Vorlesenachmittag mit Kamishibai-Theater in der Stadt- und Schulbibliothek

Hannah Pfeil liest – “Der schaurige Schusch“

Am Dienstag, dem 2. Mai 2023, findet von 17:00 Uhr bis 17:30 Uhr in unserer „Bibo“ ein Vorlesetheater für alle interessierten Kinder bis 6 Jahren statt.

Hannah Pfeil, Schülerin der 6Ga und Mitglied des „Bibo-Teams“ der OTS, liest das Buch „Der schaurige Schusch“ von Charlotte Habersack vor. Unterstützt wird sie dabei von Inna Schwarz, ebenfalls Schülerin der 6Ga und Mitglied des „Bibo-Teams“, die das Kamishibai bedient.

Und darum geht es im „schaurigen Schusch“:

Die tierischen Bewohner des Doggelspitz sind entsetzt – sie bekommen einen neuen Nachbarn! Und über diesen haben sie bisher nur schaurige Geschichten gehört: Er soll so groß sein wie ein Cola-Automat, nach nassem Hund stinken und außerdem Hasen fressen!

Als der neue Nachbar dann auch noch allen Bewohnern eine Einladung zur Einweihungsparty schickt, sind die Befürchtungen natürlich riesengroß und keiner will hingehen… außer einem…. Ob das wohl gutgeht?

Wir freuen uns auf viele Zuhörerinnen und Zuhörer!


“Das müsst ihr lesen!” – Buchempfehlungen vom Bibo-Team

Vor den Osterferien besuchten 12 Schülerinnen und Schüler unseres insgesamt 18-köpfigen Bibo-Teams gemeinsam mit Frau Jende und Frau Loogen-Leifhelm „Die Buchhandlung“  in Homberg (Ohm) und hatten dort eine besondere Aufgabe: Jedes Bibo-Team-Mitglied durfte ein Buch seiner/ ihrer Wahl aussuchen, welches dann für die Stadt- und Schulbibliothek vor Ort angeschafft werden sollte.

Die Schülerinnen und Schüler durchstöberten “Die Buchhandlung” bis in den letzten Winkel, lasen in der gemütlichen Leseecke in die Bücher „rein“, besprachen sich mit ihren Teamkolleginnen und -kollegen und entschieden sich schließlich für ihre Favoriten.

In der Bibliothek inventarisierte Frau Jende zunächst die neuen Bücher und verlieh sie dann an die Bibo-Team-Mitglieder, die ihre Favoriten nun endlich lesen „durften“.

Anschließend schrieben die Bibo-Team-Mitglieder eine Rezension zu den jeweils gelesenen Büchern. Rezensieren bedeutet, ein Buch anderen in eigenen Worten vorzustellen. So werden in einer Rezension beispielsweise folgende Fragen beantwortet:

Worum geht es in dem Buch? Was hat mir besonders gefallen? Kann ich es weiterempfehlen? Wem empfehle ich es weiter?

Diese Rezensionen werden in den nächsten Wochen regelmäßig hier auf der Homepage veröffentlicht.

Im Folgenden könnt ihr/ können Sie nun die ersten Rezensionen von Hannah Pfeil, Maria Schmidt und Inna Schwarz (alle aus der Klasse 6Ga) lesen.

Viel Spaß dabei!

Fanny Frühling – Mein Haufen Brüder

Handlung:

Das Buch „Fanny Frühling – Mein Haufen Brüder“ von Stephanie Gessner ist eine Patchwork-Familien-Geschichte.

Die Geschichte erschien am 19. Januar 2023 bei Magellan.

Die Hauptperson Fanny wohnt mit ihrem Vater und ihrem Hund Trip in einer kleinen Wohnung. Fannys Mutter starb, als sie noch sehr klein war.

Eines Tages lernt Obi (Fannys Vater) eine Frau kennen. Elisabeth Sommer! Fannys Vater möchte unbedingt zu Elisabeth ziehen. Also bleibt Fanny keine andere Wahl.  Nur gibt es da ein Problem!!

Elisabeth Sommer hat vier Kinder! Und auch noch vier Jungs! Fredi, Jakob, Johnny und Robin. Alles ist schön und gut, doch auf einmal gibt es ein Problem: Johnny hat Angst vor Hunden. So wird das Leben für ihn zur Qual.

