Alle Beiträge von Silvia Simon

Pausenbrot 800 Meter unter der Erde

OTS-Schüler besuchen Point Alpha und Erlebnis-Bergwerk

Die Jahrgangsstufe 7 und die Klasse 10Rb der Ohmtalschule Homberg besuchten kürzlich gemeinsam mit norwegischen Austauschschülern die Gedenkstätte Point Alpha zwischen Geisa (Thüringen) und Rasdorf (Hessen), wo sich NATO und Warschauer Pakt vier Jahrzehnte lang Auge in Auge gegenüberstanden. Point Alpha war bis 1989 einer der wichtigsten Beobachtungsstützpunkte der US-Streitkräfte in Europa und galt im Kalten Krieg als einer der „heißesten“ Punkte. Dort angekommen bekam jede Klasse einen Guide, der ihr alles zeigte und erklärte. Als erstes ging es ins Museum, wo sich die Schüler an kleinen Bildschirmen Filme und Bilder anschauten. Es wurde über den Zweiten Weltkrieg berichtet, außerdem konnte man ein Stück der Original-Mauer anschauen. Es wurde erzählt, wie die Flüchtenden an der Mauer aufgehalten wurden. Anschließend besichtigten die Schüler die Panzer und die Zimmer der Soldaten.

Nach dem Besuch der Gedenkstätte ging es zum nächsten Ziel, dem Erlebnis-Bergwerk Merkers. Dort kurvten die Schüler auf Lkw 800 Meter tief unter der Erde durch die Stollen. Auf einer Leinwand wurde ein Film über das Bergwerk gezeigt. Am tiefsten Punkt unter der Erde wurde Rast gemacht, dort gab es eine Bar, in der man Getränke, Snacks und kleine Salzkristalle kaufen konnte. Die Schüler besichtigten noch eine Grotte, die aus großen Salzkristallen bestand, laut Guide die größten Salzkristalle der Welt. Dann ging es dem Ende zu und jeder Schüler bekam zum Abschluss einen kleinen Salzstreuer mit Salz, das dort gefunden worden war.

Text:  Salvatore Miniaci

Bild:  Homberger Schüler mit norwegischen Austauschschülern in der Salzgrotte des Bergwerks Merkers.


Ohmtalschule siegt beim Kreisentscheid Fußball

Die Fußballerinnen der Ohmtalschule (OTS) sicherten sich beim Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ den Sieg in der Wettkampfklasse II der Jahrgänge 2001 bis 2004.

Im Erlenstadion in Alsfeld siegten die fußballbegeisterten Mädchen der OTS um Sportlehrerin Katrin Schmitt gegen die Schulen aus Schlitz und Mücke. Nach zwei souveränen Spielen war die Freude groß über den letztlich verdienten Titel.

Im Regionalentscheid im nächsten Jahr werden die erfolgreichen Fußballerinnen der OTS dann den Vogelsbergkreis vertreten und weiter auf Punktejagd gegen andere Schulen aus den Regionen Gießen, Marburg und Lahn-Dill gehen.

Das Foto zeigt die Mädchenmannschaft der OTS mit Betreuerin Katrin Schmitt.


„Entscheidet euch, sonst entscheiden andere für euch“

Juniorwahl an der Ohmtalschule / Kreistagspolitiker diskutieren mit Schülern

(si). Politikverdrossenheit? Keine Spur! Wenn es um Parteien, Wahlprogramme und Kandidaten geht, wurde in den vergangenen Wochen an der Ohmtalschule (OTS) angeregt diskutiert. Wozu braucht man eine Fünf-Prozent-Hürde? Kann die NPD in den Bundestag kommen? Bleibt Angela Merkel Kanzlerin? Schüler vor allem der höheren Jahrgängen hatten viele Fragen, die im Powi-Unterricht besprochen wurden. Es wurden Wahlprogramme gesichtet und Werbespots geschaut, Wahlplakate diskutiert und schließlich in der Pausenhalle große Plakate aufgehängt, auf denen die Klasse 10 Ga die wichtigsten Informationen zu einzelnen Parteien aufgelistet hatte. Und dann ging es endlich an die Urne beziehungsweise zur Podiumsdiskussion mit Politikern des Kreistags, die von vielen Schüler sehnsüchtig erwartet worden war.

