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Schnuppern, fragen, schweißen

12. Bewerbertag an der Ohmtalschule – Firmen stellen sich dem Nachwuchs vor

Corona hat und hatte viele Nachteile. Auch den, dass viele Angebote zur Berufsorientierung für Jugendliche in den vergangenen anderthalb Jahren nicht stattfinden konnten. Die Folge: Viele Schüler sind in ihren Berufswahlentscheidungen sehr verunsichert. Um so erfreulicher ist es, dass in diesem Jahr wieder der traditionelle Bewerbertag an der Ohmtalschule stattfinden konnte. Zehn Firmen stellten dazu insgesamt 27 unterschiedliche Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten vor.

Im Werkraum der OTS schweißten Schüler Plastikwürfel zusammen.

Und so „schnupperten“ mehr als 100 Schüler der OTS-Abgangsklassen, der Vorabgangsklassen sowie der Pestalozzischule einen ganzen Vormittag lang in unterschiedliche Berufsfelder hinein. Fragten, was ein Rettungssanitäter tagtäglich leisten muss, hörten sich Vorträge über Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten an oder griffen im Werkraum der Schule gleich selbst zum Werkzeug und schweißten einen Plastikwürfel zusammen. „Ich wusste gar nicht, dass man Kunststoffteile so dicht miteinander verschweißen kann. Das hat richtig Spaß gemacht“, freute sich ein Schüler.

Ein Rettungssanitäter des DRK erklärte, worauf es in seinem Beruf ankommt.

Jeder Jugendliche musste drei verschiedene Betriebe „besuchen“ und konnte seine Bewerbungsunterlagen direkt vor Ort abgeben. Mit gutem Erfolg: Einige Firmen forderten Schüler auf, sich direkt im Nachgang des Bewerbertages bei Ihnen um einen Ausbildungsplatz zu bewerben.

Auch die Firma Seipp & Kehl stellte ihre Ausbildungsmöglichkeiten vor…

Vorgestellt wurden unter anderem die Tätigkeiten Rettungssanitäter/in, Industriekaufmann/frau, Freiwilliges Soziales Jahr, Zerspanungsmechaniker/in, Mechatroniker/in, Maschinen- und Anlagenführer/in, Duales Studium, Erzieher/in, Verwaltungsfachangestellte/r, Bachelor Arbeitsmarktmanagement und Elektroniker/in für Betriebstechnik. Die Schüler konnten auch an einer Werkführung bei Geibel & Hotz teilnehmen.

… und brachte zur Veranschaulichung einige Objekte mit.

„Wir sind sehr froh, wieder eine persönliche Begegnung zwischen Betriebsvertretern und Schülern ermöglicht zu haben. Auch wenn der Bewerbertag pandemiebedingt dieses Mal etwas kleiner ausfällt“, sagt Petra Ebert, Lehrerin für Arbeitslehre, die die nunmehr 12. Ausbildungsmesse dieser Art an der OTS mit viel Herzblut organisiert hatte. Die beteiligten Firmen hätten das große Interesse der Schüler und die gute Durchführung gelobt.

Folgende Firmen waren beim diesjährigen Bewerbertag vertreten: DRK Rettungsdienst Mittelhessen, MHI Mitte, Schottener Soziale Dienste, KAMAX, Hürner Luft- und Umwelttechnik, Marburger Tapetenfabrik, Seipp & Kehl GmbH, Stadtverwaltung Homberg, Kindertagesstätte Hochstraße, Agentur für Arbeit und Geibel & Hotz.

Text und Fotos: Simon


Förderverein macht vieles möglich

Jahreshauptversammlung an der OTS – Vorstand einstimmig bestätigt

Immer mehr Klassen der Ohmtalschule (OTS) werden zu „iPad-Klassen“, arbeiten also im Unterricht mit Apple-Tablets. Das stellt einige Eltern vor finanzielle Probleme, vor allem, wenn mehrere Geräte für mehrere Kinder angeschafft werden sollen. Wie kann man da Abhilfe schaffen? Diese wichtige Frage wurde auf der Jahreshauptversammlung des Fördervereins der OTS ausführlich diskutiert.

Zwar verfüge die Schule über einige Leihgeräte, die an Schüler ausgegeben werden. Aber auf lange Sicht sollten weitere Geräte angeschafft werden, sagte Schulleiter Carsten Röhrscheid. Der Förderverein beschloss daher, sich ausführlich mit der Thematik zu beschäftigen und über den eventuellen Ankauf gebrauchter Geräte nachzudenken. „Ein Kapitalstock in Höhe von 5000 Euro ist dank einer Spende des Gewinnsparvereins der VR Bank Hessenland vorhanden“, sagte die Vereinsvorsitzende Natasha Wilde. Für dieses Geld sei noch keine Verwendung deklariert.

