Alle Beiträge von Silvia Simon

Ohmtalschule zeigt starkes Spiel beim Regionalentscheid Handball

Die Handballerinnen der Ohmtalschule (OTS) spielten beim Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ in der Wettkampfklasse II der Jahrgänge 2001 bis 2004 ein gutes Turnier. In Kirchhain bot die Mannschaft aus Homberg den späteren Siegerinnen aus Lollar lange die Stirn und hatte sogar Chancen das Spiel zu ihren Gunsten zu entscheiden. Einzig etwas Abschlusspech zum falschen Zeitpunkt verhinderte einen möglichen Erfolg. Im letzten Spiel ging den Mädchen aus der Ohmstadt, die von den Sportlehrern Maxilian Feyh und Jan Brosig begleitet wurden, leider etwas die Puste aus und so verloren sie gegen die Mannschaft aus Gießen am Ende deutlich.


Spiel, Spaß, Spannung

Spielefest an der Ohmtalschule: Viertklässler lernen OTS kennen

Das Trappeln von Sportschuhen, Musik und Lachen von Kindern „wehen“ den Besuchern wie Wind beim Betreten der Homberger Sporthalle entgegen. Erneut hat die Ohmtalschule (OTS) Grundschulklassen aus der Homberger Umgebung zum Spielefest eingeladen. Eine Aktion, bei der sich zukünftige Homberger Gesamtschüler mit der Umgebung der neuen Schule bekannt machen können und um die sich durch die Jahr für Jahr wiederholte Ausführung eine gewisse Tradition gebildet hat.

So versammelten sich 4. Klassen aus Homberg, Kirtorf und Gemünden, um gemeinsam mit Schülern der Gastgeberschule zu spielen und zu toben. „Den Kindern macht es sehr viel Spaß am Spielefest teilzunehmen. Sie sind mit viel Engagement bei der Sache“, sagte Katrin Schmitt, Sportlehrerin an der OTS und Leiterin des besonderen Tages.

Kurz nach der Begrüßung wurden die Kinder in verschiedene Gruppen eingeteilt, die Namen trugen wie „Habichte“, „Adler“, „Zebras“, „Elefanten“ oder „Nashörner“, damit sie ihre späteren Klassenkameraden bereits vorab kennenlernen können.

Dann ging es auch schon los! An insgesamt fünf Stationen, die Themen wie Geschicklichkeit, Balance und Sprung behandelten, konnten sich die Kinder richtig ausleben. So sah man glückliche Gesichter beim Sackhüpfen und Seilschwingen. Die Kleinen schlängelten sich unter Matten hindurch oder huschten über Barrieren, begleitet von den Schülern der 10 Ga, die als Betreuer aushalfen. Alle acht Minuten wechselten die Gruppen die Stationen, sodass jeder alles von dem gut ausgewählten Sportprogramm ausprobieren konnte. Somit war wirklich für jeden kleinen und jeden großen Schüler etwas dabei.

Bild und Text: Julian Arnold (Presseteam)

 


Mit „Wie ein Flügelschlag“ zum Erfolg

Hannah Schrader gewinnt diesjährigen Vorlesewettbewerb an der OTS

Hannah Schrader heißt die glückliche Gewinnerin des diesjährigen Vorlesewettbewerbes an der Ohmtalschule (OTS). Die Sechstklässlerin setze sich beim Schulentscheid gegen die anderen Klassensiegerinnen der Jahrgangsstufe 6 durch.
An der OTS wird der Vorlesewettbewerb jedes Jahr aufs Neue mit Freude und Spannung erwartet. Die sechsten Klassen hatten im Vorfeld jeweils eine Klassensiegerin erkoren, dann galt es, vor einer Jury, zu der auch Vorjahressieger Kilian Gaub gehörte, eine vorgegebene und eine selbst gewählte Textstelle vorzulesen. Die Teilnehmerinnen 2017 waren Aylin Bernhard aus der 6a, Emily Firnys aus der 6b, Hannah Schrader aus der 6Ga und Sarah Wiegand aus der 6Gb. Der Fremdtext stammte aus dem Buch „Der Tag, an dem ich cool wurde“ von Juma Kliebenstein. Hannah Schrader setzte sich mit einem Auszug aus „Wie ein Flügelschlag“ von Jutta Wilke gegen ihre Mitstreiterinnen durch. Ulrike Sowa, Inhaberin der Homberger Buchhandlung, hatte Buchgeschenke für alle vier Mädchen zur Verfügung gestellt.
Der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels findet seit 1969 einmal jährlich an deutschen Schulen statt. Mehr als 600.000 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6 beteiligen sich im Schnitt. Ziel dieser Leseförderungsaktion ist, Kinder zu ermutigen, sich mit Literatur zu beschäftigen. Im Mittelpunkt steht jedoch vor allem der Spaß am Lesen.

