Archiv der Kategorie: Schulleben

Natur, Schönheit und Leid

Preisträger des OVAG-Literaturwettbewerbs lesen an der OTS

Getuschel und Flüstern breitete sich unter den Schülern der 8. Klasse aus, welche sich zu einer Lesung im Rahmen des jüngsten OVAG-Literaturwettbewerbs in der Aula der Ohmtalschule (OTS) versammelten. Wie im letzten Jahr durften die Kinder wieder Zeuge einiger wahrer Talente an Stift und Papier werden, wenn Preisträger des Wettbewerbs auf dem Podium Platz nehmen und ihre Werke vorlesen.

Nach einer kurzen Ansprache von Lehrerin Silke Loogen-Leifhelm, die den Hintergrund des Wettbewerbs erklärte, ging es auch schon los. Laura Nold ließ sich auf dem Podium nieder. Auf eine Vorstellung ihrerseits folgte das Nennen des Titels ihrer Geschichte: „Heimweg“ sprach sie in das Mikrofon und begann mit voller Hingabe regelrecht über das Papier zu fliegen. Es ist eine Geschichte rund um die Gewalten der Natur. Aus der Ich- Perspektive erzählt sie von der Demut und der Entkräftung des menschlichen Geistes gegenüber Einflüssen wie Kälte oder auch Hitze.

Die zweite Geschichte, erzählt von Laura Predota, handelt von einem Thema, mit dem gerade junge Menschen viel anfangen können: dem Drang nach Schönheit und Perfektion. Eine Erzählung voller gut nachvollziehbarer Tatsachen. Sie handelt von einer Frau, die mittels ihrer Kleidung aufs Erbarmungsloseste versucht ihre Problemzonen zu verdecken, etwa den rundlichen Bauch oder das Doppelkinn.

In der dritten und letzten Geschichte dreht sich alles um das Leben und Leiden im Jugendwerkhof Torgau zur Zeit der DDR. Eine Erzählung voller Leid, Einsamkeit und Trauer. Sie behandelt das Zerfallen der Psyche und die Schädigung des menschlichen Geistes, die Absicht zur vollkommen Isolierung und einem Dasein in Haft. Geschrieben wurde sie von Anna Wecker und trägt den Namen „Das Leben in der Hölle auf Erden“ – ein wahrhaft passender Titel.

Alles in allem waren es spannende Stunden für die Schüler, die Lust auf mehr machten und eventuell das ein oder andere Talent am Papier hervorbringen könnten.

Text und Foto: Julian Arnold (Presse AG)



Geister und Grusel

„Kinder Tourneeoper Mannheim“ spukt für Grundschüler

Ein wahrhaft ungewohntes Bild bietet sich dem Beobachter, als er einen neugierigen Blick in die Aula der Ohmtalschule wirft. Kleine Kinder, umhüllt in geisterhafte Gewänder, wie sie durch die Gegend schleichen und gemeinsam glücklich singen. Natürlich spukt es an der Schule nicht, nein – die „Kinder Tourneeoper Mannheim“ ist zu Gast und hat etwas ganz Besonderes für die Homberger Grundschüler im Gepäck.

„Edgar und das Schlossgespenst“ heißt das Musicalstück, das die Kleinen an diesem Vormittag genießen konnten. Präsentiert von waschechten Opernsängern geht es in diesem schaurig-schönen Stück um Edgar, der von seiner Tante das gruselige Geisterschloss Kettenrasselstein erbt. Doch das ehemalige Zimmermädchen Violetta der besagtenTante treibt dort noch immer ihr Unwesen und will sich ihr Zuhause nicht streitig machen lassen. Darauf gehen die beiden eine Wette ein: ein Gruselduell! Der Gewinner behält das Erbe des Schlosses, wohingegen der Verlierer nie wieder einen Fuß in das alte Gemäuer setzen darf. So geht das Gruseln auch schon los. Kettenrasseln, Kerzenflackern und eine weiße Dame, die in den Gängen des Schlosses umherwandelt…

Unterlegt von klassischer Instrumentalmusik und mit sehr talentierten Darstellern gestaltete sich der Vormittag für die kleinen Schüler höchst unterhaltsam – wobei einige von ihnen auch als Violettas gruselige Geisterfreunde ein Teil der schaurigen Vorstellung werden und dabei auch laut mitsingen konnten.