Kritik:

Der Schreibstil ist leicht verständlich und der Text gut und flüssig zu lesen. Die Handlungsschritte sind logisch, sodass man immer wieder weiß, in welcher Situation die Personen sich befinden.

Fanny, Obi und die anderen waren mir sehr sympathisch. Durch die Bilder der Familie Frühling und der Familie Sommer konnte ich mir die Personen während des Lesens gut vorstellen.

Das Buch würde ich für Kinder ab 7 Jahren empfehlen. Für Kinder ab der zweiten Klasse kann das Buch mit Eltern/Großeltern usw. gut gelesen werden.

Für Kinder ab 12 – 13 Jahren ist das Buch vielleicht etwas langweilig.

Zum Schluss würde ich dem Buch 4 von 5 Sternen geben!

Hannah

If we were a movie

Autorin:                      Kelly Oram

Übersetzerin:              Staphanie Pannen

Verlag:                        One

Erscheinungsdatum:   29.07.2022

Seitenanzahl:              416

Hauptfigur:                 Nate (Nathan) Anderson

Handlung:

In dem Buch geht es um Nate, der an einer Musikschule in New York studiert. Nate wohnt mit seinen Drillingsbrüdern Chris und Tyler in einer kleinen Wohnung. Auch seine Freundin Sophie studiert in New York. Klingt gut!

Wäre es auch, wenn Nate nicht von seinen Brüdern total genervt wäre und Sophie Nate nicht dazu drängen würde, mit ihr zusammenzuziehen.

Als Chris und Tyler Nates wichtige Arbeit zerstören, reicht es ihm. In einem Café trifft er auf Pearl. Sie kennt jemanden, der einen neuen Mitbewohner sucht. Nate will sich das gleich anschauen. Er geht davon aus, dass er gleich einem Jungen gegenübersteht, doch das erweist sich als Irrtum. Jordan ist ein Mädchen! Sie studiert Film und möchte Regisseurin werden. Da die Wohnung sehr schön ist und er sich gut mit Jordan versteht, zieht er ein.

Sophie passt das nicht. Zwischen Nate und ihr läuft es gerade eh nicht so gut, denn sie will, dass er etwas „Richtiges“ studiert. Außerdem steht auch noch eine Talentshow an, bei der er einen Plattenvertrag gewinnen könnte.

Kritik:

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Hauptfiguren waren mir alle (außer Sophie) sehr sympathisch. Es gab zwischendurch vor allem eine überraschende Sache.

Außerdem finde ich das Buch an manchen Stellen sehr lustig. Im Internet wird das Buch ab 14 empfohlen, aber ich denke, man kann es auch schon mit 12 lesen.                               

Achtung: Ich konnte danach erst mal nichts anderes lesen.

Maria

The Promised Neverland

Band 1

Autor:                         Kaiu Shirai

Illustrator:                    Posuka Demizu

Genres:                       Drama, Horror, Mystery

Erscheinungsjahr:       2016

Verlag:                        Carlsen Manga

Handlung:

Die Frau die sie wie ihre Mutter lieben, ist nicht ihre richtige Mutter. Und die Kinder, mit denen sie zusammenleben, sind nicht ihre richtigen Geschwister.

Denn die Protagonisten Emma, Norman und Ray leben in einem Waisenhaus – „Grace Field House“.

Eines Tages finden sie die schockierende Wahrheit über „Grace Field House“ heraus: Kinder werden dort wie in einer Zuchtstation darauf vorbereitet, an menschenfressende Monster verkauft zu werden. Deswegen planen Emma, Norman und Ray in die Menschenwelt, in der sie noch nie waren, zu flüchten.

Das Problem ist jedoch, dass ihre „Mutter“ Isabella ihnen auf die Spur kommen könnte, da sie in jedes Kind einen Sender eingepflanzt hat, sodass sie immer genau weiß, wo sich die Kinder aufhalten. Außerdem steht in dem Wald, der das Waisenhaus umgibt, eine große und sehr breite Wand, die den Weg in die Außenwelt versperrt.

Werden Emma, Norman, Ray und die anderen Kinder es schaffen, aus dem Waisenhaus zu flüchten?