Text: Samira Köhler (Presseteam)

Bild (OTS): Jury und Teilnehmer des diesjährigen Vorlesewettbewerbes (von links): Schulleiter Carsten Röhrscheid, Lehrerin Katrin Gloth, Buchhänderin Ulrike Sowa, Organisatorin Silke Loogen-Leifhelm und Vorjahressieger Kilian Gaub mit Gewinnerin Hannah Schrader (vorne links) neben Sarah Wiegand sowie Emily Firnys (hinten links) und Aylin Bernhard.

 

 


Kommen, schauen, mitmachen

Ohmtalschule lädt zum Tag der offenen Tür

(si). Auch in diesem Jahr lädt die Ohmtalschule (OTS) zum Tag der offenen Tür. Am Samstag, 25. November, können sich Interessierte in der Zeit von 9.30 bis etwa 13 Uhr einen umfassenden Überblick über die Schule und ihre Angebote verschaffen und jede Menge Spaß haben.

Offiziell eröffnet wird der „Schnuppertag“ um 9.30 Uhr in der Aula von Schulleiter Carsten Röhrscheid mit einem Auftritt des neuen Schüler-Blasorchesters, das in Kooperation mit der Homberger Feuerwehr entstanden ist.

Nach der kurzen Eröffnung besteht die Möglichkeit, sich Probeunterricht in den Fächern Mathematik, Deutsch, Englisch, Latein, Französisch, Musik und Hauswirtschaft anzuschauen.

Darüber hinaus gibt es viele Aktionen zum Mitmachen und Mitdenken. So können kleine und natürlich auch große Gäste zum Beispiel interessante Versuche in Chemie durchführen, mikroskopieren, Fischertechnik-Roboter programmieren oder sich im Mitmachlabor Physik ausprobieren. In der großen Turnhalle gibt es zahlreiche Mitmachaktionen, unter anderem Trampolinspringen, Sportparcours, Klettern oder Zielwurf und -schuss. Alle, die sich hier beteiligen möchten, sollten Turnschuhe mitbringen.

In der Stadt- und Schulbibliothek wird das aus Schülern bestehende „Bibo-Team“ auf vielfältige Weise für Kurzweil sorgen. So wird zu drei unterschiedlichen Uhrzeiten ein Lesetheater aufgeführt, es gibt Führungen durch die Bibliothek, ein „Bibo-Quiz“ und es werden gemeinsam Lesezeichen gebastelt.

Es werden zudem viele wichtige Angebote der Schule vorgestellt, darunter Schülervertretung, Streitschlichtung, Lernwerkstatt, Werkraum, schulbezogene Jugendarbeit, Beratungs- und Fördermöglichkeiten sowie die bei Schülern sehr beliebte „Halbzeit“, die jede Menge Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten während der Pausen bietet. Auch Eindrücke der Austauschfahrten nach Thouaré und Norwegen oder von Exkursionen werden präsentiert. Fotoausstellungen und eine Schulchronik runden das Angebot ab. Kollegium und Schulleitung beantworten Fragen rund um die Schule, Schullaufbahnen und Unterrichtsangebote.

Und weil das alles ziemlich hungrig und durstig macht, werden an vielen Verkaufsständen Erfrischungen angeboten. In der neuen Schulmensa, die gerade erst für 430.000 Euro modernisiert wurde, werden deftige und süße Speisen gereicht.

Für die Besucher des Tages der offenen Tür liegt ein Übersichtsplan aus, auf dem sich alle Angebote, Räume und Uhrzeit finden.


Ohmtalschule siegt beim Kreisentscheid Handball

Die Handballerinnen der Ohmtalschule (OTS) sicherten sich beim Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ den Sieg in der Wettkampfklasse II der Jahrgänge 2001 bis 2004. In Lauterbach siegten die konzentriert auftretenden Mädchen mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung gegen die Alexander-von-Humboldt-Schule aus Lauterbach. Im Regionalentscheid im nächsten Jahr werden die erfolgreichen Handballerinnen der OTS dann den Vogelsbergkreis vertreten und weiter auf Punktejagd gegen andere Schulen aus den Regionen Gießen, Marburg und Lahn-Dill gehen.

