Alle Beiträge von Silvia Simon

Natur, Schönheit und Leid

Preisträger des OVAG-Literaturwettbewerbs lesen an der OTS

Getuschel und Flüstern breitete sich unter den Schülern der 8. Klasse aus, welche sich zu einer Lesung im Rahmen des jüngsten OVAG-Literaturwettbewerbs in der Aula der Ohmtalschule (OTS) versammelten. Wie im letzten Jahr durften die Kinder wieder Zeuge einiger wahrer Talente an Stift und Papier werden, wenn Preisträger des Wettbewerbs auf dem Podium Platz nehmen und ihre Werke vorlesen.

Nach einer kurzen Ansprache von Lehrerin Silke Loogen-Leifhelm, die den Hintergrund des Wettbewerbs erklärte, ging es auch schon los. Laura Nold ließ sich auf dem Podium nieder. Auf eine Vorstellung ihrerseits folgte das Nennen des Titels ihrer Geschichte: „Heimweg“ sprach sie in das Mikrofon und begann mit voller Hingabe regelrecht über das Papier zu fliegen. Es ist eine Geschichte rund um die Gewalten der Natur. Aus der Ich- Perspektive erzählt sie von der Demut und der Entkräftung des menschlichen Geistes gegenüber Einflüssen wie Kälte oder auch Hitze.

Die zweite Geschichte, erzählt von Laura Predota, handelt von einem Thema, mit dem gerade junge Menschen viel anfangen können: dem Drang nach Schönheit und Perfektion. Eine Erzählung voller gut nachvollziehbarer Tatsachen. Sie handelt von einer Frau, die mittels ihrer Kleidung aufs Erbarmungsloseste versucht ihre Problemzonen zu verdecken, etwa den rundlichen Bauch oder das Doppelkinn.

In der dritten und letzten Geschichte dreht sich alles um das Leben und Leiden im Jugendwerkhof Torgau zur Zeit der DDR. Eine Erzählung voller Leid, Einsamkeit und Trauer. Sie behandelt das Zerfallen der Psyche und die Schädigung des menschlichen Geistes, die Absicht zur vollkommen Isolierung und einem Dasein in Haft. Geschrieben wurde sie von Anna Wecker und trägt den Namen „Das Leben in der Hölle auf Erden“ – ein wahrhaft passender Titel.

Alles in allem waren es spannende Stunden für die Schüler, die Lust auf mehr machten und eventuell das ein oder andere Talent am Papier hervorbringen könnten.

Text und Foto: Julian Arnold (Presse AG)



Geister und Grusel

„Kinder Tourneeoper Mannheim“ spukt für Grundschüler

Ein wahrhaft ungewohntes Bild bietet sich dem Beobachter, als er einen neugierigen Blick in die Aula der Ohmtalschule wirft. Kleine Kinder, umhüllt in geisterhafte Gewänder, wie sie durch die Gegend schleichen und gemeinsam glücklich singen. Natürlich spukt es an der Schule nicht, nein – die „Kinder Tourneeoper Mannheim“ ist zu Gast und hat etwas ganz Besonderes für die Homberger Grundschüler im Gepäck.

„Edgar und das Schlossgespenst“ heißt das Musicalstück, das die Kleinen an diesem Vormittag genießen konnten. Präsentiert von waschechten Opernsängern geht es in diesem schaurig-schönen Stück um Edgar, der von seiner Tante das gruselige Geisterschloss Kettenrasselstein erbt. Doch das ehemalige Zimmermädchen Violetta der besagtenTante treibt dort noch immer ihr Unwesen und will sich ihr Zuhause nicht streitig machen lassen. Darauf gehen die beiden eine Wette ein: ein Gruselduell! Der Gewinner behält das Erbe des Schlosses, wohingegen der Verlierer nie wieder einen Fuß in das alte Gemäuer setzen darf. So geht das Gruseln auch schon los. Kettenrasseln, Kerzenflackern und eine weiße Dame, die in den Gängen des Schlosses umherwandelt…

Unterlegt von klassischer Instrumentalmusik und mit sehr talentierten Darstellern gestaltete sich der Vormittag für die kleinen Schüler höchst unterhaltsam – wobei einige von ihnen auch als Violettas gruselige Geisterfreunde ein Teil der schaurigen Vorstellung werden und dabei auch laut mitsingen konnten.