Auch sonst hatten die Mitglieder des Fördervereins viel zu besprechen. Dr. Peter Zieger stellte den Kassenbericht vor, eine ordentliche Kassenprüfung wurde festgestellt.

Die Gesamteinnahmen betragen demnach 15.623,74 €, davon Mitgliedsbeiträge 2.345 €, zweckgebundene Medienspende 3555,50 €, Elternspende 1308,77 €. Darüber hinaus wurden im Rahmen der Corona-Pandemie Gesichtsvisiere mit Hilfe des 3-D-Druckers erstellt, für die Spenden in Höhe von 1045 € verbucht werden. Weitere 1555,43 € wurden von Privatpersonen zur freien Verfügung gespendet. Die Gesamtausgaben betragen 7.615,26 €. Mit 4.249,33 € konnten 13 Anträge aus der Schulgemeinde finanziert werden. Dabei ist die jährliche Bezuschussung der Bibliothek mit 1500 € der höchste Förderbetrag, Kosten in Höhe von 500,25 € ergeben sich für die Erstellung der Gesichtsvisiere. Die Schülervertretung (SV) hatte 2018 einen Sponsorenlauf organisiert und damals 8.195,80 € eingenommen, die vom Förderverein verwaltet werden. Die SV finanzierte in den vergangenen Jahren mit insgesamt 4.870,68 € die Neugestaltung von Elementen des Pausenhofs und die Reparatur von Tischkickern. Zum Jahreswechsel belief sich der Gesamtbestand des Fördervereins auf 26.045,17€. 8.000 € werden als Rücklage für eine Großveranstaltung der Schulgemeinde deklariert.

400 Euro für Zirkus-Eintritt

Nach der Vorstellung der Finanzen wurde der Vorstand einstimmig entlastet, dann standen noch Vorstandswahlen auf der Tagesordnung. Erwartungsgemäß wurde die langjährige Vorsitzende Natasha Wilde im Amt bestätigt. Heike Schmied ist ihre Stellvertreterin, Peter Zieger bleibt Rechner und Peter Drößler Schriftführer. Als Beisitzer wurden bestätigt Melanie Franke, Anke Fuchs und Wilfried Koch. Karin Fei und Maximilian Feyh sind Kassenprüfer. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.

Frau Wilde bedankte sich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit innerhalb desVorstandes und mit der Schulleitung der Ohmtalschule. Herr Röhrscheid hob indessen die Bedeutung des Fördervereins hervor und bedankte sich ebenfalls für die geleistete Arbeit und die gute Zusammenarbeit. Er berichtete, dass die Ausbildung von „Hygieneassistenten“ durch das Forschungszentrum Neu-Ulrichstein vermutlich ohne finanzielle Beteiligung des Fördervereins möglich sei. Der Eigenbetrag könne wahrscheinlich mit Hilfe des Landes-Förderprogramms „Löwenstark“ abgedeckt werden. Zudem dankte Röhrscheid dem Förderverein ganz herzlich dafür, dass dieser 400 Euro bereitstellte, damit alle 5. Klassen Aufführungen des Mitmach-Zirkus „Phantasia“ besuchen durften. Der Zirkus gastierte eine Woche lang auf dem Schulgelände, um mit Grundschülern bunte Shows und Zirkusnummern einzustudieren.

Bilder (Falk/Simon): Der Förderverein finanzierte auch den Besuch von OTS-Schülern im Mitmach-Zirkus „Phantasia“.

Text: Simon


Sekt und Verse zum Abschied

Doris Rühl, Marion Komp, Maria Kersting und Holger Schäddel verlassen die Ohmtalschule

Vor den Sommerferien hieß es erneut Abschied nehmen an der Ohmtalschule (OTS). Gleich vier Kollegen verlassen die Schule zum Abschluss dieses Schuljahres und das wurde selbstredend gebührend gewürdigt. Mit einer gelungenen Feier, die bei schönem Wetter draußen stattfinden konnte, ließen die Kollegen ihre teils jahrzehntelange Arbeit an der OTS Revue passieren und erzählten so manche lustige Anekdote.

