reitz) führt Schneewittchen (Annika Arnold) am Hof ein grauenvolles Leben. Ihre einzige Vertraute ist ihre Zofe (Annemarie Koch). Die böse Stiefmutter Isabella (Helena Strupf) – getrieben von Neid auf Schneewittchens Schönheit – befiehlt dem Jäger Kurt (Lasse Morneweg), das Mädchen zu töten. Dieser bringt es nicht übers Herz und setzt sie im Wald aus.

Hinter den sechs Bergen bei den sechs Zwergen (Sven Feidengruber, Nils Schäfer, Till Lang, Annamaria Frischkorn, Shaam Abozarad, Paul Weber) findet Schneewittchen ein neues Zuhause und eine Familie, die sie gegen die Intrigen ihrer Stiefmutter verteidigt. Auch wenn es Isabella scheinbar zunächst gelingt, Schneewittchen mit einem Apfel zu vergiften, führt ein glücklicher Zufall dazu, dass diese den Angriff doch überlebt, um am Ende Prinz Eduard (Daniel Losert) zu heiraten, der zuvor vergeblich versucht hatte, sein Schneewittchen zu retten.

Im hessischen Märchen-Mutterland konnte man es sich erlauben, die Geschichte etwas abzuwandeln. Phantasievoll bekamen Regenten und Stiefmutter moderne Namen und der siebte Zwerg war gemeinsam mit dem siebten Berg von Anfang an nicht dabei.

Die kleinen Schauspieler meisterten ihren Auftritt trotz Aufregung souverän. Der große Applaus begeisterter Eltern, Großeltern, Geschwister und Mitschüler zeigte den Kindern, dass sich das fleißige Proben im Laufe des Schuljahres gelohnt hatte.

Zur gelungenen Aufführung trugen die engagierten freiwilligen technischen Helfer Max Kube und Manuel Schneider aus der 9R bei.

Spielleiterin Carolin Hartmann war äußerst zufrieden und stolz auf ihre Schützlinge, die sich noch vor ein paar Wochen gar nicht vorstellen konnten, vor Publikum aufzutreten.

Von den freiwilligen Spenden, die am Ende des Abends eingesammelt wurden, werden die Nachwuchsschauspieler zu Beginn des neuen Schuljahres einen leckeren Eisbecher essen gehen.

Bild (privat): Das Ensemble des OTS-Theaterkurses mit Spielleiterin Carolin Hartmann (links).


Kräuter für Küche, Kosmetik und Hausapotheke

OTS-Lehrerin Christa Seim veröffentlicht zum Abschied aus dem Schuldienst Buch – Tatkräftige Unterstützung durch Öko-AG

Wir dürfen die Natur nicht als unseren Feind betrachten, den es zu beherrschen und zu überwinden gilt. Wir müssen mitten in unserem Wohlstand und Konsum wieder lernen, Empathie für die Natur zu entwickeln. Wir sind von der Natur abhängig und nicht die Natur von uns.“ Dieses Zitat des Dalai Lama bildet den Auftakt zu einem außergewöhnlichen Buch, das jetzt erschienen ist: „Von Ackerschachtelhalm bis Wiesenknopf – Unser Wildpflanzenreichtum vor der Haustür“ lautet der Titel des 256 Seiten starken Werkes, das im Laufe von zwei Jahren in liebevoller, engagierter Arbeit entstanden ist. Verfasst hat es Christa Seim, Lehrerin an der Ohmtalschule (OTS), gemeinsam mit Schülern ihrer „Öko-AG“.

Steckbriefartig werden die bekanntesten einheimischen Wildkräuter, Sträucher und Bäume alphabetisch geordnet vorgestellt, versehen mit zahlreichen Hinweisen und Informationen. Bilder und Sammelhinweise erleichtern dem Leser das Bestimmen und Zuordnen, Mythologie und Heilanwendungen werden vorgestellt, ökologische Zusammenhänge beschrieben, leicht anwendbare Rezepte für Küche, Kosmetik und Hausapotheke gegeben, Informationen zu Inhaltsstoffen und die Behandlung von Alltagsbeschwerden dargestellt. Alles sehr übersichtlich und schön illustriert, sodass sich das Buch gut für den täglichen Hausgebrauch verwenden lässt. Eine echte Fleißarbeit. So erfährt der Leser nicht nur, wie er Himbeerdessert, Holunderwein oder Schlehen-Punsch herstellen kann, sondern auch, was es mit der heilenden Kraft der Brennnessel auf sich hat, wie sich mit Giersch kinderleicht eine Salbe gegen Muskelverspannung herstellen lässt oder welche Pflänzchen sich hervorragend für die Hausapotheke eignen.