Text und Bild: Julian Arnold (Presse AG)




Würzig und feurig durch Wüsten und Berge

Yale Strom an der OTS – Klezmer-Klänge aus USA in der Aula

Musik spielt im Leben von uns allen eine große, bedeutende Rolle. Es ist womöglich die meist verbreitete und beliebteste Möglichkeit, seinen Gefühlen und Emotionen freien Lauf zu lassen. Musik hat viele Genres, bei denen für jeden etwas dabei ist, ebenso einige Unterkategorien. Doch von Klezmer-Musik haben viele Schüler bisher kaum etwas gehört. Das war bis vor kurzem an der Ohmtalschule (OTS) nicht anders. Jetzt wissen sie: Klezmer ist nicht mehr und nicht weniger als jüdische Volksmusik. Sie hat schnelle Töne und klingt würzig, mit ihrem zumeist feurigen Tempo hat sie einen hohen Wiedererkennungswert.

Die aus San Diego stammende Klezmer Band „Hot Pstromi“ stoppte während einer Tournee quer durch Europa für ein Konzert in der Aula der Ohmtalschule. Eine vorerst zumindest misstrauische Mimik angesichts der unbekannten Musikrichtung war den Schülern gewissermaßen anzusehen. Yale Strom, der Kopf der Band, hat sich neben der Klezmermusik mit Filmen und anderen Dingen bereits einen Namen gemacht. Zusammen mit seinen Freunden und seiner Gattin Elizabeth Schwartz, die ebenfalls am Konzert teilnahm, bildet er ein unschlagbares musikalisches Team.

Nach einigen hochinteressanten Stücken, die unter anderem von Bergen und Wüsten erzählen, brachte er den Schülern mit einer Mischung aus Deutsch und Englisch die Musikrichtung und damit verbunden die jüdische Kultur Stück für Stück näher. Dabei ließ er die Jugendlichen auch das ein oder andere Mal selbst zu Wort kommen und ihre eigenen Erfahrungen und „Musikgeschmäcker“ in die Veranstaltung miteinfließen. Im Anschluss daran offenbarte Elizabeth Schwartz dem Publikum erstmals ihr großartiges Gesangstalent und sang neben einigen berühmten jüdischen Volksliedern eine Erzählung der Kartoffel, eine der wichtigsten Bestandteile der jüdischen Küche und des Chanukkafestes.

Als der letzte Text gesungen und der letzte Ton abgeklungen war, verabschiedete sich „Hot Pstromi“ auch schon wieder aus der Ohmtalschule und beendete somit ein Konzert, das die Meinung und Geschmäcker vieler mit großer Sicherheit verändert hat. Insgesamt ein wirklich tolles Konzert, welches Schülern und Lehrern die Vielseitigkeit und Raffinesse der jüdischen Kultur offenbarte.

Text und Foto: Julian Arnold (Presse AG)

Das Foto zeigt OTS-Schulleiter Carsten Röhrscheid bei der Vorstellung der Musiker in der Aula.



Gekurbelt, was das Zeug hält


Tischkicker-Turnier an der Ohmtalschule – 10G-Schüler erhalten begehrte Trophäe

Das Krachen der Spielbälle in die Tore der Tischkicker, Lachen von Schülerinnen und Schülern und der Duft von frischen Leckereien – all das bestimmte das Tischkicker-Turnier 2019 in der Aula der Ohmtalschule (OTS). In den Pausen ein beliebtes Freizeitvergnügen, ziehen die Tischfußbälle an diesem Tag jegliche Aufmerksamkeit auf sich mit der Frage, wer dieses Jahr die begehrte Trophäe in die Höhe recken kann. Die Schülervertretung der OTS hatte mit der Schulsozialarbeit die Veranstaltung organisiert.

Dazu stellte jede Klasse der 9. und 10. Jahrgangsstufe sowie Klassen der Pestalozzischule jeweils Teams auf, bestehend aus je zwei Schülern. An den Kurbeln wurde dann in einer Gruppenphase, die je aus drei Teams bestand, ausgespielt, wer in die begehrten K.O.-Phasen einziehen kann. Schon zu diesem Zeitpunkt zeichneten sich klare Favoriten ab, bei denen beispielsweise die erste Mannschaft der 10Rb gegen die 7. Klasse der Pestalozzischule mit einem satten 10:0 gewinnen konnte, wie auch ihr Gruppenkonkurrent der 10G, der ebenfalls einen klaren Sieg erringen konnte.