Foto (privat): Die Mädchenmannschaft der OTS mit Betreuer Maximilian Feyh.


Ohne Respekt kein friedliches Zusammenleben

OTS-Schülerinnen unter Preisträgern des Schreibwettbewerbs mit Autorin Nele Neuhaus

(si). „Jeder will ihn, von den Freunden, den Eltern oder den Lehrern: Respekt. Jeder ist anders in seiner Art, Kultur oder Glauben, aber darin sind alle gleich. Doch was geht untereinander und was nicht?“

Mit diesen Worten riefen die Krimi- und Jugendbuchautorin Nele Neuhaus, die Stadtbibliothek Gießen und der Gießener Anzeiger Schüler zu einem Schreibwettbewerb auf. Auch Lorena Kraft und Sarah Förtsch aus der Klasse 9 R der Ohmtalschule (OTS) beteiligten sich an diesem Schreibwettbewerb unter dem Motto „Erzähl deine Story“ und landeten prompt unter den Preisträgern: Sie gewannen eine CD und ein Buch und erhielten ein Glückwunsch-Schreiben der Hessischen Staatskanzlei, das von Nele Neuhaus und Ministerpräsident Volker Bouffiert unterzeichnet war.

„Das war wirklich eine Überraschung“, freuen sich die beiden. Lorena und Sarah wurden durch ihre Religionslehrerin Miriam Bartl dazu ermuntert, an dem Schreibwettwerb teilzunehmen:

Im Rahmen der Unterrichtseinheit ,Gewalt – Formen und Prävention haben meine Schülerinnen und Schüler sich mehrfach für gegenseitigen Respekt und für die Achtung der Individualität der Menschen ausgesprochen. Als ich auf den Schreibwettbewerb des Landes Hessens zum Thema Respekt aufmerksam wurde, dachte ich gleich an die Klasse 9R. Die Beiträge von Lorena und Sarah stachen positiv hervor“, sagt Miriam Bartl, die zurzeit ihr Referendariat an der OTS absolviert.

Den folgenden Text reichten Sarah und Lorena für den Schreibwettbewerb ein:

Respekt

Das Wort Respekt leitet sich von dem lateinischen Verb respicere ab, was zurückblicken bedeutet. Damit gemeint ist aber, dass man Rücksicht auf andere Menschen nehmen soll. Es geht um eine Form der Wertschätzung dafür, dass der andere anders ist, und ich das hinnehmen und respektieren muss. Deshalb respektiere ich auch die Entscheidung meiner besten Freundin, dass sie die Schule wechseln möchte, auch wenn ich das vielleicht nicht verstehen kann. Aber ich muss es so akzeptieren, weil es das Beste für sie sein wird. Vielleicht sehe ich es sogar noch positiv, weil ich weiß, dass sie sich dann wohler fühlt, und ich bewundere sie sogar noch, weil sie sich traut alleine auf eine neue Schule zu gehen, wo sie noch keinen kennt und nicht weiß, wie es dort wird.

Eine respektvolle Einstellung anderen Menschen gegenüber lernen wir schon in der Kindheit von unseren Eltern, im Kindergarten und in der Schule. Von unseren Eltern lernen wir schon von klein auf an, dass wenn wir in einen Raum kommen oder anderen Menschen begegnen „Guten Tag“ sagen, das ist eine Art Höflichkeit und Respekt anderen Menschen gegenüber. Respekt ist notwendig, um in einer Gesellschaft friedlich zusammenleben zu können – aber nicht nur anderen Menschen gegenüber, sondern auch zu sich selbst sollte man Respekt haben.

Man sollte Respekt vor jedem Mensch und Tier haben, egal ob es ein Müllmann, ein Hund, eine Katze oder ein Arzt ist. Es geht nämlich nicht darum, wer man ist oder was man hat, es geht darum, dass jeder Mensch Respekt verdient, auch wenn er eine andere Hautfarbe hat oder kein dickes Auto fährt. Man sollte Menschen nicht nur nach dem Äußeren beurteilen, und sich denken, der ist nicht so hübsch wie ich und hat auch nicht so viel erreicht wie ich und ist vielleicht sogar noch obdachlos, der hat keinen Respekt von mir verdient.