„Dass so viele ehemalige Kollegen zur Verabschiedung kommen, zeigt die große Verbundenheit zur Schule und im Kollegium“, sagte Schulleiter Carsten Röhrscheid, der die „Gehenden“ noch einmal persönlich ehrte. Doris Rühl, Lehrerin für Arbeitslehre, Sport und Hauswirtschaft, wird eine tiefe Lücke hinterlassen, da waren sich alle einig. Seit 1980 hat sie an der OTS gearbeitet, hat vielen Generationen von Schülern unermüdlich und mit unendlicher Geduld zum Schulerfolg verholfen. Nicht wegzudenken sei sie aus der Schule, betonte Röhrscheid, sie habe die Schule stark mitgestaltet und bei vielen Veranstaltungen im Hintergrund gewirkt, indem sie zum Beispiel mit Schülern das Catering übernommen habe. „Es macht einfach Spaß, packt es an“, gab Doris Rühl, die nun in den wohlverdienten Ruhestand wechselt, den Kollegen mit auf den Weg.

Die zweite Pensionärin ist Dr. Marion Komp, die vom Schulleiter vor fast 15 Jahren auf einer Weihnachtsfeier von der Gesamtschule Hungen „abgeworben“ wurde, weil ihr Fachwissen in Englisch und Latein in Homberg dringend benötigt wurde. Dr. Komp war das Bindeglied zur Alfred-Wegener-Schule in Kirchhain, wo sie ebenfalls unterrichtete, und ihre jährlich stattfindende Trier-Exkursion ist fester Bestandteil des OTS-Schullebens. „Sie hat ihren Dienst stets mit 120 Prozent gemacht und selbst an ihrem letzten Schultag noch die Schüler fürs Cambridge Certificate begeistert“, lobte Röhrscheid, währenddessen Marion Komp sich sehr lebhaft an ihren ersten Tag an der OTS erinnerte und was sich seitdem alles grundlegend in der Schule verändert hat – organisatorisch, technisch und bei der Inneneinrichtung. „Alles ist in Bewegung“, lautete ihr Fazit.

Die dritte Ruheständlerin ist Maria Kersting mit den Fächern Chemie und Biologie, die seit einigen Jahren an der OTS war. Sie habe die Chemie-Sammlung auf Vordermann gebracht und dabei einige sehr interessante Stoffe entdeckt, sagte Röhrscheid mit einem Augenzwinkern.

Der vierte „Abgänger“ ist Jugenddiakon Holger Schäddel, der seit 2003 neben seiner kirchlichen Tätigkeit als Religionslehrer und in der schulbezogenen evangelischen Jugendarbeit an der OTS tätig war. Viele Ausflüge ins Kreisjugendheim Landenhausen, Schulgottesdienste, Kanu-Touren oder der Pausen-Spiel-Raum „Halbzeit“ sind untrennbar mit ihm verknüpft, sodass auch er eine große Lücke hinterlassen wird. Schäddel wird sich künftig ganz und gar seiner kirchlichen Tätigkeit widmen, wobei der Abschied von der Schule in der Hochstraße ihm sehr schwer fällt.

Alle Verabschiedeten wurde von ihren Fachbereichen noch einmal gewürdigt und beschenkt, bevor Karin Fei vom Personalrat eine äußerst amüsantes Gedicht vertrug, das ihnen und ihren liebenswerten Eigenheiten gewidmet war. Der Lehrerchor sowie Herbert Kress am Keyboard und Ute Tondar an der Violine umrahmten die Verabschiedung musikalisch.

Foto (Falk): OTS-Schulleiter Carsten Röhrscheid verabschiedet Maria Kersting, Dr. Marion Komp, Doris Rühl und Holger Schäddel (von rechts).


Sauber machen für die Umwelt

Ohmtalschüler sammeln beim „Sauberhaften Schulweg“ 35 Kilo Müll ein

Dass Umweltschutz beim eigenen Verhalten und direkt vor der Klassentür anfängt, lernten die Ohmtalschüler kurz vor den Sommerferien. Zur hessenweiten Aktion „Sauberhafter Schulweg“ zogen rund 330 Kinder und Jugendliche aus 16 Klassen der OTS übers Schulgelände und durch die angrenzenden Straßen, um Müll einzusammeln.

Mit Handschuhen und Säcken „bewaffnet“ wurde eingetütet, was immer gefunden wurde: jede Menge Plastikmüll, Papiertüten, Masken, leere Verpackungen, Zigarettenkippen usw. Der Nachwuchs erfuhr dabei, dass man ohne viel Aufwand viel für die Umwelt tun kann und schnell zum Vorbild für andere werden kann. Und dass es ziemlich blöd ist, seinen Müll in die Natur und auf die Straße zu werfen.

Auch die Klasse 6b hatte viel Spaß bei der Aktion “Sauberhafter Schulweg”. Bild: Simon

Und so landeten am Ende der zweitägigen Sammelaktion insgesamt 35 Kilo im Müllcontainer, ein stolzes Ergebnis, auf das die Schüler zu Recht sehr stolz sein können.