Währenddessen wurden von den übrigen Schülern zahlreiche Leckereien angeboten und verkauft. Gebäck, Schokolade, Crêpes und Getränke soweit das Auge reichte. Ein Paradies für waschechte Naschkatzen. So hatte jede Klasse ihr eigenes Angebot, welches sie sich vorher bei einer SV-Stunde ausgedacht hatte. Dabei wurden keine Kosten und Mühen gescheut und die Schülerinnen und Schüler legten sich voll ins Zeug.

Im späteren Turnierverlauf flogen hoch gehandelte Titelkandidaten gegen die beiden späteren Finalisten mit gerade mal einem Tor Unterschied aus dem Wettbewerb. So kam es in der Konstellation zu einer Premiere an der Ohmtalschule. Im Endspiel um den begehrten Pokal trafen die erste und die zweite Mannschaft der 10G aufeinander. Dank des Technikteams bestehend aus Max Kube und Manuel Schneider aus der Klasse 10 Ra wurde die Partie sogar per Live-Übertragung auf eine große Leinwand übertragen. Passend dazu sorgten die neue „UBUS“-Kraft der OTS (UBUS steht für „Unterrichtsbegleitende Unterstützung durch sozialpädagogische Fachkraft“) Stefanie Walter und Holger Schäddel von der evangelischen schulbezogenen Jugendarbeit, die das Turnier sehr engagiert und liebevoll organisiert hatten, als Kommentatoren für die perfekte Sport- und Wettkampf-Atmosphäre.

Nach einer spannenden Partie konnte sich die erste Mannschaft der 10G im sogenannten „Gymnasial-Derby“ gegen ihre Klassenkameraden durchsetzen. Mit großem Stolz und einer klar abzulesenden Freude in ihrer Mimik nahmen Jakob und Janik die glänzende Trophäe entgegen. Die Sieger eines ebenfalls von der Schülervertretung (SV) veranstalteten Kostümwettbewerbs bekamen einen Gutschein für den Musikdienst Spotify überreicht. Ein insgesamt gelungener Tag für die Schüler der Ohmtalschule und für die beiden Gewinner ein Sieg, an den sie sich mit Sicherheit noch lange erinnern werden.

Text: Julian Arnold (Presse AG)
Bilder: Silvia Simon


Besuch am „Ort des Todes“

Abschlussklassen der OTS besichtigen Gedenkstätte Buchenwald

Gute Laune und Gelächter herrschten noch im Reisebus. Hier wurde dem Klassenkameraden ein amüsantes Video auf dem Smartphone gezeigt und dort wurden süße Naschereien herumgereicht. Eine gute Stimmung zeichnete den bisherigen Tagesverlauf der Klassen 10 Ga, 10 Rb, 10 Ra und 9H der Ohmtalschule aus. Doch diese wurde durch die Worte von Lehrer Herbert Kress, dass links der Ettersberg samt Holocaust-Denkmal zu sehen ist, in eine bedrückende Stille überführt. Am Ziel ihrer Reise angekommen erwartete die Schüler ein Anblick, den sie so rasch nicht wieder vergessen: Die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der zynische Spruch „Jedem das Seine“ steht am Tor, das den Zugang zu einem Ort gewährt, der für viele tausende von Menschen einen qualvollen Tod bedeutete. Ein Spruch, welcher im eigentlichen Sinne recht wenig Spielraum für Interpretationen bietet. Für die Nationalsozialisten barg er jedoch allem Anschein nach ein perverses, halluziniertes Recht, jedes Individuum, das nicht Teil ihres Weltbildes ist, restlos auszulöschen. Zwar fehlen die Baracken, in denen die Häftlinge aufs Menschenunwürdigste zusammengepfercht wurden heute, jedoch zerrte dies nicht an dem Bild des Schreckens, das den Besuchern vermittelt wurde. Andere wichtige Lagerteile hingegen, wie zum Beispiel das Krematorium oder Teile des Zoos blieben original erhalten. Letzterer war ein beliebtes Freizeitvergnügen für den Lagerkommandanten Karl Otto Koch, seine Kinder und Gattin Ilse Koch, welche als „Hexe von Buchenwald“ in die Geschichte einging.