Es kommt auf das Innere an und ob man fair ist zu anderen Menschen, deswegen hat der Obdachlose genauso viel Respekt verdient, wie wir ihn haben, auch wenn er nicht so viel hat. Tiere haben auch Respekt verdient, denn sie sind genauso Lebewesen wie wir. Sie haben genau so Gefühle und wollen gut behandelt werden, sie wollen jeden Tag gefüttert werden, gestreichelt und spielen. Wenn Tiere aber mal nicht spielen und lieber schlafen wollen, dann sollten wir das respektieren, denn Tiere wollen genauso ihren Freiraum wie wir ihn haben. Sie wollen tun und lassen, was sie wollen und nicht den ganzen Tag herumgetragen werden.

Unsere Meinung zu dem Thema Respekt ist, dass wir andere Menschen und Tiere so behandeln sollen, wie wir auch behandelt werden wollen, und ihre Meinung akzeptieren, auch wenn wir manchmal anderer Meinung sind, schließlich wollen wir ja auch von den anderen Menschen mit Respekt behandelt werden, und dann sollten wir das auch ein Stück weit zurückgeben. Man sollte einfach die Einzigartigkeit respektieren und aufhören, sich immer mit den anderen zu vergleichen. Wenn man das macht, steht einem Leben mit Respekt nichts im Wege.

Bild (Julian Arnold): Sarah Förtsch (links) und Lorena Kraft aus der Klasse 9 R sind unter den Gewinnern eines Schreibwettbewerbs zum Thema „Respekt“.


Zu Gast bei Freunden

Norwegen-Austausch an der Ohmtalschule / Homberger vier Wochen lang im hohen Norden

(si). Auch in diesem Jahr fand an der Ohmtalschule (OTS) wieder ein Schüleraustausch mit Norwegen statt. Sechs norwegische Schüler besuchten vier Wochen lang OTS-Schüler, lebten mit diesen in ihren Familien und besuchten den Unterricht an der OTS. Darüber hinaus absolvierten sie einen Deutschintensivkurs, der ihnen half, ihre Fremdsprachenkenntnisse zu vertiefen und sich im hiesigen Alltag zurechtzufinden. Sogar bei einem Ausflug zur Gedenkstätte Point Alpha an der Grenze zwischen Hessen und Thüringen sowie ins Erlebnis-Bergwerk Merkers fuhren die Norweger mit. Und auch das Fußball-Länderspiel Deutschland – Norwegen wurde selbstredend gemeinsam geschaut.

Nach vier Wochen hieß es dann nicht nur für die Norweger, sondern auch für sechs Homberger Schüler Koffer packen. Begeleitet von den beiden OTS-Lehrern Carolin Hartmann und Jan Brosig flogen Schüler aus den beiden 10 G-Klassen hoch in den Norden, wo bereits die norwegischen Gastfamilien warteten. In der norwegischen Gemeinde Åfjord 80 Kilometer nordwestlich von Trondheim erlebten die Schüler dann atemberaubende Landschaften, gastfreundliche Menschen, andere Sitten und Essgewohnheiten. Und nicht zuletzt konnten sie ihre Englischkenntnisse vertiefen…

„Ein rundum gelungener Austausch“, freut sich Jan Brosig, der den Austausch seit 14 Jahren organisiert. Das findet offenbar auch die Bürgermeisterin von Åfjord, die der OTS eine Grußbotschaft zukommen ließ, in tadellosem Deutsch: :-)

Liebe Ohmtalschule! Vielen Dank, dass wir eure tollen Jugendlichen mit nach Åfjord nehmen dürfen und dass unsere bei euch wieder so herzlich aufgenommen wurden! Ich hoffe, unsere gute Zusammenarbeit wird sich auch künftig fortsetzen! Mit freundlichen Grüßen, Vibeke Stjern, Bürgermeisterin in Åfjord.“

Bild (Falk): Die norwegischen Jugendlichen mit ihren deutschen Austauschschülern und Lehrern sowie OTS-Schulleiter Carsten Röhrscheid (rechts).