Zunächst waren alle Schüler der Klassen 6 bis 10 aufgerufen, im Zuge der Juniorwahl ihre Favoriten zu wählen. Für viele war es das erste Mal, dass sie an eine Urne durften. Der Ablauf war exakt wie bei der Bundestagswahl, sodass allen Schüler das Prozedere nun bekannt ist. Die Schüler der Klasse 10 Ga fungierten als Wahlhelfer und sorgten dafür, dass jeder Wahlberechtigte seine Stimme ordnungsgemäß in einer Wahlkabine abgeben konnte.

Das Ergebnis an der OTS war ein anderes als bei der Bundestagswahl. So stimmten gut 37 Prozent der Schüler mit ihrer Zweitstimme für die CDU, 24 Prozent für die SPD, 18 Prozent für die Grünen, FDP und Linke erhielten jeweils rund 5 Prozent, AfD 4,7 und Tierschutzpartei 3,3 Prozent. Alle anderen Parteien lagen deutlich unter diesen Ergebnissen.

Der klare Höhepunkt für viele war dann die anderthalbstündige Podiumsdiskussion für Schüler der Klassen 9 und 10, die von Holger Schäddel moderiert wurde. Schulleiter Carsten Röhrscheid appellierte zunächst an die Schüler, anders als viele Erwachsene später von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. „Es ist die falsche Entscheidung, nicht wählen zu gehen. Man muss mitentscheiden, was im Land passiert. Miteinander diskutieren, argumentieren und aktiv mitarbeiten, um eigene Interessen durchzusetzen“, so Röhrscheid. „Das Fach Politik und Wirtschaft kann sehr trocken sein, deshalb haben wir die Politik für euch an die Schule geholt“, erklärte Politiklehrer Marco Künz, der die Veranstaltung gemeinsam mit Schäddel sowie den Politiklehrern Janine Bausch und Benjamin Gauger organisiert hatte. Künz bedauerte, dass die Grünen kurzfristig ihre Teilnahme abgesagt hatten, die FW hatten erst gar nicht auf die Anfrage der Schule geantwortet.

Für viele Schüler war die Diskussionsrunde sicherlich die erste Begegnung mit Politikern, die zunächst sich und ihren Werdegang vorstellten. Danach stellten sich Stefan Paule (CDU), Swen Bastian (SPD), Mario Döweling (FDP), Dietmar Schnell (Linke) und Reinhard Eifert (AfD) Fragen, wobei schnell deutlich wurde, dass sich CDU, SPD, FDP und Linke immer wieder von der AfD abzugrenzen versuchten, wenn es um das Thema Flüchtlinge ging. „Die Grenzen dicht zu machen und die Menschen auszusperren, ist der falsche Weg“, sagte etwa Paule. „Wir sind uns alle einig – außer der AfD – dass beim Thema Flüchtlinge Ängste geschürt werden“, sagte Bastian. „Die AfD ist der Wolf im Schafpelz. Wir brauchen offene Grenzen“, ergänzte Schnell. „Wir müssen Flüchtlingen helfen und nicht die Schotten dicht machen“, so auch Döweling. Einzig Eifert sprach sich dafür aus, die Grenzen zu schließen und meinte, bei einem Besuch in Berlin habe er sich kürzlich gefragt, ob er in Istanbul sei. Auf Fragen von Schülern, ob er nicht an eine friedliche Koexistenz der Kulturen und an Menschlichkeit glaube, antwortete Eifert, diese Sichtweise sei idealistisch und die Deutschen könnten nicht die ganze Welt verbessern.