Im vergangenen Jahr musste die Aktion, die es seit mehr als zehn Jahren gibt, leider corona-bedingt ausfallen.

Foto (Hartmann): Die Schüler der Klasse 7b machten die große Pausenwiese an der Hochstraße sauber.


Cambridge Zertikat für Maja-Sophie Reitz

Die ehemalige OTS-Schülerin Maja-Sophie Reitz erhielt jetzt ihr Cambridge Zertikat. Die 15-Jährige ist die jüngste Absolventin der Ohmtalschule seit der ersten Prüfung.

Zwei Jahre lang hat Maja-Sophie über den regulären Unterricht hinaus fleißig Englisch gelernt, um dann in Lauterbach erfolgreich ihre Prüfung in den Testbereichen Speaking and Listening, Writing, Reading und Use of Language abzulegen. Auch im Lockdown hat die Schülerin, die seit diesem Schuljahr die gymnasiale Oberstufe in Alsfeld besucht, emsig gepaukt. Und sie beteiligte sich, als es noch ging, zusätzlich am Norwegen-Austausch.

Nun bekam sie von Schulleiter Carsten Röhrscheid und Englischlehrer Jan Brosig das Zertifikat überreicht, das weltweit hohes Ansehen genießt und bei Bewerbungen für viele Pluspunkte sorgt. Einen Teil der Teilnahmegebühr übernahm die Ohmtalschule, die Kosten für die auf das Zertifikat zugeschnittenen Bücher stellte wie in jedem Jahr die Monika- und Dieter-Bock-Stiftung zur Verfügung.


Weitere Informationen unter http://www.mdbock-stiftung.de/.

Text und Bild: Simon


Spione, ein U-Boot und ein verschwundener Bruder

Vorlesewettbewerb an der Ohmtalschule: Hannah Christ ist Schulsiegerin

Um gutes Vorlesen geht es statt um Schauspielerei. Lesetechnik, Interpretation und Textstellenauswahl stehen in dieser besonderen Art der Lesung im Vordergrund. Alle Jahre wieder findet der Vorlesewettbewerb deutschlandweit für die 6. Klassen statt. Auch dieses Jahr beteiligt sich die Ohmtalschule (OTS) an dem Projekt, das den Spaß am Lesen wecken soll. Innerhalb ihrer Klasse haben sich Christopher May, Hannah Christ und Collin Malkus bereits durchgesetzt, nun kämpfen sie um den Schulsieg. Aufgrund der Corona-Pandemie messen sie sich vor einem stark verkleinerten Publikum in der Bibliothek statt vor allen 6. Klassen in der Aula in ihren Lesekünsten. Angefeuert werden sie von je einer ausgewählten „Vertrauensperson“ und der Lehrerin Christine Marc.

Zunächst gibt es eine Einführung von der Organisatorin des Schulentscheids Silke Loogen-Leifhelm. In der ersten Runde lesen die Teilnehmer nach einer ausgelosten Reihenfolge ihre selbst gewählten Texte vor. Danach geht es in der zweiten Runde darum, einen Ausschnitt eines unbekannten Buches vorzutragen. Silke Loogen-Leifhelm schaut dabei ganz genau auf die Uhr – für jede Runde haben die Vorlesenden jeweils drei Minuten Zeit. Anschließend bewertet die ebenfalls verkleinerte Jury, bestehend aus der Vorjahressiegerin Vivien Boß, dem Lehrer Maximilian Feyh und der Bibliothekarin Ariana Jende, die Leistungen der Vortragenden und bestimmt einen Sieger.

Christopher May (6 a) beginnt die erste Runde mit dem Buch „Das Meer der 1000 Gefahren“, in dem ein begeisterter Hobbytaucher und sein Freund sich auf die gefährliche Suche nach einem auf Grund gelaufenen U-Boot begeben.

Die nächste Leserin ist Hannah Christ (6 G), deren Buch „Caspar und der Meister des Vergessens“ von einem schrecklichen Ereignis in der Silvesternacht einer Marionettenspielerfamilie handelt. Denn Caspar entdeckt, dass sein Bruder Till auf einmal spurlos verschwunden ist und seine Eltern sich nicht mehr an ihren jüngsten Sohn erinnern können.

Mit „Die drei ??? Kids: Das gruseligste Buch aller Zeiten“ schließt Collin Malkus (6 b) die erste Runde des Wettbewerbs ab. In dieser Geschichte geht es darum, dass die drei Fragezeichen in einem Gruselpark von einer Person belauscht werden, die unbedingt ein Buch über sie schreiben will. Um dies zu stoppen, versuchen Justus, Peter und Bob sie zu finden.