Pausenbrot 800 Meter unter der Erde

OTS-Schüler besuchen Point Alpha und Erlebnis-Bergwerk

Die Jahrgangsstufe 7 und die Klasse 10Rb der Ohmtalschule Homberg besuchten kürzlich gemeinsam mit norwegischen Austauschschülern die Gedenkstätte Point Alpha zwischen Geisa (Thüringen) und Rasdorf (Hessen), wo sich NATO und Warschauer Pakt vier Jahrzehnte lang Auge in Auge gegenüberstanden. Point Alpha war bis 1989 einer der wichtigsten Beobachtungsstützpunkte der US-Streitkräfte in Europa und galt im Kalten Krieg als einer der „heißesten“ Punkte. Dort angekommen bekam jede Klasse einen Guide, der ihr alles zeigte und erklärte. Als erstes ging es ins Museum, wo sich die Schüler an kleinen Bildschirmen Filme und Bilder anschauten. Es wurde über den Zweiten Weltkrieg berichtet, außerdem konnte man ein Stück der Original-Mauer anschauen. Es wurde erzählt, wie die Flüchtenden an der Mauer aufgehalten wurden. Anschließend besichtigten die Schüler die Panzer und die Zimmer der Soldaten.

Nach dem Besuch der Gedenkstätte ging es zum nächsten Ziel, dem Erlebnis-Bergwerk Merkers. Dort kurvten die Schüler auf Lkw 800 Meter tief unter der Erde durch die Stollen. Auf einer Leinwand wurde ein Film über das Bergwerk gezeigt. Am tiefsten Punkt unter der Erde wurde Rast gemacht, dort gab es eine Bar, in der man Getränke, Snacks und kleine Salzkristalle kaufen konnte. Die Schüler besichtigten noch eine Grotte, die aus großen Salzkristallen bestand, laut Guide die größten Salzkristalle der Welt. Dann ging es dem Ende zu und jeder Schüler bekam zum Abschluss einen kleinen Salzstreuer mit Salz, das dort gefunden worden war.

Text:  Salvatore Miniaci

Bild:  Homberger Schüler mit norwegischen Austauschschülern in der Salzgrotte des Bergwerks Merkers.


Ohmtalschule siegt beim Kreisentscheid Fußball

Die Fußballerinnen der Ohmtalschule (OTS) sicherten sich beim Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ den Sieg in der Wettkampfklasse II der Jahrgänge 2001 bis 2004.

Im Erlenstadion in Alsfeld siegten die fußballbegeisterten Mädchen der OTS um Sportlehrerin Katrin Schmitt gegen die Schulen aus Schlitz und Mücke. Nach zwei souveränen Spielen war die Freude groß über den letztlich verdienten Titel.

Im Regionalentscheid im nächsten Jahr werden die erfolgreichen Fußballerinnen der OTS dann den Vogelsbergkreis vertreten und weiter auf Punktejagd gegen andere Schulen aus den Regionen Gießen, Marburg und Lahn-Dill gehen.

Das Foto zeigt die Mädchenmannschaft der OTS mit Betreuerin Katrin Schmitt.


„Entscheidet euch, sonst entscheiden andere für euch“

Juniorwahl an der Ohmtalschule / Kreistagspolitiker diskutieren mit Schülern

(si). Politikverdrossenheit? Keine Spur! Wenn es um Parteien, Wahlprogramme und Kandidaten geht, wurde in den vergangenen Wochen an der Ohmtalschule (OTS) angeregt diskutiert. Wozu braucht man eine Fünf-Prozent-Hürde? Kann die NPD in den Bundestag kommen? Bleibt Angela Merkel Kanzlerin? Schüler vor allem der höheren Jahrgängen hatten viele Fragen, die im Powi-Unterricht besprochen wurden. Es wurden Wahlprogramme gesichtet und Werbespots geschaut, Wahlplakate diskutiert und schließlich in der Pausenhalle große Plakate aufgehängt, auf denen die Klasse 10 Ga die wichtigsten Informationen zu einzelnen Parteien aufgelistet hatte. Und dann ging es endlich an die Urne beziehungsweise zur Podiumsdiskussion mit Politikern des Kreistags, die von vielen Schüler sehnsüchtig erwartet worden war.

Zunächst waren alle Schüler der Klassen 6 bis 10 aufgerufen, im Zuge der Juniorwahl ihre Favoriten zu wählen. Für viele war es das erste Mal, dass sie an eine Urne durften. Der Ablauf war exakt wie bei der Bundestagswahl, sodass allen Schüler das Prozedere nun bekannt ist. Die Schüler der Klasse 10 Ga fungierten als Wahlhelfer und sorgten dafür, dass jeder Wahlberechtigte seine Stimme ordnungsgemäß in einer Wahlkabine abgeben konnte.