Text und Bild: Julian Arnold (Presse AG)




Würzig und feurig durch Wüsten und Berge

Yale Strom an der OTS – Klezmer-Klänge aus USA in der Aula

Musik spielt im Leben von uns allen eine große, bedeutende Rolle. Es ist womöglich die meist verbreitete und beliebteste Möglichkeit, seinen Gefühlen und Emotionen freien Lauf zu lassen. Musik hat viele Genres, bei denen für jeden etwas dabei ist, ebenso einige Unterkategorien. Doch von Klezmer-Musik haben viele Schüler bisher kaum etwas gehört. Das war bis vor kurzem an der Ohmtalschule (OTS) nicht anders. Jetzt wissen sie: Klezmer ist nicht mehr und nicht weniger als jüdische Volksmusik. Sie hat schnelle Töne und klingt würzig, mit ihrem zumeist feurigen Tempo hat sie einen hohen Wiedererkennungswert.

Die aus San Diego stammende Klezmer Band „Hot Pstromi“ stoppte während einer Tournee quer durch Europa für ein Konzert in der Aula der Ohmtalschule. Eine vorerst zumindest misstrauische Mimik angesichts der unbekannten Musikrichtung war den Schülern gewissermaßen anzusehen. Yale Strom, der Kopf der Band, hat sich neben der Klezmermusik mit Filmen und anderen Dingen bereits einen Namen gemacht. Zusammen mit seinen Freunden und seiner Gattin Elizabeth Schwartz, die ebenfalls am Konzert teilnahm, bildet er ein unschlagbares musikalisches Team.

Nach einigen hochinteressanten Stücken, die unter anderem von Bergen und Wüsten erzählen, brachte er den Schülern mit einer Mischung aus Deutsch und Englisch die Musikrichtung und damit verbunden die jüdische Kultur Stück für Stück näher. Dabei ließ er die Jugendlichen auch das ein oder andere Mal selbst zu Wort kommen und ihre eigenen Erfahrungen und „Musikgeschmäcker“ in die Veranstaltung miteinfließen. Im Anschluss daran offenbarte Elizabeth Schwartz dem Publikum erstmals ihr großartiges Gesangstalent und sang neben einigen berühmten jüdischen Volksliedern eine Erzählung der Kartoffel, eine der wichtigsten Bestandteile der jüdischen Küche und des Chanukkafestes.

Als der letzte Text gesungen und der letzte Ton abgeklungen war, verabschiedete sich „Hot Pstromi“ auch schon wieder aus der Ohmtalschule und beendete somit ein Konzert, das die Meinung und Geschmäcker vieler mit großer Sicherheit verändert hat. Insgesamt ein wirklich tolles Konzert, welches Schülern und Lehrern die Vielseitigkeit und Raffinesse der jüdischen Kultur offenbarte.

Text und Foto: Julian Arnold (Presse AG)

Das Foto zeigt OTS-Schulleiter Carsten Röhrscheid bei der Vorstellung der Musiker in der Aula.



Elternspende läuft an

Der Förderverein der Ohmtalschule ruft in dieser Woche zur Elternspende auf. Sie ist ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung der Schule.

Schule gestalten

Die Mittel des Schulträgers und des Land Hessen helfen nur begrenzt. Um Unterricht noch lebendiger, anregender, interessanter und vielschichtiger zu machen, die Pausenbereiche und die Angebote der Bibliothek noch attraktiver zu gestalten braucht es den Förderverein. Ohne die Spende der Eltern gäbe es keine Lernwerkstatt, in der Küche keine Kochtöpfe, im Kunstbereich keine Staffeleien, im Werkraum keine neue Biege- & Abkantbank, im Nawi-Unterricht weniger Versuchsmaterialien für Schülerhände, in der Halbzeit weniger Spiele, im Technik-Unterricht keinen 3-D-Drucker oder Roboter, keine Kletterwand und auch keinen Basketballkorb und in der Bibliothek viel weniger Sachbücher und Fördermaterialien, der Förderverein bezuschusst den Schülertransport zu Bildungsmessen, kulturellen Veranstaltungen oder Freizeiten.