Die OTS-Schüler auf dem Weg zum Krematorium der Gedenkstätte Buchenwald.

Ein paar Meter links hinterm Eingang befindet sich eine Trauertafel aus Edelstahl: das „Denkmal an ein Denkmal“, welches von Horst Hoheisel und Andreas Knitz errichtet wurde. Auf ihr wurden sämtliche Nationalitäten und Volksgruppen eingraviert, denen die ungefähr 56.000 Todesopfer angehörten. Aus Angst jedoch, dass eine Nationalität vergessen werden könnte, wurde noch ein bestimmtes Element in die Tafel eingebaut. Die Stadtwerke Weimar beheizen die Tafel auf exakt 37 Grad – die Körperwärme eines Menschen, die uns allen gemeinsam ist. Ein Andenken der besonderen Art, das den gleichen Wert eines jeden symbolisiert.

An den ehemaligen Unterkünften der Lagerführung vorbei, verabschiedeten sich die Schüler von einem Ort, der von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Besuch als „Ort des Todes“ bezeichnet wurde. Nach einer sehr informativen Filmvorführung samt Rundgang setzten einige Schüler ihre bedrückte und nachdenkliche Miene eine Zeit lang nicht mehr ab.

Buchenwald ist, wie alle anderen Konzentrationslager auch, mehr als eine historische Gedenkstätte. Es ist ein Mahnmal der Schande. Ein Zeugnis der Verbrechen der deutschen Geschichte und des tiefsten Abgrunds der menschlichen Seele. Es soll als Beispiel dienen, für Generationen, die weder vergessen noch verzeihen können und sollten, dass sich eine derartige Tragödie abspielte.

Text: Julian Arnold (Presse AG)

Bilder: Julian Arnold, Emma Puley

Sehr gute Leistungen gezeigt

Schüler der zehnten Realschulklassen legen Präsentationsprüfungen ab

(si). Was können Feuerwehren gegen Mitgliederschwund tun? Was ist ein Schwarzes Loch? Welche Auswirkungen hat der Treibhauseffekt auf unser Klima? Und brauchen wir heute tatsächlich noch Feminismus? Spannenden Fragen wie diesen gingen die Schüler der 10. Realschulklassen der Ohmtalschule in ihrer Präsentationsprüfung nach. Wochenlang hatten sie sich auf ihre mündliche Abschlussprüfung vorbereitet, um dann in einem Kurzvortrag zu zeigen, wie gut sie sich in ihr Thema eingearbeitet haben. Dabei wurden unter anderem die Themen Schattenkaiser Wilhelm II, Vereinshistorie von Eintracht Frankfurt, Die Rolle des Osmanischen Reichs im Ersten Werltkrieg, Kinderarmut in Deutschland, Der Sozialstaat, Delfintherapie, Industrie 4.0 und Psychische Erkrankungen in der Kunst vorgestellt. Am Ende gab es für viele Schüler aus 10 Ra und 10 Rb die Traumnote „sehr gut“: Manuel Schneider, Lorena Kraft, Max Kube, Luana Bonu, Johanna Schneider, Alicia Garncarz, Kaan Ay, Anna-Lena Schneider, Julian Arnold, Lukas Müller, Julian Henkelmann, Noah Weber, Daniela Maininger, Selina Kusch, Tilman Pott und Mischa Simonides.

 

Gänsehaut-Momente beim„Feier-Abend“

25-jähriges Bestehen der Stadt- und Schulbibliothek – Texte, Musik und Theater

Gänsehaut-Musik, stimmungsvolle Klavierstücke und immer wieder Texte – und was für welche! Mit einem umfangreichen und sehr gelungenen Bühnenprogramm wurde an der Ohmtalschule (OTS) das 25-jährige Bestehen der Stadt- und Schulbibliothek gefeiert. In der Aula kamen zahlreiche Gäste zusammen, darunter Eltern, Schüler, Lehrer und ehemalige Kollegen, Freunde und Nutzer der Bibliothek, Vertreter des Magistrates und der Stadt sowie natürlich jede Menge Autoren.