„Ich befasse mich schon seit Jahren aus Passion mit dem Thema Wildkräuter. Sie gehören für mich zur Schönheit der Natur und zu einem intakten Ökosystem, für dessen Erhaltung ich mich einzusetzen verpflichtet fühle“, sagt Christa Seim, die seit vielen Jahren im Naturschutz aktiv ist – im Naturschutzverein und an der Ohmtalschule, wo sie seit geraumer Zeit als Biologielehrerin den Schülern einen Bezug zur Natur vermittelt. „Das ist in unserem heutigen schnelllebigen und nicht selten fremdgesteuerten Alltag wichtiger denn je. Wir kennen nicht mehr die Erfahrung, im Sommer bei Sonnenschein auf einer bunten Blumenwiese zu liegen, auf der es um uns herum summt und brummt, uns ein zarter Wildblumenduft die Sinne benebelt und wir in völliger Entspannung in paradiesische Momente abtauchen. Diese emotionale Verbindung zur Natur fehlt uns heute oft“, sagt Seim.

In jüngsten Medienberichten, wonach nahezu 70 Prozent des heimischen Insektenvorkommens in den letzten Jahren „verschwunden“ ist, sieht sich Seim bestätigt. „Über die Hälfte der 560 Wildbienenarten in Deutschland sind laut BUND gefährdet, über 80 Prozent aller europäischen Nutzpflanzen sind auf die Bestäubung ihrer Blüten durch Bienen und Insekten angewiesen – all das ist für mich ein Grund mehr, unsere Wildpflanzen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.“

Nicht in Vergessenheit geraten werden auch die engagierten, fleißigen Schüler von Seims Öko-AG, die mit Ende des Schuljahres von der OTS abgegangen sind. Jessika Stark, Selina Ruppert, Jonas Schlitt, Yannis Schlosser und Marius Frick haben das Großprojekt Wildkräuterbuch seit der 8. Klasse begleitet und dabei viel Durchhaltevermögen bewiesen.

Der Förderverein der OTS hat das Projekt tatkräftig unterstützt und durch eine großzügige Spende maßgeblich vorangetrieben. Und schließlich konnte Seim noch eine Reihe heimischer Firmen, Unternehmen und Ärzte für ihr Buch gewinnen.

Mit ihrem Wildkräuterbuch hat sich die Pädagogin ein sehr schönes Geschenk für ihren bevorstehenden neuen Lebensabschnitt gemacht. Am letzten Schultag vor den Sommerferien wurde Christa Seim nach gut 25 Jahren im Schuldienst in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Schulleiter Carsten Röhrscheid würdigte ihre Verdienste für die Schule und wünschte im Namen des Kollegiums alle Gute für die Zukunft. Die wird – wie sollte es anders sein – viel mit unserer Umwelt zu tun haben. „Ich werde mich auch im Ruhestand mit Fragen der Umwelt und des Umweltschutzes beschäftigen und mir entsprechende Projekte suchen“, kündigt Christa Seim an.

Christa Seim/Öko-AG-Team der Ohmtalschule: Von Ackerschachtelhalm bis Wiesenknopf – Unser Wildpflanzenreichtum vor der Haustür. Neustadt (Hessen), 2018. 256 Seiten, 22 Euro.

Erhältlich im Buchhandel und bei den Autoren, insbesondere bei Christa Seim.

Text: Silvia Simon

Foto (privat): Christa Seim mit Jessika Stark, Selina Ruppert, Jonas Schlitt, Yannis Schlosser und Marius Frick vom Team der Öko-AG der OTS.


Spannung, Gefühle und Neugier

Ensemble “Radiks” aus Berlin zu Gast an der OTS

Gut gefüllt war die Aula der Ohmtalschule (OTS) jetzt, als Schüler auf eine ganz besondere Vorstellung warteten. Zusammen mit ihren Klassenlehrern wurden die 7. und 8. Klassen Zeuge einer schönen Theaterdarbietung der Ensemble „Radiks“ aus Berlin. Dieses hat sich mit tiefgründigen, vielschichtigen und kreativen Stücken bereits einen Namen in der Theaterwelt gemacht. Behandelt werden Themen wie Freundschaft, Toleranz, Ehre und soziale Probleme wie Rassismus und Mobbing. Gefördert wurde diese Veranstaltung durch das Bundesprogramm „Demokratie leben“, das über 500 Euro zur Verfügung stellte. Zusätzlich gab der Förderverein der OTS 250 Euro dazu.