Wozu noch eine Elternspende, wenn es einen Förderverein gibt

Der Förderverein hat mittlerweile mehr als 135 Mitglieder, die als Jahresbeitrag ca. 2700 € aufbringen. Dieses Geld reicht trotzdem nicht für die notwendigen Anschaffungen und Zuschüsse, daher gibt es die Elternspende weiterhin in jedem Jahr. Es ergeht an die Eltern die Bitte, den FÖV mit Ihrer Elternspende und/oder Mitgliedsbeitrag zu unterstützen. Spende und Beitrag können Sie steuermildernd geltend machen.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten einen Flyer. Dort wird beschrieben, wie Eltern spenden können:

Auswertung

Der Vorstand des Förderverein trifft sich zu Beginn des Monats Mai und wertet die Elternspende aus. Lehrkräfte werden dabei nicht anwesend sein. Spendenbescheinigungen werden Ende Mai bei einem Spendenbetrag von mindestens 20 € ausgestellt und per Ranzenpost zugestellt.


Fördernd tätig zum Wohle der Ohmtalschule

(DRL). Der Förderverein der Ohmtalschule hielt unter der Leitung der Vorsitzenden Frau Wilde in der 25. Jahreshauptversammlung der Vereinsgeschichte Rückschau auf das vergangene Rechnungsjahr 2018.

25 Jahre Förderverein

Der Schulleiter Carsten Röhrscheid hob die Bedeutung des Fördervereins hervor und bedankte sich für die geleistete Arbeit und die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Der Förderverein verwaltet bereits seit 25 Jahren treuhänderisch Elternspenden und Spenden von Privatpersonen oder Betrieben, die an die Schulgemeinde gerichtet sind. Ohne den Förderverein mit seinen über 130 Mitgliedern könnten zahlreiche Projekte an der Ohmtalschule nicht durchgeführt werden.

Förderprojekte

“Im Jahr 2019 verzeichnete der Verein Gesamteinnahmen in Höhe von 27.587,35 €, davon schlug der Sponsorenlauf der SV mit 8.195,80 € zu buche. Gesamtausgaben in Höhe von 20718,32 € konnten getätigt werden. “, so die Rechnerin Henriette Pfeffer.

Von den Gesamtausgaben wurden zweckgebunden für Kopien und Papier rund 5300 € verausgabt. Ferner tätigte man zahlreiche Anschaffungen. Die Ausstattung der gemeinsamen Stadt- und Schulbibliothek konnte mit Hilfe einer Bezuschussung von 1500 € erweitert werden, mehr als 2800 € gab man für mobile Sitzgelegenheiten im Aulabereich aus, die sich die Schülervertretung im Rahmen des 25-jährigen Bestehens des Fördervereins gewünscht hatte. Das zwei Jahre andauernde Schülerprojekt „Wildkräuterbuch“ unter der Leitung von Frau Seim konnte erfolgreich beendet werden. Stolz präsentierte die Gruppe das Buch in der Jahresmitte. Hier hat der Förderverein Einnahmen und Ausgaben von jeweils über 9000 € verbucht.

Ein Schülerexperimentierkasten „Biobrennstoffe“ für den Fachbereich Chemie mit entsprechender Literatur konnte angeschafft werden, an einer Theater-Aktion der ev. schulbezogenen Jugendarbeit beteiligten wir uns, ebenso wie an der Anschaffung eines 3-D-Druckers für die Technik. Im Rahmen des Sozialpraktikums wurde von drei Schülerinnen eine große Uhr für die Pausenhalle gebaut, deren Einzelteile der Förderverein bezahlt hat. Der Zuschuss für die Musicalfahrt der Abschlussklassen wurde erhöht. Darüber hinaus unterstützte man zahlreiche kleine Projekte aus dem Schulalltag.


Entlastung des Vorstandes

Die versammelten Mitglieder entlasteten den Vorstand  einstimmig, denn der Rechnerin bestätigten die Kassenprüfer eine tadellose Kassenführung.