„Der Hauptdarsteller heute Abend ist das Buch“, betonte jedoch Schulleiter Carsten Röhrscheid und bescheinigte dem Hauptdarsteller trotz aller Unkenrufe eine Zukunft. „Ein Buch ist etwas ganz Besonderes, das kann ich in die Hand nehmen und anfassen, deswegen können E-Books es nicht ersetzen.“ Röhrscheid betonte, wie froh er sei, dass die Bibliothek an der Schule angesiedelt sei. „So können Kinder und Jugendliche für Bücher begeistert werden.“

Die Zahlen sprechen für sich: 19.000 Medien sind in der Stadt- und Schulbibliothek (in der OTS liebevoll „Bibo“ genannt) verfügbar, davon 18.000 Bücher. Fast 500 jugendliche Leser sind im System, über 800 Nutzer gibt es insgesamt. Jüngst wurden rund 7.000 Entleihen im Jahr gezählt. Den Hauptanteil der Einrichtung trägt die Stadt Homberg.

Nach so viele Zahlen und Fakten wurde es auf der Bühne bunt. Das Jugendblasorchester der Freiwilligen Feuerwehr demonstrierte eindrucksvoll, was die Kinder in kürzester Zeit gelernt haben. Die „Töffels“, der Mädchenchor der Klasse 8 G, sorgte mit professionellem Gesang für Gänsehaut bei den Zuhörern. Die ehemaligen Schüler Yannis Schlosser (Klavier) und Stella Jantosca (Poetry Slam) zogen ihr Publikum ebenfalls in den Bann. Und das „Bibo-Team“ unter Leitung von Lehrerin Silke Loogen-Leifhelm, die den „Feier-Abend“ sehr engagiert organisiert hatte, zeigte ein Erzähltheater.

Und dann erst die Texte! Die „Schreib-Gang“, bestehend aus Teilnehmern der schulischen AG „Kreatives Schreiben“ unter Leitung von Karin Fei präsentierte äußerst unterhaltsame Schicksale einer henkellose Tasse, frei nach einer Kurzgeschichte von Heinrich Böll. Die Homberger Nachwuchsautorin Jennifer Roos, die bereits zu Kindergartenzeiten Stammleserin der Bibo war und bereits während ihrer Zeit als OTS-Schülerin für ihre Texte ausgezeichnet wurde, las einen faszinierenden Text über die Wahrnehmung des eigenen Ichs.

Angesichts dieser geballten Häufung junger Talente zeigte sich denn auch die bekannte Schriftstellerin und Drehbuchautorin Astrid Ruppert sehr beeindruckt. „Bibliotheken sind magische Orte und wichtig für die Perönlichkeitsentwicklung“, mahnte Ruppert. Getreu dem Frank-Zappa-Zitat auf ihrer Homepage „A mind is like a parachute. It does not work, if it is not open.“

„Bücher haben Kraft. Bücher haben Macht. Und es ist toll, dass wir sie haben“, gab die Autorin ihren Zuhörern, die in der Pause bei Sekt und leckeren Häppchen aus Schulküche interessante Gespräche geführt hatten, mit auf den Weg, bevor sie eine Stelle aus ihrem bekannten Werk „Obendrüber, da schneit es“ las und der Bibo einige Bücher als Geschenk überließ.

Text: S. Simon

Bilder: S. Falk

Cambridge-Zertikate überreicht

OTS-Schüler absolvieren Kurs und Prüfung mit Hilfe der Bock-Stiftung

Die Ohmtalschule (OTS) bietet reichlich Möglichkeiten für Schüler, Interessen und Fähigkeiten voll und ganz auszuleben. Sei es im Sport, in den Naturwissenschaften oder beim Kochen. Jedoch wird auch Englisch nicht vernachlässigt. Das Cambridge Certificate ist dabei ein großer Name. In diesem Kurs lernen Schüler mit besonders guten Fähigkeiten in der englischen Sprache zwei Jahre lang, um dann nach Abschluss einer Prüfung ein Zertifikat zu erhalten, das weltweit ein hohes Ansehen genießt.

Auch in diesem Jahr wurden die Absolventen an der OTS mit einer Urkunde für ihre besonderen Leistungen geehrt. Alina Feldbusch, Sebastian Scholz und Lukas Städtler empfingen ihre Urkunden. Pauline Plitzko, die vierte Absolventin, konnte leider nicht persönlich anwesend sein.