Auch wenn das Thema Flüchtlinge und Integration im Mittelpunkt der Veranstaltung stand, hatten die Schüler weitere, sehr interessante Fragen vorbereitet, die leider aufgrund der begrenzten Zeit nicht mehr alle ausführlich beantwortet werden konnten. So interessierten sich die Jugendlichen für das Verhältnis Deutschland-Türkei, die Ehe für alle, den Ausbau von schnellem Internet im Vogelsberg, kostenlose Kita-Plätze und den Krieg in Syrien.

Als es an die Schlussrunde ging, appellierte Bastian an die Schüler: „Steht für eure Interessen ein und entscheidet euch, sonst entscheiden andere für euch.“ Und Schnell rief den Jugendlichen zu: „Wählt, was ihr wollt. Wählt irgendeine demokratische Partei. Aber keine Faschisten“, und erhielt dafür tosenden Applaus. Im Nachgang der Veranstaltung sagten viele Schüler, sie hätten gerne noch länger mit den Politikern diskutiert und wären dafür auch gerne noch länger in der Schule geblieben. Einige nutzten die Gelegenheit, nach dem offziellen Ende noch mit den Kreistagsvertretern zu sprechen.

Um zu sehen, ob sich ihr Meinungsbild durch die Podiumdiskusion verändert hat, durften alle Schüler, die an der Veranstaltung teilgenommen hatten, schließlich noch einmal abstimmen. Dabei zeigte sich, dass Linke und FPD doppelt so viele Stimmen erhielten wie vor der Diskussion, die nicht anwesenden Grünen fielen ab auf gut 6 Prozent, die AfD auf 3,8.

Bilder: S. Falk


Mehr als nur Bagger

Homberger Schüler begeistert nach Besuch der „Steinexpo“

Mehr als 53000 Besucher kamen dieses Jahr zur „Steinexpo“, zur großen Messe für Bau-und Baustoffindustrie im Basaltsteinbruch in Nieder-Ofleiden, darunter auch mehrere Klassen der Ohmtalschule (OTS) und der Pestalozzischule. Ausgestattet mit den obligatorischen weißen Schutzhelmen, die die Besucher sogar behalten durften, und gezückten Handys, um die besten Augenblicke festzuhalten und reichlich Selfies zu machen, marschierten die Schüler in kleinen Gruppen unter Leitung eines Guides durch die Freilandschau und staunten: riesige Bagger live im Einsatz, enorm große Maschinen und Fahrzeuge, die neuesten Produkte der Branche und natürlich jede Menge Informationen zu Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten.

„Es ist wichtig, dass besonders junge Leute unsere Messe besuchen, um früh verstehen zu können, was in diesem Gewerbe vor sich geht. Die Branche sucht junge, motivierte Leute, die Lust auf das Arbeiten mit großen Maschinen haben und mit der Verantwortung umgehen können“, erklärte Jan Aldag, Auszubildender im zweiten Lehrjahr im Bereich Bau- und Landmaschinenmechatronik, der eine Gruppe von Neuntklässlern über das riesige Areal führte. Überall nahmen sich die Mitarbeiter der Firmen Zeit für die Schüler, beantworteten ausführlich ihre Fragen, öffneten Bagger, damit sich die Jugendlichen auch mal in die Fahrzeuge setzen konnten, und verblüfften mit vielen technischen Details. Für alle Schüler gab es zudem kostenloses Essen und Getränke sowie an vielen Messeständen Geschenke, sodass die Heranwachsenden nicht mit leeren Bäuchen und Händen nach Hause gehen mussten.

Die Messe war sehr aufwendig gestaltet, und selbst einige Schüler, die sich sonst eher wenig für solche Bereiche interessieren, zeigten sich begeistert und sehr interessiert bei den verschiedenen Vorführungen der Maschinen. Und so manchem gefiel das Ganze so gut, dass er prompt am nächsten Tag mit seinen Eltern noch mal hinfuhr.