Neuwahlen

Bei den Wahlen zum Vorstand konnten alle Positionen besetzt werden. Erfreulich ist, dass man Frau Heike Schmied als neue 2. Vorsitzende gewinnen konnte, die Erfahrungen aus der jahrelangen Vorstandsarbeit im Förderverein der Grundschule mitbringt. Sie löst Herrn Diening ab, der Gründungsmitglied des Vereins ist und nun den jüngeren Mitgliedern den Weg in die Verantwortung öffnet. Vielen Dank für die zuverlässige und vertrauensvolle Zusammenarbeit!

Ferner wurden im Amt bestätigt: Frau Wilde als 1. Vorsitzende, Frau Pfeffer als Rechnerin, Herr Drößler als Schriftführer sowie Frau Fuchs, Frau Wentzel und Herr Koch als Beisitzer/innen.

Förderverein hält Aussicht auf 2019

Im Jahr 2018 verzichtete der Förderverein auf die Elternspende zugunsten eines Sponsorenlaufs der Schülervertretung. Dieser brachte über 8.000 € ein, die vom Förderverein zu treuen Händen verwaltet werden. Nach Zustimmung der SV konnten Spielgeräte im Wert von über 3000 € angeschafft werden. Die Vorbereitungen für den Aufbau der Geräte ist im Gange. Defekte Sitzgelegenheiten im Aussenbereich können ersetzt werden.

Die Schüler aus dem Wahlpflichtunterricht der 10. Realschulklassen bauen selbst einen Tischkicker. Eigene Spielfiguren wurden am Computer konstruiert und am 3-D-Drucker ausgedruckt. Nun muss noch der Korpus gebaut werden. Für dieses Projekt werden ca. 350 € benötigt.

Der Innenhof am Fischteich wird von Sozialpraktikanten neu gestaltet. Ein Gerätehäuschen wird wieder aufgebaut und Gabionen sollen zu Sitzgelegenheiten ergänzt werden. Dafür werden ca. 200 € benötigt.

Die Elternspende wird in diesem Jahr fortgesetzt und beginnt noch vor den Osterferien.

Gestalten Sie Schule mit!

Sie haben Ideen, wie man die Schule besser, gemütlicher, moderner oder … machen kann? Schreiben Sie uns an „foerderverein.ohmtalschule@schule-homberg.de“. Wir freuen uns über Anregungen aus der Schulgemeinde, diskutieren diese und versuchen sie umzusetzen.

Foto der Vorstandsmitglieder (S. Simon): von links: M. Wentzel, N. Wilde, P. Drößler, H. Pfeffer, H. Schmied



Mitteilung der Cafeteria

Der Kioskbetrieb in der Cafeteria wurde neu organisiert. Ab 1. April wird der Kiosk in Kooperation mit der Homberger Bäckerei Wolf betrieben.

In diesem Zusammenhang ändern sich die Öffnungszeiten des Cafeteriabetriebs. Diese sind der Infotafel in der Cafeteria zu entnehmen.

Auch ändern sich die Gestaltung der Mittagspause, die Speisenauswahl und das Bestellsystem. Nähere Informationen dazu gibt es nach den Osterferien.


Projektprüfung – 9H überwindet erste Hürde

Herzlichen Glückwunsch – die zwölf Schülerinnen und Schüler der Klasse 9H sind dem Hauptschulabschluss ein großes Stück näher gekommen.

Noch vor den Halbjahreszeugnissen bereiteten sie ihre Beiträge vor, sie lösten strukturelle  und inhaltliche Fragen  gemeinsam mit der Klassenlehrerin Frau Ebert. Die Prüfungskommission hörte sich dann die Gruppenergebnisse an und klärte in einem Prüfungsgespräch mit den jeweiligen Gruppen die offen gebliebeben Sachverhalte.

In ihren Beiträgen stellten die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen aus den Langzeitpraktika von August bis Dezember vor: Pflege- und Sozialberufe,  Kauffrau bzw. Kaufmann im Einzelhandel, Berufe aus dem Berufsfeld Natur und Umwelt wie z.B. Landwirt oder Waldfacharbeiter und Straßenwärter.