Vor der Show begrüßten Nicole Grün und Holger Schäddel die Schülerinnen und Schüler und wiesen sie kurz in die Thematik ein. Dann ging es auch schon los. Mit Puppenspielen, Verkleidungen und Akustik-Einspielungen versetzten Phillip und Romana Schneider und Phillip Koch ihre Zuschauer in Staunen und Begeisterung. Im Stück werden vier eingeschworene Freunde in eine Geschichte rund um Polizeieinsätze, Prügeleien und Elternkonflikte verwickelt, bei der sie viel über Freundschaft, Ehre und Zusammenhalt lernen. Abgerundet wurde dies mit einem gerappten Dialog zwischen zwei Hauptfiguren.

Die ca. 70 Minuten andauernde Veranstaltung mündete in einer Diskussionsrunde, in der die Darsteller mit vielen spannenden und interessanten Fragen „gelöchert“ wurden, die sich anschließend bis in die Klassenräume zog. Angeregte Fragen und hitzige Diskussionen waren das Resultat eines Theaterstückes, das die Zuschauer in eine Mischung aus Spannung, Gefühlen und Neugier eintauchen ließ.

Text: Julian Arnold (Presseteam)

Bilder (Philipp Künz): Szene aus dem Stück des Berliner Ensembles „Radiks“;

Darsteller mit Nicole Grün und Holger Schäddel


Gekämpft bis zum Schluss

Fußballerinnen der OTS beim Regionalentscheid in Marburg

Die Fußballerinnen der Ohmtalschule (OTS) nahmen nach dem Sieg des Schulwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ der Wettkampfklasse II (Jahrgänge 2001 bis 2004) am Regionalentscheid in Marburg teil. Als Vertreter des Vogelsbergkreises mussten sie gegen die Elisabethschule Marburg, die Friedrich-Magnus-Gesamtschule Laubach und die Liebigschule Gießen antreten. Die Homberger Fußballerinnen konnten in jeder Partie gut mithalten, erzielten jedoch leider zu wenige Treffer. Aus diesem Grund mussten sie sich schließlich mit dem vierten Platz zufrieden geben. Die Mannschaft konnte die Heimreise aus Marburg dennoch erhobenen Hauptes antreten, da sie bis zum Ende gekämpft hat.

Bild (privat): Die Mädchenmannschaft der OTS mit Betreuer Phillip Künz.


Schrill bunt und wunderschön

Schüler gestalten neues Wandbild für die „Halbzeit“

Mehr als ein Dutzend Kinder der 5., 6., und 7. Klassen versammelten sich jetzt und arbeiteten gemeinsam, um ihr Vorhaben in die Wirklichkeit umzusetzen. Das Ziel: die komplette Umgestaltung einer großen Wand in der „Halbzeit“ der OTS. Die Halbzeit ist ein Aufenthalts- und Spieleraum, der sich in den Pausen größter Beliebtheit erfreut, da er jede Menge Möglichkeiten bietet, die Zeit zwischen dem Unterricht aktiv und spielerisch zu gestalten.

Mit der Absicht, den Raum freundlicher und lebendiger zu gestalten, griffen die Schüler zu Pinsel und Farbe und machten sich rasch an die Arbeit. Zu Anfang musste jedoch erst einmal geklärt werden, wie die Verschönerung der Wand aussehen sollte. Zwar ließen sich viele Ideen der Beteiligten, etwa das Aufmalen der Bezeichnung der beteiligten Klassen, aufgrund verschiedener Ursachen nicht in die Tat umsetzen. Jedoch einigten sich schließlich alle auf verschiedene Muster und Malereien.

So durften die Kinder ihre Namen an der Wand verewigen und dabei ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Insgesamt benötigten sie für das komplette Vorhaben unter der Leitung von Kunstlehrerin Tabea Meier etwa zehn Schulstunden. Die Kleinen waren mit viel Elan und Engagement bei der Sache. Allgemein spiegelt das Kunstwerk, das nun stolz den Raum der Halbzeit ziert, die positive und gute Stimmung wieder, die bei diesem aufwendigen, aber nicht minder schönen Vorhaben an den Tag gelegt wurde. Am Ende des Tages war es für jeden eine schöne Aufgabe und es gab ein gelungenes Ergebnis, bei dem das gemeinsame Arbeiten im Vordergrund stand.

Text und Bild: Julian Arnold (Presseteam)


Kalter Krieg und zweimal Deutschland

Ohmtalschüler besuchen Haus der Geschichte in Bonn

Wie kam es zum Kalten Krieg? Wie entwickelten sich die beiden deutschen Staaten und welche Verbindungen gab es zwischen Bundesrepublik und DDR? Was führte zur Wiedervereinigung und welchen Herausforderungen steht Deutschland seither gegenüber?

Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Schüler dreier Abgangsklassen der Ohmtalschule kürzlich. Die Klassen 10 Ra, 10 Rb und 9 H fuhren gemeinsam mit ihren Geschichtslehrern ins Haus der Geschichte in Bonn. In diesem faszinierenden Museum, dessen Eintritt kostenlos ist, wird die jüngere Geschichte sehr anschaulich und sehr interessant dargestellt. Die Schüler begaben sich auf eine Zeitreise durch die deutsche Geschichte seit 1945: Nachkriegsjahre, Neuanfänge, Teilung und Wiedervereinigung Deutschlands konnten anhand zahlreicher Alltagsgegenstände kennengelernt werden. Der Ausflug in die ehemalige Bundeshauptstadt endete mit einem Rundgang durch die Innenstadt.

Bild: Falk

Text: Simon


Tief in der Traumwelt

Preisträger des Ovag-Literaturpreises lesen in der Ohmtalschule

Ein musikbegeisterter Austauschschüler namens Jonas, der einem Mädchen seine Liebe gesteht, nach ein wenig Herzschmerz zum Saxophon greift und seine Emotionen in seine heiß geliebte Jazzmusik fließen lässt. Und schließlich findet er in genau diesem Mädchen seine Liebe, die ihm nach der Absage einer Musikakademie bestärkend beisteht – all das war jetzt in der Aula der Ohmtalschule (OTS) hautnah zu erleben. Zum bereits 15. Mal wurde 2017 der Jugend-Literaturpreis des Energieanbieters OVAG ausgetragen, an dem insgesamt 171 Personen teilnahmen. Nun kamen drei Preisträger – Jonathan Fei, Laura Nold und Patrizia Krug – in die Aula der OTS, um Schülern ihre spannenden Geschichten vorzulesen.

Bevor es soweit war, ergriff Julian Klein, Mitarbeiter der OVAG, das Wort und brachte den Schülerinnen und Schülern den Literaturpreis mit einigen Daten, Fakten und den eigentlichen Gedanken dahinter näher. Zudem erklärte er den Ablauf dieses Wettbewerbs. Die Schüler können sich selbstständig an ihre Geschichten machen, dem Spaß und der Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Anonym werden diese dann an die OVAG geschickt, die 23 Sieger ermittelt, von denen der Erstplatzierte 1000 Euro, der Zweite 700 Euro und der Dritte 600 Euro bekommt. Zudem steht für die Preisträger ein viertägiger Workshop an, in dem sie die Audioaufnahme für eine Hörspielversion ihrer Geschichte aufnehmen und von fachkundigen Autoren beim Schreiben beraten werden.

Nach dieser informativen Einführung in das Projekt ging es los. Zunächst trug Jonathan Fei sein literarisches Werk mit dem Namen „Rotterdam – Hull“ vor. Die Handlung dreht sich um besagten Austauschschüler Jonas und seine Liebe zur Musik. Mit beeindruckten Mienen lauschten die Schüler Jonathans Worten, gefesselt von seiner leicht erkennbaren Leidenschaft und seinem Talent fürs Schreiben.

Nach einer Fragerunde war Patrizia Krug mit ihrer Geschichte „Traumfenster“ an der Reihe, die von einem kleinen Jungen namens Luke handelt, der in die Traumwelten seiner schlafenden Mitmenschen eintauchen kann. Sein alleinerziehender Vater glaubt ihm selbstverständlich nicht, er bekommt Tabletten verschrieben, die ihm gegen sein „Problem“ helfen sollen. Doch eben diese Medikamente verhindern für Luke das Austreten aus einem dieser Träume. Und so trifft er seine Mutter und versucht gemeinsam mit ihr, wieder zu seinem Vater in die reale Welt zurück zu gelangen. Nach erfolgreicher Rückkehr berichtete Luke von seinen Abenteuern und stößt erneut auf Ungläubigkeit.