Nach einer kurzen Pause steht die zweite Runde an. Endlich wird das Geheimnis um das unbekannte Buch durch Silke Loogen-Leifhelm gelüftet: Es handelt sich um den von Richard Dübell geschriebenen ersten Teil der „Last Secrets“- Reihe mit dem Titel „Das Rätsel von Loch Ness“. Die Nachkommen des ersten Detektives Eugène Vidocq Franziska und Fynn müssen dabei die letzten großen Rätsel der Welt lösen und ihre erste Aufgabe führt sie nach Schottland zum Loch Ness. Collin Malkus fängt mit dem Vorlesen an, daraufhin ist wieder Hannah Christ an der Reihe und das Schlusslicht bildet Christopher May.

Nun ist es an der Jury, eine Entscheidung zu treffen. Doch diese lässt ungewöhnlich lange auf sich warten. Deshalb werden die jungen Teilnehmer immer nervöser. Schließlich wird die sehr knappe Entscheidung mitgeteilt. Collin Malkus und Christopher May teilen sich den zweiten Platz und Hannah Christ belegt den ersten. Sie wird die OTS in der nächsten Runde des Wettbewerbs vertreten. Silke Loogen-Leifhelm betont bei der Verleihung der Buchpreise: „Es gibt keine Verlierer.“ Denn alle drei hätten bereits in ihrer Klasse gewonnen.

Nicht nur der Vorlesewettbewerb passt sich seiner Zeit an, sondern auch sein diesjähriger Veranstaltungsort. Die Stadt- und Schulbibliothek Homberg hat ab Januar eine neue Internetadresse: www.bibo-homberg.web-opac.de. Außerdem kann man online in den Beständen der Bibliothek stöbern unter der Adresse https://0010.hebib.de.

Text: Alina Köhler (Presse Team)

Bild: Lehrer Maximilian Feyh, Christopher May, Bibliothekarin Ariana Jende, Organisatorin Silke Loogen-Leifhelm, Collin Malkus, Vorjahressiegerin Vivien Boß und die diesjährige Gewinnerin Hannah Christ ( v.l.) nach der Jury-Entscheidung.


Laptops für Schüler gespendet

Michael Dörr überreicht 13 Geräte von DHL

Als die Ohmtalschule (OTS) Mitte März wegen des Lockdowns ins Homescooling wechselte, stellte das einige Schüler und Familien vor große Herausforderungen: Sie hatten weder Tablet, Laptop oder PC, um am täglichen Unterricht teilzunehmen und das Aufgabenpensum zu bewältigen. Daran, die Situation dieser Menschen zu verbessern, dachte der Homberger Michael Dörr nun, als bei seinem Arbeitgeber neue Computer angeschafft und die alten entsorgt werden sollten. Kurzerhand arbeitete Michael Dörr 13 Laptops auf und spendete sie daraufhin seiner ehemaligen Schule. „Überall wird in Zeiten von COVID-19 Hardware benötigt, und daher wollten wir den Schülern der Ohmtalschule und dem Vogelsbergkreis etwas Gutes tun“, erklärte er, als er die Spende jetzt überreichte.

Michael Dörr ist als „Head of IT Infrastructure & Servicemanagement“ bei DHL Global Forwarding GmbH (DGF) angestellt. DGF mit Hauptsitz in Frankfurt ist der deutsche Teil der Luft- und Seefrachtsparte des Konzerns Deutsche Post DHL Group. In die nun gespendeten Laptops haben er und sein Sohn, der zurzeit die OTS besucht, viel Zeit investiert. Alle Geräte waren aus Datenschutzgründen siebenfach zu löschen. Im Anschluss daran erhielten die Rechner ein neues Betriebssystem und wurden komplett neu aufgesetzt.

„Wir freuen uns sehr über diese Spende, denn wir rechnen schon mit erneutem Homescooling für einzelne Klassen“, sagte OTS-Schulleiter Carsten Röhrscheid. Daher seien in den vergangenen Wochen alle Schüler befragt worden, welche technische Voraussetzungen sie zuhause haben und ob eventuell Bedarf für ein Leihgerät besteht. „Für viele Familien ist es doch recht schwierig, ein entsprechendes Gerät zu finanzieren, das ist der größte Hemmschuh“, so Röhrscheid, der gemeinsam mit dem OTS-IT-Beauftragten Marco Künz die Geräte in Empfang nahm.