Text: Julian Arnold/Silvia Simon (Presseteam)

Bilder: Julian Arnold

 


Emotionaler Abschied

Bettina Wolf verlässt die Ohmtalschule – Bäumchen zum Abschied

(si). Bettina Wolf, langjährige Leiterin des Realschulzweiges der Ohmtalschule, verabschiedete sich mit dem neuen Schuljahr aus gesundheitlichen Gründen aus dem Schuldienst. In einer emotionalen Rede dankte sie dem Kollegium für die sehr gute Zusammenarbeit und machte deutlich, wie schwer ihr der Abschied fällt: „Ich habe lange gekämpft, ob ich den Schritt wirklich tun soll.“ Bettina Wolf kam vor zehn Jahren an die OTS und arbeitete mit viel Herz und Engagement in der Schulleitung mit. „Die Arbeit hat mir großen Spaß gemacht und den Austausch mit Kollegen habe ich stets als sehr fruchtbar empfunden“, so Wolf. Besonders die herzliche Aufnahme in Homberg sei ihr in Erinnerung geblieben. Das Kollegium bedankte sich seinerseits für die sehr gute Kooperation mit einem Bäumchen, an dessen Zweige die Kollegen Grüße, Notizen, Gedanken und gute Wünsche in Form von kleinen Kärtchen banden. „When one door closes, the next one opens“, sagte Schulleiter Carsten Röhrscheid, der Bettina Wolfs langjährige Arbeit würdigte und alles Gute für die Zukunft wünschte.

Bild:

Ein Bäumchen zum Abschied: Schulleiter Carsten Röhrscheid und die Personalsratsvorsitzende Karin Fei (links) überreichten Bettina Wolf ein Bäumchen, an dessen Zweige die OTS-Kollegen viele gute Wünsche gebunden hatten. Foto: Falk


Infos zu Beruf und Studium

 

Bewerbertag an der Ohmtalschule: Firmen stellen fast 40 Ausbildungen und Studiengänge vor

(si). Wie wird man eigentlich Bankkauffrau? Und was genau macht man während eines Freiwilligen Sozialen Jahrs? Fragen wie diese wurden während des Bewerbertages an der Ohmtalschule geklärt. Zum nunmehr neunten Mal kamen Unternehmen in die Schule, um die Abgängerklassen über fast 40 verschiedene Ausbildungsberufe und Studiengänge zu informieren. Dazu gehörten unter anderem Verwaltungsfachangestellte/r, Erzieher/in, Mechatroniker/in, Landwirt/in, Kaufmann/frau, Fachinformatiker/in, Soldat/in, Verfahrensmechaniker/in, Elektroniker/in, Biologisch-technische/r Assistent/in sowie das Duale Studium.

„Wir freuen uns sehr, dass es mittlerweile 14 Firmen und Institutionen aus der Region sind, die an unserem Bewerbertag teilnehmen. Angefangen haben wir einst mit fünf Unternehmen“, sagt Petra Ebert, Leiterin des Fachbereiches Arbeitslehre an der OTS, die den Bewerbertag mit Schulleitung und Kollegen organisiert. Und so informierten diesmal Stadtverwaltung Homberg, Kamax, BZL Lauterbach, Forschungszentrum Neu-Ulrichstein, Sparkasse Oberhessen, AOK, VR Bank Hessenland, Raiffeisen Waren GmbH, Hürner-Funken GmbH, Agentur für Arbeit, Bundeswehr, Schottener Soziale Dienste, Geibel & Hotz und Marburger Tapetenfabrik Angebote für Schulabgänger der Klassen 9 H, 10 R, 10 G sowie eine Gruppe Förderschüler der Pestalozzischule. Bei einigen Unternehmen übernahmen es Auszubildende, die Schüler zu informieren. Die Firma Geibel & Hotz bot wie schon in den Vorjahren eine Besichtigung ihres Betriebes an, zudem konnten die Schüler bei der Firma Hürner-Funken das Kunststoffschweißen ausprobieren. Und auch die Firma Seipp & Kehl aus Gemünden, die seit langem eine enge Kooperation mit der OTS pflegt, war erneut beim Bewerbertag dabei. Das Unternehmen legt viel Wert auf eine gute Ausbildung, da es  Fachkräfte braucht.