Laura Nold las die dritte und damit letzte Geschichte, die sie „Morgens bin ich immer müde“ nannte. Diese dreht sich um einen offensichtlich verwirrten Mann, der mithilfe einiger ungewöhnlicher Rituale versucht, seinen Alltag in der modernen Welt zu meistern. Beispielsweise beim Atmen zum Takt der Ampellichter und anderen ungewöhnlichen Vorgängen, die seinen bis auf die Sekunde genau geregelten Tag gestalten. Hierbei bleibt er stets seiner Linie treu, kreuzt auch nur eine ungeplante Sache seinen Weg, so versinkt sein gesamter Plan und somit auch sein Tag komplett im Durcheinander…

Schön, dass die OVAG nun schon zum zweiten Mal die Ohmtalschule als Veranstaltungsort zur Präsentation der Siegertexte der jungen Autorinnen und Autoren gewählt hat“, freut sich Lehrerin Silke Loogen-Leifhelm, die als Bibliotheksbeauftragte die Organisation der Lesung übernommen hatte. „Zum einen erfahren unsere Schülerinnen und Schüler so ,hautnah, zu welch kreativen Ergebnissen die schulische Schreibförderung führen kann, zum anderen passt die Darbietung der drei jungen Talente in das Konzept der Leseförderung an der Ohmtalschule, welches unter anderem regelmäßige Lesungen auch von Autoren aus der Region vorsieht.“

Mit unglaublich dichten Atmosphären und Talent im Umgang mit Sprache bildeten die Nachwuchs-Autoren zwei informative, spannende und inspirierende Schulstunden für die Schülerinnen und Schüler. Diese konnten nach Abschluss der Lesung das Buch „Kleine Fibel für werdende Autoren“ mitnehmen, das ihnen hilfreiche Ratschläge auf dem Weg zu eigenen Geschichten liefert.

Weitere Informationen unter http://www.ovag-gruppe.de/og/ovag-gruppe.nsf/c/Engagement,Schule_&_Jugend,Jugend-Literaturpreis

Text: Julian Arnold (Presseteam)

Bild: Stefan Falk


„Finger weg von meiner Freundin!“

Seminar „Cool sein – Cool bleiben!“ an der OTS – Schüler üben sich in Zivilcourage

„Aber das ist doch meine Freundin!“, schallt es durch die Aula der Ohmtalschule (OTS). Offensichtlich belästigt ein Mann mit rotem Schal eine verunsicherte junge Frau in einem „Bus“. Schnell schreiten die anderen Fahrgäste ein und helfen. In lautem Geschrei endet diese Situation, der Täter lässt schließlich von seinem Opfer ab, zieht seinen Schal aus – und verwandelt sich zurück in den netten Dienstgruppenleiter der Polizei Alsfeld, Stephan Messner. Schnell räumen die Schüler ihre Stühle zurück, welche den „Bus“ gebildet haben, und huschen zurück auf ihre Plätze. So geht Zivilcourage und das ist gar nicht so schwer, das ist allen nun klar.

Erneut war Messner an der OTS zu Gast, um ehrenamtlich das Seminar „Cool sein – Cool bleiben!“ durchzuführen. Dieses wurde einst vom Präventionsrat der Stadt Frankfurt am Main ins Leben gerufen und wird seit vielen Jahren an der Schule veranstaltet, um Schüler stark zu machen im Umgang mit alltäglichen Konflikten und brenzligen Situationen. Hierbei sollen Kinder lernen, Gewaltsituationen zu erkennen und richtig mit ihnen umzugehen. Dem Nachwuchs wird gezeigt, welche Strategien Täter nutzen, um ihre Straftaten verüben zu können, zum Beispiel das sogenannte Isolieren. Zur Demonstration soll sich die Klasse aufteilen und eine ganz normale Pausensituation auf dem Schulhof nachspielen. Den roten Schal um den Hals geworfen unterhält sich Stephan Messner mal hier, mal dort, bis er sich schließlich sein „Opfer“ herausgesucht hat. Auch mit diesem beginnt er einen alltäglichen Dialog und führt es unauffällig von der Masse weg, bis es komplett ungeschützt ist und von ihm traktiert werden kann. Diese Übung ist nur eine von vielen Spielen und Lektionen. Vermischt mit eigener Erfahrung und Anekdoten lehrt der Hauptkommissar, welch’ verschiedene Strategien Täter anwenden und wie man sich davor schützen kann.

Interessiert folgen die Schüler dem Seminar, welches ab und an durch einen lustigen Spruch aufgelockert wird. Trotzdem ist die Thematik ernst. Somit klärt Messner auch über bestimmte Vorangehensweisen auf, erläutert, wie Kinder auf spezielle Situationen reagieren sollen. Zum Beispiel, dass Distanz sehr wichtig ist, vor allem wenn der Täter bewaffnet ist. „Es zumindest versuchen ist besser als gar nichts zu tun“, meint der Polizist.

An der OTS hat Messner längst einen kleinen Kultstatus erlangt und wird stets von Schülern angesprochen, welche das Seminar früher bereits besucht haben. Auch diesmal bekommt er wieder positives Feedback, bevor die Schüler mit zufriedenem Lächeln die Aula verlassen.

Text und Bild: Julian Arnold (Presseteam)