Auch der Vogelsbergkreis sparte nicht mit Lob. „Wir als Schulträger freuen uns sehr, Hardware kann man nicht genug haben. Die Spende ist eine sehr gute Ergänzung zu den Endgeräten, die der Ohmtalschule bereits aus dem Sofortprogramm zur Verfügung gestellten werden konnten“, sagte Berthold Habermehl, Leiter des Amtes für Schulische Bildung und Betreuung. „Wir hoffen, dass es nicht wieder zum vollen Lockdown kommt. Wir haben auch Laptops gekauft und warten noch auf Lieferungen. Und die OTS ist ja führend, was iPad-Klassen angeht, das unterstützen wir“, so Habermehl, der dem Spender ebenfalls herzlich dankte.

Text: Simon

Bild (Simon): Michael Dörr (rechts) überreichte Schulleiter Carsten Röhrscheid (Mitte) die gespendeten Laptops im Beisein von Amtsleiter Berthold Habermehl.


50.000 fleißige Mitarbeiterinnen an der OTS

Imker AG wird Schulfirma: „Honig-Dealer“ können sich vor Nachfrage kaum retten

An der Ohmtalschule wird ab sofort „gedealt“. Ganz legal selbstverständlich, und mit einem äußerst gesunden und schmackhaftem Stoff: Honig. Seit 2018 eine Imker AG an der OTS ins Leben gerufen wurde, findet das leckere „Stöffche“ reißenden Absatz. Mehrere Völker arbeiteten in den vergangenen Jahren bienenfleißig auf den schuleigenen Blühwiesen, die von Frühjahr bis Herbst eine wahre Augenweide sind. Nun beschlossen die Teilnehmer der Imker AG, eine Schulfirma namens „Die OTS-Honig-Dealer“ zu gründen.

Hannah Schrader vom OTS-Presseteam sprach mit der Initiatorin des Projektes, Biologielehrerin Vanessa Franz.

War von Anfang an geplant, dass die Imker AG zur Schulfirma wird?

Vanessa Franz: „Nein, von Anfang an war das nicht geplant. Wir haben ausprobiert, ob es sich gut anbieten würde und das hat es.“

Wer kam auf die Idee, eine Schülerfirma aus der Imker AG zu machen? Sie oder die Schüler?

Vanessa Franz: „Na ja, die Schüler haben so ein wenig rumgeblödelt und dann kam auf einmal der Vorschlag ,Wir könnten den Honig ja auch im Internet verkaufen’. Im Endeffekt war das dann eben eine Gemeinschaftsentscheidung und die Schulfirma kam dabei heraus. Wir sind nun keine AG mehr, sondern eine GbR mit zwei Schülern als Geschäftsführern.“

Wussten Sie, wie all das funktioniert? Das Konzept zum Beispiel…?

Vanessa Franz: „Wir hatten Hilfe von Frau Dören aus dem Ausbildungs-Zentrum für Natur- und Umweltbildung im Vogelsbergkreis (AZN Kirtorf). Sie kam vorbei und hat mit uns die Frage geklärt, was denn eine nachhaltige Schulfirma ausmacht und hat auch Tipps gegeben, die wir natürlich gerne angenommen haben. Es wurde alles geprüft und dann haben wir das Ok erhalten.“

Wie läuft das Geschäft?

Vanessa Franz: „Sehr gut! In diesem Jahr haben wir knapp 30 Kilo von einem Volk verkauft. Wir waren komplett ausverkauft! Die Nachfrage ist mindestens dreimal so hoch. Ein großes Glas kostet 5 Euro, ein kleines 2,50 Euro. Dazu kommt noch 1 Euro Glaspfand.“

Man spricht ja eigentlich nicht über Geld, aber: Wird der Gewinn auf die Schüler aufgeteilt oder machen sie das „ehrenamtlich“? Bekommt die Schule das Geld?

Vanessa Franz: „Der Gewinn wird in neue Anschaffungen, wie zum Beispiel eine manuelle Schleuder, investiert. Also einfach erst einmal in die Sachen, die nötig sind und die die Arbeit erleichtern.“

Wie viele Bienen haben die „OTS-Honig-Dealer“ ungefähr?

Vanessa Franz: „Wir haben ein großes und ein kleines Volk. In einem großen Volk sind immer rund 30.000 und in einem kleinen circa 20.000 Bienen. Insgesamt haben wir also ungefähr 50.000.“

Wie ist das Gruppenklima in der Firma? Ist alles gut oder gibt es manchmal auch persönliche Probleme?

Vanessa Franz: „Also in der Firma sind zwölf Schüler von der sechsten bis zur zehnten Klasse und die verstehen sich zum Glück sehr gut!“

Wie oft trefft ihr euch, um die Firma aufrechtzuerhalten?