Einrichtung einer Tagesbaustelle. Foto: P. Drößler

Die Schülerinnen und Schüler haben die Berufe in Theorie und Praxis vorgestellt. Das Beitragsfoto zeigt ein Demonstrationsmodell einer eingerichteten Tagesbaustelle, das von Robin Lerch selbst erstellt wurde. Schülerinnen, die ihr Langzeitpraktikum z.B. in einer Pflegeeinrichtung absolvierten, haben Übungen zur Aktivierung des Herz-Kreislauf-Systems,  zur Stärkung der Muskulatur oder zum Gedächtnistraining gezeigt und angeleitet.

Ein Teil der Schülerinnen möchte nach dem bestandenen Hauptschulabschluss in diesen Berufen eine Ausbildung machen. Andere wiederum haben trotz ihrer positiven Erfahrungen während des Praktikums den Wunsch geäußert,  zunächst an einer Berufsfachschule den Realschulabschluss zu machen. Wir wünschen ihnen auf diesem Weg viel Erfolg und Freude an und während der Ausbildung.

Drei Beiträge überzeugten die Prüfungskommission sowohl inhaltlich als auch vom Beitragsstil; die Leistungen von Sharon Bilsing, William Guth und Kaya Ochs wurden mit der Note “sehr gut” bewertet.

Als letzte Hürden zum Hauptschulabschluss müssen noch die landesweit einheitlichen schriftlichen Abschlussprüfungen in Deutsch, Mathematik und Englisch überwunden werden. Sie folgen in der zweiten Woche nach den Osterferien.

Unser Foto zeigt  Sharon Bilsing, William Guth und Kaya Ochs (von rechts), deren Leistungen mit “sehr gut” bewertet wurden. Foto: Simon

Gänsehaut-Momente beim„Feier-Abend“

25-jähriges Bestehen der Stadt- und Schulbibliothek – Texte, Musik und Theater

Gänsehaut-Musik, stimmungsvolle Klavierstücke und immer wieder Texte – und was für welche! Mit einem umfangreichen und sehr gelungenen Bühnenprogramm wurde an der Ohmtalschule (OTS) das 25-jährige Bestehen der Stadt- und Schulbibliothek gefeiert. In der Aula kamen zahlreiche Gäste zusammen, darunter Eltern, Schüler, Lehrer und ehemalige Kollegen, Freunde und Nutzer der Bibliothek, Vertreter des Magistrates und der Stadt sowie natürlich jede Menge Autoren.

„Der Hauptdarsteller heute Abend ist das Buch“, betonte jedoch Schulleiter Carsten Röhrscheid und bescheinigte dem Hauptdarsteller trotz aller Unkenrufe eine Zukunft. „Ein Buch ist etwas ganz Besonderes, das kann ich in die Hand nehmen und anfassen, deswegen können E-Books es nicht ersetzen.“ Röhrscheid betonte, wie froh er sei, dass die Bibliothek an der Schule angesiedelt sei. „So können Kinder und Jugendliche für Bücher begeistert werden.“

Die Zahlen sprechen für sich: 19.000 Medien sind in der Stadt- und Schulbibliothek (in der OTS liebevoll „Bibo“ genannt) verfügbar, davon 18.000 Bücher. Fast 500 jugendliche Leser sind im System, über 800 Nutzer gibt es insgesamt. Jüngst wurden rund 7.000 Entleihen im Jahr gezählt. Den Hauptanteil der Einrichtung trägt die Stadt Homberg.

Nach so viele Zahlen und Fakten wurde es auf der Bühne bunt. Das Jugendblasorchester der Freiwilligen Feuerwehr demonstrierte eindrucksvoll, was die Kinder in kürzester Zeit gelernt haben. Die „Töffels“, der Mädchenchor der Klasse 8 G, sorgte mit professionellem Gesang für Gänsehaut bei den Zuhörern. Die ehemaligen Schüler Yannis Schlosser (Klavier) und Stella Jantosca (Poetry Slam) zogen ihr Publikum ebenfalls in den Bann. Und das „Bibo-Team“ unter Leitung von Lehrerin Silke Loogen-Leifhelm, die den „Feier-Abend“ sehr engagiert organisiert hatte, zeigte ein Erzähltheater.