Das Ergebnis an der OTS war ein anderes als bei der Bundestagswahl. So stimmten gut 37 Prozent der Schüler mit ihrer Zweitstimme für die CDU, 24 Prozent für die SPD, 18 Prozent für die Grünen, FDP und Linke erhielten jeweils rund 5 Prozent, AfD 4,7 und Tierschutzpartei 3,3 Prozent. Alle anderen Parteien lagen deutlich unter diesen Ergebnissen.

Der klare Höhepunkt für viele war dann die anderthalbstündige Podiumsdiskussion für Schüler der Klassen 9 und 10, die von Holger Schäddel moderiert wurde. Schulleiter Carsten Röhrscheid appellierte zunächst an die Schüler, anders als viele Erwachsene später von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. „Es ist die falsche Entscheidung, nicht wählen zu gehen. Man muss mitentscheiden, was im Land passiert. Miteinander diskutieren, argumentieren und aktiv mitarbeiten, um eigene Interessen durchzusetzen“, so Röhrscheid. „Das Fach Politik und Wirtschaft kann sehr trocken sein, deshalb haben wir die Politik für euch an die Schule geholt“, erklärte Politiklehrer Marco Künz, der die Veranstaltung gemeinsam mit Schäddel sowie den Politiklehrern Janine Bausch und Benjamin Gauger organisiert hatte. Künz bedauerte, dass die Grünen kurzfristig ihre Teilnahme abgesagt hatten, die FW hatten erst gar nicht auf die Anfrage der Schule geantwortet.

Für viele Schüler war die Diskussionsrunde sicherlich die erste Begegnung mit Politikern, die zunächst sich und ihren Werdegang vorstellten. Danach stellten sich Stefan Paule (CDU), Swen Bastian (SPD), Mario Döweling (FDP), Dietmar Schnell (Linke) und Reinhard Eifert (AfD) Fragen, wobei schnell deutlich wurde, dass sich CDU, SPD, FDP und Linke immer wieder von der AfD abzugrenzen versuchten, wenn es um das Thema Flüchtlinge ging. „Die Grenzen dicht zu machen und die Menschen auszusperren, ist der falsche Weg“, sagte etwa Paule. „Wir sind uns alle einig – außer der AfD – dass beim Thema Flüchtlinge Ängste geschürt werden“, sagte Bastian. „Die AfD ist der Wolf im Schafpelz. Wir brauchen offene Grenzen“, ergänzte Schnell. „Wir müssen Flüchtlingen helfen und nicht die Schotten dicht machen“, so auch Döweling. Einzig Eifert sprach sich dafür aus, die Grenzen zu schließen und meinte, bei einem Besuch in Berlin habe er sich kürzlich gefragt, ob er in Istanbul sei. Auf Fragen von Schülern, ob er nicht an eine friedliche Koexistenz der Kulturen und an Menschlichkeit glaube, antwortete Eifert, diese Sichtweise sei idealistisch und die Deutschen könnten nicht die ganze Welt verbessern.

Auch wenn das Thema Flüchtlinge und Integration im Mittelpunkt der Veranstaltung stand, hatten die Schüler weitere, sehr interessante Fragen vorbereitet, die leider aufgrund der begrenzten Zeit nicht mehr alle ausführlich beantwortet werden konnten. So interessierten sich die Jugendlichen für das Verhältnis Deutschland-Türkei, die Ehe für alle, den Ausbau von schnellem Internet im Vogelsberg, kostenlose Kita-Plätze und den Krieg in Syrien.

Als es an die Schlussrunde ging, appellierte Bastian an die Schüler: „Steht für eure Interessen ein und entscheidet euch, sonst entscheiden andere für euch.“ Und Schnell rief den Jugendlichen zu: „Wählt, was ihr wollt. Wählt irgendeine demokratische Partei. Aber keine Faschisten“, und erhielt dafür tosenden Applaus. Im Nachgang der Veranstaltung sagten viele Schüler, sie hätten gerne noch länger mit den Politikern diskutiert und wären dafür auch gerne noch länger in der Schule geblieben. Einige nutzten die Gelegenheit, nach dem offziellen Ende noch mit den Kreistagsvertretern zu sprechen.

Um zu sehen, ob sich ihr Meinungsbild durch die Podiumdiskusion verändert hat, durften alle Schüler, die an der Veranstaltung teilgenommen hatten, schließlich noch einmal abstimmen. Dabei zeigte sich, dass Linke und FPD doppelt so viele Stimmen erhielten wie vor der Diskussion, die nicht anwesenden Grünen fielen ab auf gut 6 Prozent, die AfD auf 3,8.

Bilder: S. Falk