Vanessa Franz: „Momentan treffen wir uns noch einmal die Woche. Also wie bei anderen AGs auch. In der Hauptsaison (Mai) werden wir uns allerdings vermutlich öfter treffen müssen.“

Wissen Sie, ob die Schule auch noch andere Firmen gründen würde? Wie zum Beispiel eine Firma, die Gemüse verkaufen würde?

Vanessa Franz: „Die Schulleitung überlegt noch, ob man eventuell eine Kooperation mit dem Schulgarten starten könnte. Dann müsste man natürlich auch schauen, wie sich das verkauft. Sicher ist aber noch nichts. Außerdem muss man dann natürlich auch schauen, wie es nächstes Jahr mit Corona aussieht.“

Wie läuft das eigentlich mit der Werbung? Macht ihr schon welche und wenn nicht, ist es geplant?

Vanessa Franz: „Im Winter wird die diesjährige Ernte verkauft, wodurch man ja zwangsweise auch auf unsere Firma aufmerksam wird. Später ist dann eventuell noch geplant, dass wir auf der Homepage Werbung machen.“

Text: Hannah Schrader (OTS Presseteam)

Bilder: privat

Das Gruppenbild zeigt die “Honig-Dealer” mit den Biologielehrerinnen Vanessa Franz (3.v.r.) und Sabine Bachorz (ganz rechts).


Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

Zwei „Urgesteine“ verlassen die OTS: Herbert Kress und Karl-Heinz Biere in Ruhestand verabschiedet

Zwei „Urgesteine“ im positivsten Sinne des Wortes verlassen die Ohmtalschule (OTS): Die Lehrer Herbert Kress und Karl-Heinz Biere wurden mit Beginn der Sommerferien in den Ruhestand verabschiedet. Ein Abschied, der allen schwer fällt. Den künftigen Pensionären, Schulleitung und Kollegen, Schülern und Eltern. Entsprechend emotional fiel die Verabschiedung aus, trotz Corona-Abstand, der auch die Ohmtalschule nach wie vor beherrscht.

„Es ist schwer vorstellbar, wie das alles hier weitergehen soll ohne euch“, sagte Schulleiter Carsten Röhrscheid und erinnerte an die vielen Stationen der beiden „Abgänger“, die das Schulleben stark geprägt haben.

„Es war mir eine Ehre, hier zu arbeiten“, sagte Herbert Kress, der in den vergangenen 35 Jahren in Homberg ganze Generationen von Schülern durch ihre Schulzeit an der OTS begleitet und stets ein offenes Ohr für sie hatte. Er übernahm zunächst die Aufgaben der Leitung des Realschulzweiges und später bis zu seiner Pensionierung die Leitung der Förderstufe. Über einen langen Zeitraum war er zudem für die pädagogische Organisation verantwortlich, betreute die studentischen Praktikanten und war langjähriger Personalratsvorsitzender, als solcher vertrat er Schule und Kollegen auch in schweren Zeiten. Die Liste der Aufgaben von Herbert Kress ist lang. An oberster Stelle jedoch – denn damit verbinden ihn die meisten – steht die Musik. Kress hat sich über die Grenzen der OTS hinaus den Ruf eines begnadeten und passionierten Allround-Musikers erworben, der auf vielen Schulveranstaltungen begeisterte. Er inszenierte zweimal ein großes „Tabaluga“-Musical in Homberg. Auf zahlreichen Zeugnisverleihungen und Schulfesten „haute“ er am Flügel in die Tasten, obgleich er zu seiner eigenen Verabschiedung ein eher leiseres Stück von Brahms spielte. Stellvertretend für Generationen von Schülern, denen Kress nicht nur Deutsch, sondern auch das Einmaleins der Musik, des Rhythmus’ und des Gesangs beibrachte, sangen der Lehrerchor und der Mädchenchor „Die Töffels“, um dem langjährigen Mentor als Überraschung einen musikalischen Gruß mit auf den Weg zu geben. Und ein ehemaliger Referendar, der längst als Musiklehrer an einer anderen Schule arbeitet, sang und spielte „Let it be“ am Flügel.

Auch Karl-Heinz Biere blickt auf ein bewegtes Schulleben zurück. Jahrezehntelang unterrichtete er Schüler in Mathematik und Sport, engagierte sich im Personalrat und als Fachbereitsleiter Mathematik. Unzählige Abschlussklassen tragen seinen Namen auf ihren Abschlusspullis, zumal dieser stets eine Steilvorlage war für selbstironische feucht-fröhliche Anspielungen à la Klasse 10 G: 29 Flaschen und ein Bier(e)“. Und unzählige Schüler dürften sich noch an den Muskelkater erinnern, der auf anstrengende Radtouren mit dem passionierten Tischtennisspieler folgte.