Die Monika- und Dieter-Bock-Stiftung hilft Kindern und Jugendlichen, das Cambridge Certificate zu erlangen. Auch diesmal hat die Stiftung wieder die Kosten für die auf das Zertifikat zugeschnittenen Bücher übernommen und sich an den Prüfungsgebühren beteiligt. Die OTS wird auch künftig an diesem Kursangebot festhalten. Denn das Cambridge Certificate verhilft bei Bewerbungen zu vielen Pluspunkten, in einigen Berufen wird es vorausgesetzt. Somit ist dieses Sprachzertifikat eine wertvolle Ergänzung der Zeugnisnote im Fach Englisch.
Weitere Informationen unter http://www.mdbock-stiftung.de/.

Text: Julian Arnold (Presse AG)

Bild (Simon): Schulleiter Carsten Röhrscheid mit den Schülern Alina Feldbusch, Sebastian Scholz, Lukas Städtler sowie den Englischlehrern Dr. Marion Komp und Jan Brosig (von rechts).

Tests zum Thema Liebe

Vorlesewettbewerb an der Ohmtalschule – Tarik Aslan gewinnt

Getuschel und Getrappel ist in der Aula der Ohmtalschule zu hören. Gespannt sammeln sich die Kinder der 6. Klassen, um sich gemeinsam am diesjährigen Vorlesewettbewerb zu erfreuen. Ein Ereignis, das jedes Jahr an der OTS stattfindet und bei dem sich vier Schüler aus vier Klassen mit ihren Lesekünsten messen.

In der ersten Runde lesen die Teilnehmer Lilja Kebernick, Anastasia Drombinska, Jonas Stark und Tarik Aslan jeweils einen Ausschnitt eines Buches, das sie sich selbst aussuchen durften. Danach widmen sie sich einem Auszug aus einem ihnen bis dahin unbekannten Buch. Anschließend bewertet eine Jury – bestehend aus der Vorjahressiegerin Hannah Schrader, der Inhaberin der Buchhandlung Ulrike Sowa, den Lehrerinnen Silke Loogen-Leifhelm und Katrin Gloth sowie Schulleiter Carsten Röhrscheid – die Leistungen der Schüler und ermittelt einen Sieger.

Mittels Auslosung wird der erste Leser festgestellt. Lilja Kebernick setzt sich vor ihre Mitschüler und liest aus ihrem ausgewählten Buch „Harmony“ vor, indem sich eine extreme Bindung zwischen dem Pferd Harmony und einem Mädchen namens Jenny aufbaut. Nachdem Harmony verkauft wurde, erhält Jenny einen Brief einer unbekannten Person, die sich als die Käuferin herausstellt und die die Bindung der beiden nicht zerstören will. Im Anschluss gelingt es Jenny, ihr Pferd wieder zurückzukaufen.

Der nächste Leser ist Jonas Stark, der mit einem Buch namens „Fahrerflucht“ überrascht. In seiner etwas untypischen Geschichte geht es um einen Jungen namens Mike, der von einem Unbekannten angefahren wurde. Nun versuchen er und seine Freunde den Übeltäter zu schnappen, wobei der Kreis der möglichen Gauner immer kleiner und vor allem vertrauter wird. Auch Jonas kann mit einer guten Leistung beeindrucken.

Als Dritter betritt Tarik Aslan das Podium. Erneut werden die Zuhörer überrascht. Mit seiner Geschichte, die den Namen „Ein schlimmes Ende“ hat, erzählt er vom Leben des Jungen Eddie, dessen Eltern geisteskrank sind, weswegen er in ein Waisenhaus muss. Im Laufe der Geschichte schließen sich Eddies Eltern in ihrem Haus ein, das in Flammen steht. Schließlich gelingt es doch, sie aus dieser gefährlichen Lage zu befreien.

Nun ist die letzte Vorleserin an der Reihe. Mit „Wolke 7 ist auch nur Nebel“ präsentiert Anastasia Drombinska eine sehr humorvolle Geschichte, in die sich ihre Zuhörer gut hineinversetzen können. Die Geschichte dreht sich um die beiden Freundinnen Lena und Boja, die beide jeweils unterschiedliche Meinungen zum Thema Liebe haben. Das verleitet ein paar Wissenschaftler und Professoren dazu, an den beiden ein paar Tests durchzuführen, um zu gucken, wer Recht hat.