Kritik:

Das Buch hat mir persönlich sehr gut gefallen, weil die Handlung sehr spannend und auch logisch ist. Die Figuren sind sympathisch und werden im Laufe des Buches sehr gut vorgestellt. Der Text war außerdem flüssig zu lesen, denn es gibt keine komplizierten Formulierungen und der Schreibstil ist gut. Es gibt außerdem nach jedem Kapitel eine Illustration, was ich sehr gut finde.

Das Einzige, was mir nicht so gut gefallen hat, ist, dass der Band so kurz ist 😉.

Ich würde das Buch für 12-jährige empfehlen, die Fantasy- und Mystery-Geschichten mögen und auch etwas Horror verkraften können.

Ich würde dem Buch 5 von 5 Sternen geben.

Inna


Very british mit Queen und Big Ben

Traditionelle Studienfahrt: Ohmtalschüler zu Gast in Großbritannien

Vor kurzem reisten Schüler*innen der Klassen 10R und 10G mit den Lehrer*innen Jan Brosig, Carolin Hartmann und Frau Saupe nach Großbritannien für eine fünftägige Studienfahrt. Die Fahrt mit Bus und Fähre dauerte insgesamt 14 Stunden. In Brighton angekommen wurden die Schüler*innen von ihren Gastfamilien, bei denen sie die nächsten vier Nächte übernachten sollten, in Empfang abgeholt.

Ganz schön eng in der U-Bahn…

Am Dienstag ging es für die Schüler*innen nach Portsmouth, wo sie einen Rundgang auf der „HMS Victory“ machten und anschließend eine Hafenrundfahrt. Nachmittags hatten die Schüler*innen die Möglichkeit, auf dem Spinnacker Tower eine atemberaubende Aussicht zu genießen. Die restliche Zeit in Portsmouth verbrachten die Schüler*innen in der Shopping-Mall Portsmouth Harbour. Abends fuhren sie zurück nach Brighton.

Per Boot ging es über die Themse.

Am Mittwoch fuhren die Schüler*innen nach London. Sie besuchten den Tower of London, wo sie sich unter anderem die Kronjuwelen ansehen konnten, und anschließend das Wachsfigurenmuseum Madame Tussauds, wo sie bewundernswerte Wachsfiguren bestaunten und eine Zeitreise durch England erlebten, indem sie sich in eine kleine Bahn setzten und die Englische Revolution, nachgestellt von Wachsfiguren, mitverfolgten.

Am Tag darauf fuhren die Schüler*innen noch einmal nach London. Diesmal besuchten sie das London Eye und fuhren auch eine Runde damit. Die Aussicht war erstaunlich, von oben konnte man Big Ben, die Themse und sogar den Buckingham Palace sehen. Nach einer Rundfahrt über die Themse und einer Fahrt mit der U-Bahn erreichte die Gruppe Greenwich. Mit einer kleinen Wanderung gelangten die Schüler*innen nicht nur zum Greenwich-Meridian, sondern hatten auch einen einmaligen Ausblick auf die Londoner Skyline. Danach hatten die Schüler*innen Freizeit in Greenwich, sie besuchten unter anderem das Royale Martimes Museum.

Freitag war Time to say Good-Bye. Die Jugendlichen mussten sich von ihren Gastfamilien verabschieden, einige übergaben Gastgeschenke. Nach dem Einladen der Koffer und der Verabschiedung fuhr die Reisegruppe nach Windsor. Sie besuchte das Windsor Castle und die St. George’s Chapel, wo sie unter anderem die Gedenkstätte der Queen besuchten. Anschließend genossen die Jugendlichen vier Stunden Freizeit in Windsor, wo sie die Möglichkeit hatten, schöne Souvenire zu kaufen. Am Ende des Tages fuhren sie mit dem Bus zum Hafen, wo sie auf die Fähre Richtung Niederlanden stiegen und sich ihre Kabinen zurecht machten, in denen sie die Nacht verbrachten.

Früh aufgestanden war es am Samstag Zeit, die Fähre zu verlassen. Die Homberger fuhren per Bus von den Niederlanden nach Deutschland und dankten am Ende dem Fahrer dafür, dass er die Reisegruppe jeden Tag herumfuhr. Endlich Zuhause angekommen wurden die Schüler*innen dann von ihren Eltern abgeholt.