„Es war eine schöne Zeit“, bilanzierte Biere, für den sich an seinem letzten Schultag ein Kreis schloss: Kurioserweise verbrachte er seine allererste und auch seine letzte Schulstunde an der OTS in einer 5. Gymnasialklasse und das auch noch im exakt selben Raum. „Ich hoffe, ich gehe jetzt wirklich in Rente“, scherzte er, „denn der Rentenbescheid fehlt immer noch.“

Es war kein Abschied für immer, dass machten beide Ruheständler deutlich: „Nach Corona“ soll es noch ein Grillfest für die Kollegen geben. „Ein Abschied, wo man sich auch mal drücken kann,“, so Biere.

„Ich wünsche euch allen, dass viele positive Erinnerungen an die Schule zurückbleiben, wie ich sie habe“, sagte Herbert Kress und schloss mit dem berühmten Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse.

Hermann Hesse: „Stufen“ (Auszug)

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Text: Simon

Foto (Falk): Die künftigen Pensionäre Herbert Kress und Karl-Heinz Biere mit Schulleiter Carsten Röhrscheid (von links).


Die Katze auf der Tastatur

OTS ruft zu Wettbewerb „Wir bleiben zu Hause“ auf – Schüler präsentieren originelle Beiträge – Förderverein spendet Preise

Äußerst unterhaltsame und interessante Einblicke in ihr Privatleben in Zeiten von Corona haben Schüler der Ohmtalschule (OTS) nun gewährt. Da wird für Bewohner des Seniorenheims Goldborn gebastelt und gemalt, es werden anspruchsvolle Gedichte verfasst, lustige Experimente gemacht oder Videos gedreht, wie die „Postbotin“ per Bobbycar und mit viel Abstand ein Paket zustellt. Alles sehr gelungen, alles sehr originell.


Die OTS-Schüler waren aufgerufen, im Rahmen des Schulwettbewerbs „Wir bleiben zu Hause“ witzige Situationen oder den Alltag zuhause darzustellen oder darüber zu berichten, wie sie die Zeit im Moment verbringen. Wichtig war, dass der Beitrag Mut macht in dieser sehr ungewöhnlichen Situation und humorvoll ist. „Seit Wochen hat sich unser Schulleben sehr gewandelt. Dem Coronavirus ,verdanken’ wir es, dass wir jetzt zu Hause arbeiten dürfen. Diese besondere Situation hat uns veranlasst, einen kleinen Wettbewerb zum Thema auszuschreiben“, erklärt Schulleiter Carsten Röhrscheid.


Die Kriterien Mutmachen und Witzigsein hat das Video des Gewinners Lucas Gröb aus der Klasse 5b voll und ganz erfüllt. Man sieht Lucas, wie er backt und kocht, Hausaufgaben macht trotz Katze auf dem Schoß und auf der Tastatur, seinem Vater beim Renovieren hilft, mit seiner Schwester „Motorrad“ fährt, Gemüse anbaut oder technische Experimente macht. Stubenkoller wegen Corona? Nicht bei Lucas. Dem Video nach zu urteilen ist Lucas während der vergangenen Wochen keine Sekunde lang langweilig gewesen.
„Meine Mutter hat sich einen Plan gemacht, was wir in der Coronazeit machen könnten als Familie, damit uns nicht langweilig wird“, erklärt der Fünftklässler. „Dann kam das mit dem Wettbewerb und da ich nicht singen kann und mir auch kein Gedicht eingefallen ist, habe ich gedacht, wir könnten ein Video machen über das, machen was wir gemacht haben. Wir haben eine App gefunden, die das automatisch zusammenschneidet als Film. Das mit den Gummibären hat mir am besten gefallen und geschmeckt“, sagt Lucas.

Förderverein spendet Gutscheine im Wert von 220 €

Weil auch die anderen Wettbewerbsbeiträge so toll waren, hat sich die Jury – bestehend aus Lehrern und Schulleitung der OTS – entschlossen, neben dem ersten nur noch zweite Preise zu vergeben. Diese erhalten: Julian Geretzky (10R), Sarah Wiegand (8G) und Jasmin Hamid (7Gb), Sophie Firnys (5a) und Emily Firnys (8), Amelie Zoe Leng (6Gb), Tom Honig (6a), Johannes Giersfeld (6b), Jonah Knerr (5b).
Der Erstplatzierte Lucas Gröb erhält „Ohmtaler“ – den regionalen Einkaufsgutschein des Homberger Gewerbevereins, der in vielen Geschäften eingelöst werden kann – im Wert von 40 Euro. Alle anderen erhalten „Ohmtaler“ im Wert von 20 Euro. Herzlichen Glückwunsch!

Text: Silvia Simon Bild: Lucas Gröb