Als die vier Kandidaten ihre Lesungen vollendet haben, kommt die größte Herausforderung auf sie zu. Nach einer kurzen Einführung von Silke Loogen-Leifhelm haben sie jeweils zweieinhalb Minuten Zeit, aus dem Buch „Die Nacht, in der ich super cool wurde“ zu lesen. Darin dreht sich alles um die zwei Außenseiter Martin und Karli, die alles daran setzen cool zu werden und dabei von einer schrägen Situation in die nächste stolpern.

Nach vier tollen Leistungen der Teilnehmer berät sich die Jury und muss nun entscheiden, wer von den zweifelsohne sehr guten Vorlesern denn Sieger des Wettbewerbs ist. Knapp ist das Ergebnis allemal, doch am Ende kann sich Tarik Aslan durchsetzen und wird zum Gewinner des Lesewettbewerbs 2018 gekürt. Doch in Anbetracht der tollen, spannenden und auch lustigen Veranstaltung war dies nur auf dem Papier der Fall, denn jeder wusste, dass aufgrund der herausragenden Leistungen alle vier Teilnehmer Sieger waren.

Text und Bilder: Julian Arnold (Presse AG)

Unser Bild zeigt Buchhandlungsinhaberin Ulrike Sowa, Schulleiter Carsten Röhrscheid und die Lehrer Silke Loogen-Leifhelm, Katrin Gloth und Jörg Leifhelm mit den vier „Vorlesern“ Lilja Kebernick, Anastasia Drombinska, Jonas Stark und Tarik Aslan sowie der Vorjahressiegerin Hannah Schrader.

Mit viel Spaß durch den Dschungel

Grundschüler lernen Ohmtalschule beim Spielefest kennen

Gespannt und voller Vorfreude laufen die Kinder aus den Umkleideräumen der Homberger Turnhalle und versammeln sich, um den Worten von Katrin Schmitt zu lauschen. So sitzen sie dort, Reihe in Reihe, und eingeteilt in Gruppen und richteten ihre Aufmerksamkeit ganz der Begrüßung der Sportlehrerin der OTS. Nachdem den Kleinen, die jeweils aus den Grundschulen in Kirchhain, Gemünden und Homberg stammen, in die fünf Stationen eingewiesen sind, die sie gleich bewältigen werden, kann das Spielefest der Ohmtalschule 2018 auch schon losgehen!

Neben Schwingen, Springen, Klettern und Krabbeln gab es alles, was das Sportlerherz begehrt. Auch etwas ausgefallene Aufgaben wie Sackhüpfen waren dabei. Voller Enthusiasmus gingen die Grundschüler die Aktivitäten an, die zusammen einen Dschungel imitieren sollten. So tollten die Kinder nach Lust und Laune herum und eine spaßige Atmosphäre verbreitete sich in der Halle.

Jedoch war an diesem Vormittag nicht nur Schwitzen, sondern auch Denken angesagt. In kniffligen Such- und Ratespielen lernten die zukünftigen Ohmtalschüler die Schule und die Menschen, die diese so einzigartig machen, kennen. Mit fordernden, aber auch spaßigen Aufgaben wie beispielsweise „An welchen Tagen hat die Bibliothek während der Schulzeit geöffnet?“ oder auch „Wie heißt der aktuelle Schulsprecher?“ liefen sie kreuz und quer durch das Gebäude und lernten somit immer neu dazu. „Beim Spielefest steht die Freude an der Bewegung im Vordergrund, dafür durchlaufen die Kinder einen Dschungel in der Sporthalle, bei dem aber auch jede Menge Mut gefragt ist. Alle Beteiligten sind sichtlich motiviert und mit viel Spaß an den Stationen“, sagte Katrin Schmitt, der an der OTS den Fachbereich Sport leitet und das Fest gemeinsam mit ihren Kollegen einmal mehr sehr engagiert vorbereitet hatte.

All diese Vorbereitungen liefen zu einem spannenden, informativen und spaßigen Tag zusammen. „Die Schule stellt sich den zukünftigen Schülern vor“, meinte der stellvertretende Schulleiter Ulrich Henning mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen.

Nach diesem Tag können die Kleinen durchaus mit Freude in die Zukunft an unserer Ohmtalschule blicken.

Text und Bilder: Julian Arnold (Presse AG)