Text: Leony Hottinger

Bilder: Moritz Hauer/ OTS


Spiel und Spaß in bunten Kostümen

Endlich wieder Kicker-Turnier an der Ohmtalschule

Vor kurzem fand nach langer Zeit erneut das Kicker-Turnier an der Ohmtalschule statt. Dieses konnte auf Grund von Covid die letzten Jahre nicht stattfinden. Dieses Jahr allerdings wurde das bunte Kicker-Spektakel endlich wieder veranstaltet.

Mit viel Geschick traten dieses Jahr wieder die Klassen neun bis zehn gegeneinander an. Gespielt wurde von der zweiten bis zur fünften Stunde in der Aula. Viele Schüler und Lehrer kamen an diesem Tag kostümiert. Den ganzen Morgen lang wurde zudem Musik gespielt, während die Spieler lautstark von Klassenkameraden und Freunden angefeuert wurden. Letztendlich kam es zu einem hitzigen Finale zwischen der 10Gb und der 9Ga, bei dem letzten Endes die Klasse 10Gb den Sieg davontrug.

Während des gesamten Morgens wurden von verschiedenen Klassen Stände betrieben. Darunter ein Glücksrad und Waffel und Kuchenverkauf.

Text: Elias Schwarz

Bilder: Moritz Hauer (beide Presse AG)


Gut gerechnet

Drei Schulsieger im Mathe-Wettbewerb an der OTS geehrt

Die erste Runde ist geschafft, nun geht es in die nächste. Die Ohmtalschüler Onofrio de Tullio, Marlon Fina und Theo Unzeitig siegten beim Mathematikwettbewerb des Landes Hessen an der OTS. Der Wettbewerb, der gemäß eines Erlasses des Hessischen Kultusministeriums durchgeführt wird, gibt Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 8 Gelegenheit, ihre Fähigkeiten und Kenntnisse auf dem Gebiet der Mathematik zu vergleichen. Er erstreckt sich über drei Runden. Besonders in der zweiten und dritten Runde treten Schüler aus ganz Hessen mit herausragenden mathematischen Kompetenzen an, um die Kreis- und Landessiegerinnen und -sieger zu ermitteln.

Neben dem Wettbewerbsgedanken und dem Vergleich der Leistungsfähigkeit hilft der Wettbewerb in der ersten Runde den Fachlehrkräften, sich ein genaueres Bild zu machen über den Stand der Kompetenzen in der jeweiligen Lerngruppe. Onofrio de Tullio (Klasse 8b) siegte im Bereich Hauptschule, Marlon Fina (8a) im Bereich Realschule und Theo Unzeitig (8G) im Gymnasialbereich. Sie werden in der nächsten Runde des Wettbewerbs am 1. März in Schlitz an einer 90-minütigen Klausur teilnehmen.

Foto: Schulleiter Carsten Röhrscheid (rechts) und Fachbereichsleiter Mathematik Phillip Künz mit den drei Gewinnern Onofrio de Tullio, Marlon Fina und Theo Unzeitig.


Vom Schulsprecher bis zu „Fridays for Future“

Bürgermeister von Homberg, Kirtorf und Gemünden diskutieren mit Schülern an der OTS

Können Jugendliche eigentlich aktiv in der Politik mitwirken? Und wenn ja, wie? Fragen wie diese beantworteten gleich drei Bürgermeister jetzt in der Aula der Ohmtalschule (OTS). Simke Riek (Homberg), Daniel Müller (Gemünden) und Andreas Fey (Kirtorf) standen den Schülern aller zehnten Klassen Rede und Antwort. Organisiert hatte das informative Zusammentreffen „Respektcoach“ Sophia Löwe.