Und dann erst die Texte! Die „Schreib-Gang“, bestehend aus Teilnehmern der schulischen AG „Kreatives Schreiben“ unter Leitung von Karin Fei präsentierte äußerst unterhaltsame Schicksale einer henkellose Tasse, frei nach einer Kurzgeschichte von Heinrich Böll. Die Homberger Nachwuchsautorin Jennifer Roos, die bereits zu Kindergartenzeiten Stammleserin der Bibo war und bereits während ihrer Zeit als OTS-Schülerin für ihre Texte ausgezeichnet wurde, las einen faszinierenden Text über die Wahrnehmung des eigenen Ichs.

Angesichts dieser geballten Häufung junger Talente zeigte sich denn auch die bekannte Schriftstellerin und Drehbuchautorin Astrid Ruppert sehr beeindruckt. „Bibliotheken sind magische Orte und wichtig für die Perönlichkeitsentwicklung“, mahnte Ruppert. Getreu dem Frank-Zappa-Zitat auf ihrer Homepage „A mind is like a parachute. It does not work, if it is not open.“

„Bücher haben Kraft. Bücher haben Macht. Und es ist toll, dass wir sie haben“, gab die Autorin ihren Zuhörern, die in der Pause bei Sekt und leckeren Häppchen aus Schulküche interessante Gespräche geführt hatten, mit auf den Weg, bevor sie eine Stelle aus ihrem bekannten Werk „Obendrüber, da schneit es“ las und der Bibo einige Bücher als Geschenk überließ.

Text: S. Simon

Bilder: S. Falk

Fördervereine unterstützen Stadt- & Schulbibliothek

Anlässlich der Jubiläumsfeier zum 25jährigen Bestehen der Stadt- und Schulbibliothek haben die Fördervereine der Grundschule und der Ohmtalschule jeweils eine Spende überreicht.

Mit der Spendenübergabe an den Schulleiter der Ohmtalschule Herrn Röhrscheid unterstreichen die Fördervereine die Wichtigkeit der Bibliothek für die  Schülerinnen und Schüler der Homberger Schulen als auch für die Homberger Bevölkerung.

In mehreren Projekten arbeiten die Bibliothek und die Schulen zusammen, so z.B. beim Lesepatenprojekt oder beim Kennenlernen der Bibliothek. Darüber hinaus zeigen zahlreiche Schülerinnen und Schüler Interesse an den Tätigkeiten in einer Bibliothek und engagieren sich im Rahmen des Sozialprabtikums in Klasse 9. Die Bibliothek ist ein Ort der Begegnung, hier kann man in den Pausen lesen, schmöckern oder auch ruhige Brettspiele spielen.

Der Förderverein der Ohmtalsschule engagiert sich seit seiner Gründung in 1993 für die finanzielle Ausstattung der gemeinsamen Stadt- und Schulbibliothek. In den vergangenen Jahren wurden jährlich 1500 € an die Kreiskasse überwiesen. Dadurch wird sichergestellt, dass sich das Land Hessen und der Vogelsbergkreis auch finanziell an der Ausstattung der Bibliothek beteiligen.

(Bild Fr. Simon: v. l. Frau Schmied (Förderverein der Grundschule Homberg), Herr Röhrscheid (Schulleiter der Ohmtalschule), Herr Diening und Frau Wilde (beide Förderverein der Ohmtalschule))

Tests zum Thema Liebe

Vorlesewettbewerb an der Ohmtalschule – Tarik Aslan gewinnt

Getuschel und Getrappel ist in der Aula der Ohmtalschule zu hören. Gespannt sammeln sich die Kinder der 6. Klassen, um sich gemeinsam am diesjährigen Vorlesewettbewerb zu erfreuen. Ein Ereignis, das jedes Jahr an der OTS stattfindet und bei dem sich vier Schüler aus vier Klassen mit ihren Lesekünsten messen.