Die Schüler*innen hatten sich Voraus viele Fragen überlegt, die die Bürgermeister dann beantworten sollten. Zum Beispiel, wie sich junge Menschen in der Politik engagieren können. Alle drei Bürgermeister betonten, dass auch Jugendliche schon aktiv werden können. So könne man laut Daniel Müller beispielsweise als Klassen-, Jahrgangs- oder Schulsprecher viel Einfluss haben. Andererseits gebe es auch Kinder- und Jugendparlamente, die in jedem Bundesland vertreten seien und viel Einfluss auf die Umgebungspolitik hätten, sagt Simke Ried. Und Andreas Fey betonte, dass man auch in der örtlichen Jugendgruppe viele Chancen habe, sich politisch einzubringen. Die Politiker beantworteten zudem viele weitere Fragen wie „Was halten Sie von Fridays For Future?“, „Finden Sie, das Wahlalter sollte auf 16 Jahre heruntergesetzt werden?“ oder „Was sind Ihre Ziele für Ihre Gemeinde?“ Zum Abschluss gab es noch zahlreiche Tipps für die Schüler, wie sich Dinge und Interessen umsetzen lassen. Darüber hinaus rieten die Bürgermeister den Jugendlichen, sich auf jeden Fall mit dem Gedanken zu beschäftigen, sich einzubringen und für ihre Ziele zu kämpfen.

Text: Leony Hottinger

Bild (Moritz Hauer): „Respektcoach“ Sophia Löwe mit den drei Bürgermeistern Simke Ried, Andreas Fey und Daniel Müller (von links) auf dem Podium in der Aula der OTS.


Wenn Lehrer plötzlich in Taschen verschwinden

Chris Krämer gewinnt den diesjährigen Vorlesewettbewerb an der OTS

Während vor den großen Fenstern einige Schneeflöckchen leise herumwirbelten, ging es in der Aula der Ohmtalschule (OTS) mitunter ganz schön laut zu. Zum Glück. Denn nach zwei Jahren Corona-Zwangspause konnte der Vorlesewettbewerb der 6. Klassen endlich wieder mit Publikum ausgetragen werden. Und das hieß: Alle Sechstklässler der OTS waren versammelt, um ihre zuvor klassenintern gekürten Vorlese-Sieger lautstark zu unterstützen. Und die gaben wirklich alles.

Chris Krämer gewinnt den diesjährigen Vorlesewettbewerb.

Romy Aurelia Bräuer (6a) las aus den „Chroniken von Narnia“, Emilya Alev (6Ga) aus „Rätselhafte Ereignisse in Perfect“, Chris Krämer (6b) aus „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“ sowie Remus Julian Förtsch (6Gb) aus „Billionen Boy“. Sie alle machten es der Jury – bestehend aus den Lehrkräften Katrin Gloth und Silvia Simon sowie Bibliothekarin Ariana Jende – ziemlich schwer, denn alle vier hatten sich sehr gut vorbereitet auf den großen Auftritt am Lesepult mit Mikrofon.

Die Vorleser machten es der Jury ziemlich schwer.

Jeweils drei Minuten lang lasen sie einen selbst gewählten Ausschnitt aus ihrem Buch, zuvor stellten sie kurz den Inhalt vor. Klar, nervös waren alle. Dafür hatte Lehrerin Silke Loogen-Leifhelm, die den Vorlesewettbewerb erneut liebevoll vorbereitet hatte, gute Tipps, die große Heiterkeit hervorriefen: „Ruhig atmen. Und denkt euch einfach das Publikum weg oder stellt euch vor, alle wären nackt.“ Sie betonte, dass alle Schüler ohnehin schon Sieger seien, schließlich hätten sie ja bereits den Vorentscheid in ihren jeweiligen Klassen gewonnen.

Romy Aurelia Bräuer las aus den „Chroniken von Narnia“.

Nach der Leserunde mit dem selbst gewählten Buch kam der etwas schwierigere Teil: Alle vier Klassensieger mussten aus einem ihnen fremden Text lesen, aus „Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft“ von Sabine Ludwig, in dem der zwölfjährige Felix seine gefürchtete Mathelehrerin auf rätselhafte Weise enorm verkleinert und dann im wahrsten Sinne des Wortes in die Tasche steckt. Wie schon zuvor bewertete die Jury Lesetechnik sowie Interpretation und Betonung. Ein ganz dichtes Kopf-an-Kopf-Rennen, denn alle machten ihre Sache sehr gut. Am Ende der Bewertung lagen zwei Schüler gleich auf, sodass die Jury erstmals den Sieger auslosen musste, da sie sich nicht zwischen den beiden entscheiden konnte. Chris Krämer hieß schließlich der Sieger, er bekam wie die drei Zweitplatzierten ein Buch und Schokolade als Gewinn. Er wird die OTS nun in der nächsten Runde vertreten.

Remus Julian Förtsch stellte „Billionen Boy“ vor.