In der ersten Runde lesen die Teilnehmer Lilja Kebernick, Anastasia Drombinska, Jonas Stark und Tarik Aslan jeweils einen Ausschnitt eines Buches, das sie sich selbst aussuchen durften. Danach widmen sie sich einem Auszug aus einem ihnen bis dahin unbekannten Buch. Anschließend bewertet eine Jury – bestehend aus der Vorjahressiegerin Hannah Schrader, der Inhaberin der Buchhandlung Ulrike Sowa, den Lehrerinnen Silke Loogen-Leifhelm und Katrin Gloth sowie Schulleiter Carsten Röhrscheid – die Leistungen der Schüler und ermittelt einen Sieger.

Mittels Auslosung wird der erste Leser festgestellt. Lilja Kebernick setzt sich vor ihre Mitschüler und liest aus ihrem ausgewählten Buch „Harmony“ vor, indem sich eine extreme Bindung zwischen dem Pferd Harmony und einem Mädchen namens Jenny aufbaut. Nachdem Harmony verkauft wurde, erhält Jenny einen Brief einer unbekannten Person, die sich als die Käuferin herausstellt und die die Bindung der beiden nicht zerstören will. Im Anschluss gelingt es Jenny, ihr Pferd wieder zurückzukaufen.

Der nächste Leser ist Jonas Stark, der mit einem Buch namens „Fahrerflucht“ überrascht. In seiner etwas untypischen Geschichte geht es um einen Jungen namens Mike, der von einem Unbekannten angefahren wurde. Nun versuchen er und seine Freunde den Übeltäter zu schnappen, wobei der Kreis der möglichen Gauner immer kleiner und vor allem vertrauter wird. Auch Jonas kann mit einer guten Leistung beeindrucken.

Als Dritter betritt Tarik Aslan das Podium. Erneut werden die Zuhörer überrascht. Mit seiner Geschichte, die den Namen „Ein schlimmes Ende“ hat, erzählt er vom Leben des Jungen Eddie, dessen Eltern geisteskrank sind, weswegen er in ein Waisenhaus muss. Im Laufe der Geschichte schließen sich Eddies Eltern in ihrem Haus ein, das in Flammen steht. Schließlich gelingt es doch, sie aus dieser gefährlichen Lage zu befreien.

Nun ist die letzte Vorleserin an der Reihe. Mit „Wolke 7 ist auch nur Nebel“ präsentiert Anastasia Drombinska eine sehr humorvolle Geschichte, in die sich ihre Zuhörer gut hineinversetzen können. Die Geschichte dreht sich um die beiden Freundinnen Lena und Boja, die beide jeweils unterschiedliche Meinungen zum Thema Liebe haben. Das verleitet ein paar Wissenschaftler und Professoren dazu, an den beiden ein paar Tests durchzuführen, um zu gucken, wer Recht hat.

Als die vier Kandidaten ihre Lesungen vollendet haben, kommt die größte Herausforderung auf sie zu. Nach einer kurzen Einführung von Silke Loogen-Leifhelm haben sie jeweils zweieinhalb Minuten Zeit, aus dem Buch „Die Nacht, in der ich super cool wurde“ zu lesen. Darin dreht sich alles um die zwei Außenseiter Martin und Karli, die alles daran setzen cool zu werden und dabei von einer schrägen Situation in die nächste stolpern.

Nach vier tollen Leistungen der Teilnehmer berät sich die Jury und muss nun entscheiden, wer von den zweifelsohne sehr guten Vorlesern denn Sieger des Wettbewerbs ist. Knapp ist das Ergebnis allemal, doch am Ende kann sich Tarik Aslan durchsetzen und wird zum Gewinner des Lesewettbewerbs 2018 gekürt. Doch in Anbetracht der tollen, spannenden und auch lustigen Veranstaltung war dies nur auf dem Papier der Fall, denn jeder wusste, dass aufgrund der herausragenden Leistungen alle vier Teilnehmer Sieger waren.

Text und Bilder: Julian Arnold (Presse AG)

Unser Bild zeigt Buchhandlungsinhaberin Ulrike Sowa, Schulleiter Carsten Röhrscheid und die Lehrer Silke Loogen-Leifhelm, Katrin Gloth und Jörg Leifhelm mit den vier „Vorlesern“ Lilja Kebernick, Anastasia Drombinska, Jonas Stark und Tarik Aslan sowie der Vorjahressiegerin Hannah Schrader.