Der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels wird seit 1959 jährlich von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und anderen kulturellen Einrichtungen durchgeführt. Er steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und zählt zu den größten bundesweiten Schülerwettbewerben. Rund 600.000 Kinder der sechsten Klassen aller Schularten beteiligen sich jedes Jahr an rund 7.000 Schulen.

Emilya Alev las aus „Rätselhafte Ereignisse in Perfect“.

Text: Simon

Bilder: Simon / K. Pohl


Magische Reise in eine bunte Welt

Ohmtalschüler besuchen Theaterstück „Momo“ in Marburg

Wie wichtig es ist, Zeit mit geliebten Menschen zu verbringen, das erfuhren die Schüler der 5. und 6. Klassen der Ohmtalschule (OTS) bei einem tollen Ausflug nach Marburg. Nach zwei Jahren „Corona-Pause“ konnten die Ohmtalschüler endlich wieder ihre traditionelle Theaterfahrt vor Weihnachten antreten, diesmal zum Familienstück „Momo“ im Erwin-Piscator-Haus.

Die Agenten der Zeit-Spar-Kasse führen nichts Gutes im Schilde…

Zu sehen und zu bestaunen gab es viel: tolle Schauspieler, phantasievolle bunte Kostüme, magisch wirkende Bühnenbilder und mitreißende Musik. Kein Wunder also, dass die Schüler während ihrer Reise durch eine magische Welt immer wieder laut mitklatschten. Kraftvolle, ruhige Momente wechselten sich hervorragend mit lauter Action ab in dieser sehr gelungenen Inszenierung von Michael Endes Erzählung über Zuhören, Zeit und Freundschaft.

Der Inhalt: In die Ruine eines Amphitheaters zieht eines Tages Momo ein, ein verwaistes Mädchen, von dem niemand weiß, wo es herkommt. Sie ist schnell sehr beliebt, da sie offen auf alle Menschen zugeht und ihnen zuhört, mit aller Zeit der Welt. Als die „grauen Herren“, die Agenten der Zeit-Spar-Kasse, den Erwachsenen Verträge andrehen, damit diese keine Zeit mehr verschwenden, tritt Momo dem mit Hilfe von Meister Hora, dem Hüter über die Zeit, und seiner treuen Schildkröte Kassiopeia entschieden entgegen…

Momo kämpft dagegen, dass den Menschen die Zeit gestohlen wird.

Am Ende waren alle verzaubert von so viel Magie und machten sich beschwingt wieder auf den Nachhauseweg. Der Förderverein der OTS unterstützte diesen schönen Ausflug mit 500 Euro, um die Familien der Kinder etwas zu entlasten.

Text: Silvia Simon

Fotos: Hessisches Landestheater Marburg


Distanzunterricht am 19.12.2022

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen,

aufgrund der aktuellen Unwetterwarnung, die für morgen früh gefrierenden Regen vorhersagt, wird der Unterricht in Distanz stattfinden. Die Schülerinnen und Schüler erhalten in den jeweiligen Unterrichtsstunden Aufgaben über das IServ-Aufgabenmodul oder per Mail oder aber sie werden zu einer Videokonferenz eingeladen. 

Eine Notbetreuung ist in der Schule eingerichtet. Für die Teilnahme an der Notbetreuung ist es erforderlich, dass die Schülerinnen und Schüler zur 1. Stunde gebracht werden oder aber bis 8.00Uhr telefonisch angemeldet werden.

Ich hoffe, dass wir trotz der Unwetterwarnung morgen alle gut durch den Tag kommen.

Mit freundlichen Grüßen
Carsten Röhrscheid


Hellwach auch in dunklen Zeiten

Projekttage gegen Ausgrenzung – Zeitzeuge „Sonny“ appelliert an OTS-Schüler

Ausgrenzung, Rassismus, Radikalisierung – noch immer sind diese Themen überall im Alltag präsent, auch im Leben vieler Jugendlicher. Leider. Doch was kann man dagegen tun? Wie kann man Schüler dafür sensibilisieren, diesen Dingen entschieden entgegenzutreten? Nicht wegzusehen oder wegzuhören, wenn Menschen in ihrem Umfeld diskriminiert werden?

Diese Fragen stellten sich OTS-Powi-Lehrer Phillip Künz und „Respekt Coach“ Sophia Löwe und organisierten ein ganz besonderes Zeitzeugengespräch. Niemand anderes als der bekannte, über 90-jährige Helmut „Sonny“ Sonneberg aus Frankfurt/Main, Überlebender des Konzentrationslagers Theresienstadt, sollte den Homberger Schülern von seinen schrecklichen Kindheitserinnerungen berichten, als er als „Juddebub“ unter den Nazis aufs Schlimmste angefeindet und fast ermordet worden wäre.

Sonny während des Videodrehs mit OTS-Schülern in Frankfurt. Bild: Hauer

Sonny, eingefleischter Fan der Frankfurter Eintracht und inzwischen dank mehrerer TV-Auftritte weit über die Grenzen der Mainmetropole bekannt, hatte bereits im Mai dem Homberger Lehrerkollegium gut zwei Stunden lang im Frankfurter Stadion Rede und Antwort gestanden. In breitestem Frankfurter Dialekt, ohne Punkt und Komma, ohne Blatt vor dem Mund, wie eine Naturgewalt, alle Zuhörer sofort in seinen Bann ziehend. Klare Kante zeigen, immer und überall, lautet seine Devise. Und die macht er sehr deutlich. Er sei sein ganzes Leben lang Pazifist gewesen, aber wenn heute einer käme und den Holocaust leugne, dann „haue ich dem aufs Maul“. Er hat sie gesehen, die ausgemergelten Körper und übereinandergestapelten Leichen, damals, als er aus dem KZ kam und als Jugendlicher gerade noch 27 Kilogramm wog.

Die Ohmtalschüler und ihre Begleiter im Stadion der Frankfurter Eintracht.

All das und noch viel mehr wollte Sonny den Ohmtalschülern berichten – doch seine Gesundheit lässt derart anstrengende Reisen leider nicht zu. Also fuhren zwei Dutzend OTS-Schüler mit Aufnahmetechnik kürzlich an den Main und drehten ein gut 40-minütiges Video, in dem die Schüler dem Zeitzeugen jede Mengen Fragen stellen durften, die sie zuvor in ihren Klassen erarbeitet hatten. Trotz seiner angegriffenen Gesundheit beantwortete Sonny alle Fragen, sprach über seine eigene leidvolle Kindheit, über die Jahre, an denen er im Waisenhaus leben musste, nicht auf die Straße gehen durfte, weil das zu gefährlich war, angespuckt wurde von anderen Kindern und wie ein Aussätziger behandelt. Und über seine Zeit im KZ.

Die Homberger Gruppe besuchte auch das Eintracht-Museum.

Diese Video wurde während zweier Projekttage allen Klassen der Jahrgangsstufen 7 bis 10 in der Aula gezeigt, eingebettet in einen Vortrag zum Thema Ausgrenung und in eine lebhafte Diskussion zum Thema. Phillip Künz und Sophia Löwe informierten über Gründe, warum Menschen sich heute noch radikalisieren, wobei es um „Push“- (fehlende Zugehörigkeit, Ängste) und „Pull“- Faktoren (Gemeinschaftsgefühl) ging, die entweder dafür sorgen, dass man in eine radikale Richtung geschoben oder gezogen wird. Zudem wurden die Unterschiede zwischen Radikalisierung und Extremismus behandelt. Zuletzt wurde darüber geredet, welche Anzeichen es geben kann, dass eine Person im eigenen Umfeld sich radikalisiert, zum Beispiel ein geschlossenes Weltbild entwickelt, sich zurückzieht, sich verändert oder sich gar aggressiv verhält. Die sich anschließende Diskussion, bei der Schüler von eigenen Erfahrungen berichteten, zeigte, wie vielfältig Ausgrenzung sein kann: aufgrund des Geschlechts, der sexuellen Orientierung, der eigenen Meinung, des Aussehens, einer Behinderung usw. „Seht nicht weg, wenn jemand ausgegrenzt wird, wehrt euch, setzt euch ein“, appellierte Künz an die Schüler.

Oder wie es Sonny formulieren würde: „Passt auf, bleibt wach! Hellwach!“

Text: S. Simon, E. Schwarz

Fotos: M. Hauer

(Presse-Team)


Gesamtschule des Vogelsbergkreises